130 Jahre Schulhaus Donebach

Historisches Backsteingebäude mit rotem Ziegeldach und markantem Steinsockel.
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(Foto: Brenneis)

Ein markantes Zeugnis der Dorfgeschichte

Von Franz Brenneis

Donebach. Das größte und markanteste Gebäude in Donebach ist ohne jeden Zweifel das Schulhaus. Es wurde im Jahr 1896 erbaut und ist nunmehr 130 Jahre alt.

Bereits in der Vergangenheit legten die „Dumbacher“ und die Ünglerter Wert darauf, dass die Kinder eine Schule besuchen konnten. So baute man bereits 1866 ein kleines Schulhaus mit einem Raum im Ortsmittelpunkt. Dieses Gebäude, das seit 160 Jahren besteht und noch heute steht, ist vollständig aus rotem Buntsandstein erbaut. Bis 1896 diente es als Schule, später als Ortskapelle und nach der Kircheneinweihung im Juni 1929 als Rathaus.

An dieses erste Schulhaus in Dumbach war ein weiteres, einstöckiges Gebäude angebaut. Auch die damalige Nutzung dieses Nebengebäudes ist dem Schulbetrieb zuzuordnen. Hatte Dumbach 1866 noch 436 Einwohner, waren es 1890 bereits 490. Da war klar, dass mehr Platz für den Schulbetrieb gebraucht wurde.

Der Neubau des Schulhauses im Jahr 1896

Also machte man sich in freiwilliger und unentgeltlicher Arbeit an den Bau eines neuen Schulgebäudes. Zunächst wurde das Nebengebäude abgebrochen. Das neue Schulhaus errichtete man zweistöckig; die Hälfte des Gebäudes wurde unterkellert.

Im Obergeschoss wurde die Lehrerwohnung untergebracht, sodass sich die Lehrer um ihre Unterkunft keine Sorgen machen mussten. Das war damals ein Novum.

Das Schulgebäude wurde in Eigenleistung errichtet. An den vier Ecken kam pfeilerartig behauener Buntsandstein zum Einsatz. Auch die Fenstergewände wurden aus Sandstein gefertigt. Die übrigen Wandflächen erhielten ein Sichtmauerwerk aus gelben Backsteinen. So entstand ein repräsentatives und schönes Gebäude, das die Bedeutung unterstrich, die die „Dumbacher“ dem Neubau beimaßen.

Die steinerne Fassade wurde gut und professionell ausgeführt: In den vergangenen 130 Jahren waren keinerlei Reparatur- oder Sanierungsmaßnahmen daran notwendig. An der nordöstlichen Dachseite des Gebäudes befand sich außerdem ein kleiner Glockenturm. Dieser ist nicht mehr vorhanden. Die Glocke befindet sich im alten Rathaus, in dem Gebäude, das heute der Radfahrerverein nutzt.

In den 1980er-Jahren wurden die Holzfenster ausgetauscht, und im Jahr 2005 wurde das Dach saniert. Ansonsten steht das markante Gebäude noch so da wie nach seiner Errichtung vor 130 Jahren.

Brunnen und Kriegerdenkmal am alten Schulhaus

Am ersten Schulhaus errichtete die Gemeinde 1924 einen neuen Ortsbrunnen nach den Plänen des Ehrenbürgers Wilhelm Stelz. Das Gesamtensemble wertete den Ortsmittelpunkt deutlich auf. Leider ist es heute nicht mehr vollständig erhalten.

Im Jahr 1954 lehnte der Radfahrerverein das neue Kriegerdenkmal an der Westseite des alten Schulhauses an. Auch dieses wurde aus Buntsandstein gefertigt.

Das Ende des Schulbetriebs in Donebach

Die alten und neuen Schulhäuser waren das eine, der Schulbetrieb entwickelte sich in eine andere Richtung. Der Aderlass begann 1966, also 70 Jahre nach dem Neubau. In jenem Jahr wurde die letzte Abschlussklasse nach acht Schuljahren verabschiedet. Die fünften bis achten Klassen gab es danach in Donebach nicht mehr; die Schülerinnen und Schüler mussten die neu erbaute Grund- und Hauptschule in Mudau besuchen. Die ersten bis vierten Klassen wurden weiterhin in Donebach unterrichtet.

Das endgültige Ende des Schulbetriebs in Donebach kam 1972. Von da an mussten alle Kinder nach Mudau fahren, um dort unterrichtet zu werden.

Die beiden Schulhäuser stehen noch immer als Zeugnisse für die Zusammenarbeit und den Fleiß der Dorfgemeinschaft in jener Zeit.

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