Parlamentarier lernen Praxisalltag kennen

Die Bundestagsabgeordneten Nina Warken und Jens Spahn, Gesundheitsexperte der CDU, zu Gast bei Dr. Grabs in Tauberbischofsheim

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Mediziner Dr. Rainer Grabs gewährt MdB Nina Warken und MdB Jens Spahn die Arbeit eines Arztes im ländlichen Raum. (Foto: pm)

Tauberbischofsheim. (pm)  „Einblicke in der Praxis vor Ort sind für uns Politiker unverzichtbar. Auch meinem Kollegen Jens Spahn ist das sehr wichtig. Deshalb war es mir ein Anliegen, gemeinsam mit ihm die spezifischen Probleme und Sorgen einer Facharztpraxis im baden-württembergischen ländlichen Raum zu diskutieren“, so die Tauberbischofsheimer Bundestagsabgeordnete Nina Warken beim Besuch des gesundheitspolitischen Sprechers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Jens Spahn in ihrer Heimatstadt. Warken ermöglichte Spahn durch den Besuch der Praxis von Dr. Rainer Grabs einen Einblick in den Arbeitsalltag eines Facharztes auf dem Land.

Begleitet wurden sie vom JU-Vorsitzenden Maximilian Joachim und Bürgermeister Wolfgang Vockel. Dieser hatte es sich nicht nehmen lassen, den prominenten Gast zuvor im Rathaus offiziell zu begrüßen.

Dr. Rainer Grabs, Internist und Sprecher des MEDI-Verbundes Main-Tauber, erläuterte den Gästen Praxisabläufe und berichtete über die Situation der Fachärzte in Tauberbischofsheim. Derzeit sei sie noch durchaus zufriedenstellend, dennoch drohe aufgrund der Überalterung in den kommenden Jahren ein Fachärztemangel in der Region. Sorgen bereiteten ihm zudem der erhebliche bürokratische Aufwand sowie einige Aspekte des neuen Versorgungsstärkungsgesetzes. Besondere Bedenken äußerte er gegenüber der Einrichtung Medizinischer Versorgungszentren (MVZ).

Spahn erläuterte, mit den MVZ wolle man in erster Linie dem sich abzeichnenden Ärztemangel entgegentreten. „Allerdings kann kein Praxisaufkauf ohne ausdrückliche Zustimmung der Kassenärztlichen Vereinigung durchgesetzt werden“, betonte er.

Zudem müsse sich mit Blick auf eine gezielte Nachwuchsförderung bei den Ärzten die Ausbildung noch mehr an der Praxis und am tatsächlichen Bedarf orientieren. „Am Ende sollen schwerpunktmäßig diejenigen ausgebildet werden, die den Arztberuf auch hier in Deutschland ausüben wollen.“ Mit den Ländern stehe man dazu in Verhandlungen, so Spahn.

Zum Abschluss dankte Warken ihrem Kollegen Spahn für seinen Besuch. Gastgeber Dr. Grabs überreichte beiden Politikern als symbolisches Geschenk einen Gutschein über einen fachärztlichen „Turbo-Termin“. 

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Die Politiker im Kreis des Praxisteams. (Foto: pm)

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