Fackellauf am Geburtsort des Roten Kreuzes

Mitglieder des DRK Buchen Teil der Delegation des DRK Landesverbandes Baden-Württemberg
  Solferino. (ots) Der Fackellauf (ital. Fiaccolata) in Solferino – ein besonderes Erlebnis für jeden Rotkreuzler. Auch Christina Graseck und Dominic Burger, beide Mitglieder im DRK Kreisverband Buchen, waren dieses Jahr bei diesem einzigartigen zehn Kilometer langen Fackellauf am Geburtsort der Rotkreuzidee dabei.
 
 Der Schweizer Geschäftsmann Henry Dunant war von der Grausamkeit der Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859 und den hilflosen Soldaten so entsetzt, dass er sich entschloss, das Rote Kreuz zu gründen. Die Idee: Auf einer Basis von Neutralität und Freiwilligkeit sollten in allen Ländern Hilfsorganisationen gegründet werden, die sich im Fall einer Schlacht um die Verwundeten kümmern würden. Diese Idee hat sich bis heute durchgesetzt. Hunderttausende Freiwillige leben den Gedanken Dunants heute weiter.
 
 Zum Gedenken an die Schlacht von Solferino findet jährlich am letzten Juni-Samstag die Fiaccolata statt, bei welcher Tausende von Rot-Kreuz-Helfern bei Einbruch der Dämmerung mit Fackeln von Solferino nach Castiglione delle Stiviere ziehen.
 
 Organisiert wurde die Fahrt DRK-Landesverband. Insgesamt 70 Rotkreuzler aus ganz Baden-Württemberg machten sich in Busse auf den Weg nach Solferino. Mit dabei eine Mischung aus Jung und Alt. Allem war gemeinsam, das ehrenamtliche Engagement für das DRK.
 
 Einen Tag des dreitägigen Aufenthalts nutzen die Rotkreuzler um verschiedene Gedenkstellen und Museen rund um das Rote Kreuz zu besuchen. Außerdem wurden historische Stätten in der Lombardei besucht, um vor dem Rotkreuzdenkmal für ein Gruppenfoto zu posieren. Im Gebeinhaus von Solferino erfuhren die Teilnehmer die Grausamkeiten eines Krieges hautnah.
 
 Jedoch war der Fackellauf am Samstagabend der Höhepunkt der Reise. Hierfür waren abertausend Menschen versammelt mit denen die beiden Buchener auf italienisch, englisch, französisch oder auch mit Händen und Füßen in Kontakt kamen. Enorm war das Gefühl der Verbundenheit, die durch das gemeinsame Wirken zugunsten des Roten Kreuzes. Die zahlreichen Begegnungen mit Gleichgesinnten im Vorfeld sowie während des Umzuges bleiben für Christina Graseck und Dominic Burger unvergesslich.
 
 Eine ganz besondere Ehre wurde den beiden DRK-Mitgliedern aus Buchen dann auch noch zuteil. Kurz vor dem Start erfuhren sie, dass sie den Fackelzug anführen sollten. Dabei trugen sie die Flagge der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung sowie die Plakate mit den sieben DRK-Grundsätzen „“Menschlichkeit“, „Unparteilichkeit“, „Neutralität“, „Unabhängigkeit“, „Freiwilligkeit“, „Einheit“ und „Universalität“. Ein Erlebnis und eine Ehre, die einem Rotkreuzler höchstens einmal im Leben ereilt.
 
 Am Sonntag ging es müde und mit schmerzenden Füßen jedoch mit vielen Eindrücken wieder zurück nach Deutschland. Es war beeindruckend, woher die Teilnehmer kam.
 
 Man traf Asiaten, Afrikaner, Amerikaner, Europäer – und war sich einig, dass „wir alle das Rote Kreuz bzw. der Rote Halbmond sind. Es fühlte sich an wie ein großes Familientreffen. Außerdem spürten wir, dass die Idee Henry Dunants lebt – und uns alle verbindet“, zeigten sich Christina Graseck und Dominic Burger beeindruckt.
 


Die Delegation des DRK Landesverbandes Baden-Württemberg (Foto: Wolfgang Haalboom)

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