Energiepflanzen-Geschenkkorb für den Bundesminister“

Energiepflanzen Geschenkkorb für Minister

Unser Bild zeigt von links: MdB Alois Gerig, Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, H-O-T Geschäftsführer Sebastian Damm und der Vorsitzende des Bundesverbandes Bioenergie (BBE) Helmut Lamp. (Foto: pm)

Berlin. (pm) Die Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber (H-O-T) gehört nach wie vor zu den erfolgreichsten Modellregionen in Deutschland. Vor sechs Jahren wurde sie gemeinsam vom Hohenlohekreis, dem Neckar-Odenwald-Kreis und dem Main-Tauber-Kreis aus der Taufe gehoben. Durch die gute Reputation ist man mittlerweile auch in Berlin ein gefragter Gesprächspartner. So auch beim Parlamentarischen Abend des Bundesverbandes Bioenergie (BBE) in der vergangenen Woche.

H-O-T Geschäftsführer Sebastian Damm und H-O-T Aufsichtsratsmitglied Alois Gerig MdB nutzen diese Gelegenheit, um dem Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt eine Einladung in die H-O-T Region persönlich zu übergeben. Mit der Einladung verbunden war auch ein kleiner „Blumengruß“ aus Unterbalbach (Main-Tauber-Kreis). Dabei handelt es sich, wie könnte es auch anders sein, um eine Schale mit der Energiepflanze „Durchwachsene Silphie“.

Aufgezogen wurden die Setzlinge in der Gärtnerei und Energiepflanzenschmiede von Dr. Richard Schreiber, der sich seit dem Start der H-O-T mit der Kultivierung der Pflanze beschäftigt und mit dessen Hilfe es gelungen ist, in der H-O-T Region Anbauversuche mit mehreren Hektar Fläche anzulegen. Darunter ist auch der erste bundesweite Praxis-Großversuch zum Anbau der „Durchwachsenen Silphie“.

Die „Durchwachsene Silphie“ ist ein Korbblütler und kommt bei der Biogasproduktion zum Einsatz. Sie ist nach bisherigen Erkenntnissen ideal geeignet, um den Energiemais ökologisch zu ergänzen. Außerdem eignet sich die „Durchwachsene Silphie ideal als Bienenweide, was mittlerweile viele Imker in der Region sehr schätzen. Minister Schmidt nahm die Silphie-Pflänzchen dankend entgegen und verriet, dass in seinem heimischen Garten auch schon der Nachwachsende Rohstoff „Miscanthus Giganteus“ (Chinaschilf) steht.

Die Bundesförderung für die Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber läuft im August aus. „Wir wollen dem Bundesminister jetzt zeigen, was mit den Fördergeldern seines Hauses in unserer Region alles auf den Weg gebracht wurde“, so H-O-T Geschäftsführer Sebastian Damm. Dafür will die Bioenergie-Region am 16. Juli zu einem Abschlusskongress ins Merchinger Schloss (Neckar-Odenwald-Kreis) einladen.

Mit dem Abschlusskongress stellt H-O-T aber keineswegs die Arbeit ein. „Weder die Idee der H-O-T und schon gar nicht die erfolgreiche H-OT-Region werden durch das Ende der Bundesförderung von der Landkarte verschwinden“, unterstreicht H-O-T Geschäftsführer Sebastian Damm. Derzeit werde an einer Organisationsstruktur gearbeitet, die auch weiterhin eine erfolgreiche Arbeit in der Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber garantiert.

Seit 2009 sind die Landkreise Hohenlohe, Neckar-Odenwald und Main-Tauber eine der bundesweit ausgezeichneten Modellregionen zur Umsetzung von nachhaltigen, regionalen Bioenergiestrategien. Für die gemeinsame Zusammenarbeit wurde die Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber GmbH mit Sitz in Buchen gegründet. Durch die Einrichtung von Regionalbüros in Öhringen und Tauberbischofsheim war jederzeit die Präsenz in der kompletten Region gewährleistet. 2012 hatte sich die Metropolregion Rhein-Neckar dem Erfolgsmodell angeschlossen, so dass aktuell Kommunen von Landau in der Pfalz bis Creglingen an der bayerischen Landesgrenze von dem Modellprojekt und der unabhängigen Beratung profitieren.

In den letzten sechs Jahren sind insgesamt über 700.000 Euro an Bundesfördermitteln in die Region geflossen. Das Geld war ausdrücklich an den gezielten Aufbau von Netzwerk- und Kommunikationsstrukturen gebunden. Der Plan ging auf, durch die gezielte Öffentlichkeitsarbeit konnten die Menschen sowie Städte und Gemeinden für Investitionen in eine Energiewende mit außergewöhnlich hoher regionaler Wertschöpfung gewonnen werden. H-O-T kann mit Stolz auf über 40 entwickelte Projekte in der Region verweisen. So haben sich beispielsweise elf Ortschaften auf den Weg zum Bioenergiedorf gemacht, zahlreiche Kommunen in allen drei Landkreisen haben sich von H-O-T energetisch beraten lassen. Auch die Beratung von landwirtschaftlichen Betrieben blieb nicht ohne Erfolg, entstanden sind über 100 innovative Anbauprojekte mit insgesamt 80 Hektar Fläche für Nachwachsende Rohstoffe. Dazu gehören unter anderem die Energiepflanze Durchwachsene Silphie, schnellwachsende Hölzer wie Pappeln und Weiden, oder Wildpflanzenmischungen. Außerdem wurden wissenschaftliche Kooperationen mit dem Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) und der Universität Hohenheim auf dem Weg gebracht.

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