Bundeswehr und Familienbetreuung gehen Hand in Hand

 
 
 Walldürn. (pm) „Es ist mir wichtig, mich vor Ort zu informieren, wie es den Soldatinnen und Soldaten geht und welche Erfahrungen sie bei ihren Einsätzen im Ausland machen“, erklärte die örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Dorothee Schlegel als Gast des Logistikbataillons 461 in Walldürn. Im Gespräch mit Oberstleutnant und Bataillonskommandeur Marco Dietzmann betonte sie den notwendigen Austausch zwischen Politik und Bundeswehr und erfuhr aus erster Hand Einzelheiten über die allgemeine Akzeptanz der Bundeswehr und über Auslandseinsätze in Krisengebieten.
 „Von Bedeutung ist es, wenigstens zwei bis drei Personen ganz konkret zu kennen, die man in einen Einsatz schickt“, hob Oberstleutnant Dietzmann hervor.
 
 In einer Diskussionsrunde mit 15 Soldatinnen und Soldaten interessierte sich die Familien- und Frauenpolitikerin Schlegel insbesondere für das herausragende Angebot der Familienbetreuungsstelle (FBSt) Walldürn in der Nibelungen-Kaserne, die mit einem motivierten Team seit November 2013 tätig ist und sich als Bindeglied zwischen den Soldatinnen und Soldaten im Einsatz und ihren Angehörigen daheim versteht. Viele der Soldatinnen und Soldaten kommen aus Soldatenfamilien, durchweg war aber eine eindeutige Berufsentscheidung für die Bundeswehr und für den Dienst im Auftrag des Bundes herauszuhören. „Daher“, so die Bundespolitikerin, „ist es für mich selbstverständlich, den direkten Austausch vor Ort zu intensivieren.“
 
 Die Bundestagsabgeordnete betonte: „Es zählt nicht nur, dass wir im Bundestag über alle Auslandseinsätze wie den ISAF-Einsatz abstimmen, sondern dass eine Diskussion darüber in der Gesellschaft stattfindet.“ Schlegel dankte den Soldatinnen und Soldaten für ihren Einsatz in Deutschland bei Katastrophen und vor allem bei Auslandseinsätzen. Die Bevölkerung müsse sich bewusst und im Klaren über die stetige Schutzfunktion und -aufgabe der Bundeswehr sein.
 
 Die Gruppe diskutierte als ein zunehmend stärkeres Anliegen von Soldatinnen und Soldaten die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Dabei wurde der Einsatz von Frauen in der Bundeswehr durchweg als Bereicherung empfunden und habe sich positiv auf den Umgangston ausgewirkt. Grundsätzlich lautete der Tenor, dass es in Walldürn dank eines guten Managements und der Bereitschaft des Personals relativ reibungslos funktioniere, Familie und Beruf zu vereinbaren.
 
 Mit einem Eintrag ins Gästebuch und einer Fahrt mit schwerer Schutzweste im Dingo II, – einem gepanzerten Radfahrzeug, das u.a. in Afghanistan eingesetzt wird –, wurden noch das Materiallager und der Instandsetzungsarbeitsplatz besichtigt.
 
 Schlegel bedankte sich für den Einblick in die Arbeit des Logistikbataillons 461. Oberstleutnant Dietzmann forderte abschließend die Politik als „Arbeitgeber“ auf, stärkere Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit zu den Aufgaben der Bundeswehr zu leisten. Diese Anregung versprach Dr. Schlegel, mit nach Berlin und in die Arbeit vor Ort zu nehmen. Verabschiedet wurde sie mit einem kleinen Geschenk, das das Emblem des Logistikbataillons 461 trägt und in ihrem Berliner oder Mosbacher Büro aufgestellt wird.
 

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