Walpurgisnacht – Nein zu unangebrachten Scherzen

Heilbronn. (ots) Die alljährlichen Feiern am Tag des ersten Mais bzw. in der Nacht
davor, beinhalten erfahrungsgemäß für die Polizei jede Menge an
zusätzlicher Arbeit. Gerade in der sogenannten „Walpurgisnacht“, in
der Nacht zum 1. Mai, fühlen sich nicht wenige selbsternannte
„Spaßvögel“ dazu berufen, mit ihren unangebrachten und zum Teil auch
recht gefährlichen Scherzen ihren Beitrag zu den Maifeierlichkeiten
zu leisten. Dabei ist in aller Deutlichkeit zu sagen, dass
herausgehobene Schachtdeckel, Hindernisse auf der Straße, Eierwürfe
oder Ähnliches keine Späße darstellen, sondern in aller Regel unter
den Begriff „Straftaten“ fallen.

Die hier verursachten
Gefahrensituationen bedürfen keiner näheren Erläuterung, denn jeder
kann sich sehr gut vorstellen was es bedeutet, über einen
Schachtdeckel zu fahren oder in eine so geschaffene Vertiefung zu
geraten. Gerade Zweiradfahrer und Fußgänger sind hier ganz besonders
gefährdet. Auch der allseits beliebte „Gartentür-Klau“ findet der
jeweilige Eigentümer ganz bestimmt nicht lustig.
„Wir wollen
niemandem das Feiern verbieten, gleichwohl werden wir konsequent
unangebrachte 1.Mai-Scherze, die häufig mit Gefahren für Leib oder
Leben einhergehen, verhindern und die Verursacher straf- oder
bußgeldrechtlich zur Verantwortung zu ziehen“, so Hans Becker,
Vizepräsident des Polizeipräsidiums Heilbronn. Leider gibt es trotz
zahlreicher Appelle an die Vernunft immer wieder Zeitgenossen, bei
denen dies keinen Zugang findet. Die Beamten der Polizeireviere im
Bereich des Heilbronner Polizeipräsidiums werden diesem Umstand
Rechnung tragen und im Rahmen ihrer Streifentätigkeit bekannte Brenn-
oder andere 1-Mai-relevante Punkte bei ihren Kontrollen
miteinbeziehen.

Beispielhaft seien hier die Maßnahmen des
Polizeireviers Eppingen genannt. In den letzten Jahren hatte es sich
gezeigt, dass es auf dem Wiesengelände des Ottilienberges, Gemarkung
Eppingen, zwischen zahlreichen Jugendlichen und Heranwachsenden, nach
entsprechend hohem Alkoholkonsum, zu körperlichen
Auseinandersetzungen gekommen und das Grundstück mit Abfall,
Flaschen und Scherben geradezu übersät war. Aus diesem Grund wird
sowohl in der Nacht zum ersten Mai, als auch am Maifeiertag selbst
eine verstärkte Präsenz der Ordnungshüter stattfinden. In diesem
Zusammenhang finden auch Jugendschutzkontrollen statt. Erfahrungen
aus der Vergangenheit machen diese Maßnahmen notwendig.

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