SPD besucht Flüchtlinge in Hardheim

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Hartheim. (pm) Der SPD-Kreistagsfraktion war es ein wichtiges Anliegen, sich vor Ort einen Eindruck vom „Asylbewerberheim“ in Hardheim zu machen. „Hallo“ war eines der Worte, mit dem die Gäste von den Kindern, die zum Teil sehr gut deutsch sprachen, begrüßt wurden. Die Fraktionsvorsitzende Heide Lochmann dankte dem Ersten Landesbeamten Martin Wuttke, ebenso wie den Mitarbeitern des Landratsamts und dem Leiter des Heims, H. Kovacs für  ihren großen Einsatz und dafür, der SPD-Fraktion Rede und Antwort rund um Fragen zur Unterkunft, zum Umbau und zum Asylrecht zur Verfügung zu stehen. Die Umbaumaßnahmen waren ebenso Thema, wie die Unterbringung, die Herkunft und die Beweggründe der Asylantragsverfahren. 29 Monate dauert in der Regel der Aufenthalt in Hardheim, nachdem Einzelpersonen, aber auch ganze Familien aus der Landesaufnahmestelle in Karlsruhe nach einem Zuweisungsschlüssel in den Neckar-Odenwald-Kreis kommen. „Die Menschen erleben es als sehr wohltuend, hier angekommen zu sein und mehr Platz zu haben, so dass die Unannehmlichkeiten  durch den Umbau auch gelassen ertragen werden“, so ein Mitarbeiter.

Auf Nachfrage von Dr. Dorothee Schlegel wurde berichtet, dass die Kinder je nach Alter unter Begleitung der Eltern und der Mitarbeiter in die Kindergärten und die Schulen vor Ort gehen. Erstaunlich ist, dass die Kinder sehr schnell deutsch lernen und in der ersten Phase in der Schule auch über den Sport gute Kontakte zu Gleichaltrigen bekommen. Ein Team von Ehrenamtlichen kümmert sich intensiv um Hausaufgabenhilfe und um Sprachförderung – eine große Erleichterung für die Mitarbeiter der Unterkunft. „Noch brauchen wir die Wohnmodule nicht“, berichtete H. Gehrig, der Leiter der Baumaßnahme. Aber aufgrund der aktuellen Zuwachsraten werden diese Räume über kurz oder lang belegt werden.



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Besichtigt wurde der „Shop“ und erklärt wurde das Punktesystem, nach dem die Bewohner dort einkaufen gehen können, Frischeprodukte ebenso wie Gewürze, die sie aus ihren Herkunftsländern her kennen. Wohlgeruch strömte den Fraktionskollegen entgegen, als sie einen kurzen Rundgang durch den Wohn- und damit auch durch den gemeinschaftlichen Küchenbereich machen konnten. Neugierig standen ganze Familien im Flur und ein herzliches „Tschüss“ gab der Besuchs-Atmosphäre eine sehr persönliche Note. Es hat sich durch die Renovierungsarbeiten schon einiges verbessert und es wird sich noch mehr verbessern, wenn der geplante Erweiterungsbau im nächsten Jahr kommt.

Geplant ist nun ein dreistöckiger Bau, der vor allem auch für Familien mit Kindern Kleinwohnungen bietet und so etwas mehr Wahrung der Intimsphäre ermöglicht, wie H. Gehrig von der Bauverwaltung des Landratsamtes erklärte. Die Mitglieder der Fraktion dankten den Mitarbeitern und der Bauverwaltung für die aufschlussreichen Informationen und für das große Engagement.

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