Kreis weiter als leuchtendes Beispiel

Energymap Screenshot

(Screenshot: Hofherr)

Neckar-Odenwald-Kreis. Auf dem Internetportal www.energymap.info (Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie) findet sich eine Fülle an Daten. Diese Daten ergeben ein deutschlandweites Ranking für den Deckungsgrad beim Gesamtstrombedarf aus Erneuerbaren Energien. Dass da der Neckar-Odenwald-Kreis ganz weit vorne liegt und eine Vorreiterrolle spielt, ist nichts Neues. Mit mittlerweile 40 Prozent Deckungsgrad steht er nicht nur im Regierungsbezirk Karlsruhe, sondern, gemeinsam mit dem Main-Tauber-Kreis und dem Alb-Donau-Kreis, sogar in ganz Baden-Württemberg an der absoluten Spitze. Zum Vergleich: Im Regierungsbezirk Karlsruhe folgt Pforzheim auf den Neckar-Odenwald-Kreis  – mit gerade mal 22 Prozent.

Was Landrat Dr. Achim Brötel, der der Energiewende hin zu den Erneuerbaren Energien schon seit Jahren einen ganz hohen Stellenwert beimisst, ganz besonders freut, das ist der satte „Zuwachs“ von vier Prozent in einem halben Jahr. Die Zahlen auf energymap, einer fachlich anerkannten und seriösen Institution, werden regelmäßig aktualisiert und daraus wird deutlich, dass sich der Neckar-Odenwald-Kreis von 36 Prozent (Frühjahr 2012) auf 40 Prozent (Herbst 2012) verbessert hat. „Der Prozess geht weiter, wir sind Tabellenführer im Land. Und das wollen wir auch bleiben“, erklärt der Landrat stolz.




Die Dynamik ist dabei höchst unterschiedlich. Auch in der Nachbarschaft tut sich einiges: Der Main-Tauber-Kreis hat sich ebenfalls auf 40 Prozent verbessert und Schwäbisch Hall (beide gehören zum Regierungsbezirk Stuttgart) kann mit 39 Prozent punkten. Andere Kreise stagnieren – auf teils niedrigem Niveau. So kann der benachbarte Rhein-Neckar-Kreis mit lediglich sechs Prozent punkten.

Der Neckar-Odenwald-Kreis kann schon seit Ende 2008 den Strombedarf der privaten Haushalte zu weit mehr als 100 Prozent mit Erneuerbaren Energien decken. Der Gesamtstrombedarf ist allerdings erheblich höher. „Unser langfristige Ziel sind auch hier 100 Prozent. Dieses Ziel liegt noch in weiter Ferne, aber wir nähern uns  kontinuierlich“, freut sich der Landrat: „Womit wieder einmal bewiesen wäre, dass der Ländliche Raum sich ganz sicher nicht verstecken muss, sondern in dieser Hinsicht sogar ein ganz wichtiger Motor einer nachhaltigen Entwicklung für das ganze Land ist.“

In Baden-Württemberg liegt der Durchschnittswert im Übrigen bei „nur“ 13 Prozent Deckungsgrad. Damit verfehlt der Südwesten knapp die Top Ten der Bundesländer, in der Brandenburg mit 67 Prozent unangefochten an der Spitze steht. Unter den vier Regierungsbezirken  Baden-Württembergs ist der Regierungsbezirk Karlsruhe wiederum das Schlusslicht mit durchschnittlich elf Prozent (Tübingen: 20 Prozent). Der Neckar-Odenwald-Kreis darf also auch vor diesem Hintergrund als leuchtendes Beispiel gelten.

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