Seckach: Siedlerbund ohne Vorstand

Ehemaliger Vorsitzender Michael Scherer hält Fortbestand für gescheitert – Siebenköpfiges Team auf Vorstandssuche – Verbandsvertreterin ruft Unmut hervor

Seckach. (lm) Zwar hatte das Gros der anwesenden Siedler im Vorfeld schlimmste Befürchtungen um den Fortbestand des Seckacher Ortsverbands „Wohneigentum“ gehegt, doch eigentlich zeigte der Verlauf der Jahreshauptversammlung, dass der Zusammenhalt noch immer außerordentlich erfreulich ist.

Im Beisein von Landesverbandsvertreterin Lydia Klosowski, Bürgermeister Thomas Ludwig sowie einer erfreulichen Anzahl Vereinsmitglieder berichtete Gemeinschaftsleiter Michael Scherer über die Aktivitäten im Berichtsjahr. Man habe zwei Vorstandssitzungen und eine sehr gut angenommene Jungpflanzenbörse durchgeführt. Die Beteiligung am Sommerferienprogramm sei ebenfalls wieder überwältigend gewesen.

Aus der Statistik berichtete Scherer, dass der Ortsverein derzeit auf 113 Vollmitglieder und fünf fördernde stolz sein könne. Dennoch sah er sein Bestreben, den Verein gesellschaftlich und finanziell zukunftsfähig zu gestalten als gescheitert, weshalb er – auch aus gesundheitlichen Gründen – nicht mehr zur Wahl stehe und die Versammlung nach den Regularien verließ.

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Gerätewart Ottmar Hornung vermeldete, dass von den vereinseigenen Geräten der Mäher 15 Stunden und der Fräser fünf Stunden von sieben Mitgliedern genutzt worden seien. Allgemein sei die Gerätenutzung jedoch weiter zurückgegangen, sodass man den Verleih in absehbarer Zeit wohl auch einstellen könne.

Zu dem durchaus noch positiven Kassenbericht von Michael Schäfer hatten die Kassenprüfer Claudia Bauer und Michael Schüßler keinerlei Beanstandungen zu vermelden. Daher fiel die Entlastung seitens der Mitglieder für Kasse und Vorstandschaft – auch als Dank für die geleistete Arbeit – auf Antrag von Bürgermeister Thomas Ludwig auch einstimmig aus.

Da sich bis auf den 1. Vorsitzenden fast alle Vorstandsmitglieder bereit erklärt hatten, ihr Amt weiter auszuüben, die Leitfigur jedoch unverzichtbar für eine komplette und dauerhaft funktionierende Vereinsführung ist, musste man neue Wege gehen.

Der Meinung von Lydia Klosowski, dass der 1. Vorsitzende doch gar nicht so viel zu tun habe und selbst bestimmen könne, wie aktiv er sich in die Führungsebene einbringe, stieß auf wenig Gegenliebe.

Die Insider waren eher der Meinung, dass es nicht darum gehe, den Verein mit aller Gewalt am Eingehen zu hindern, sondern ihn vorwärts zu bringen und den Mitgliedern seine Daseinsberechtigung deutlich zu machen. Dies gelang nach durchaus fruchtbaren Diskussionen unter Leitung von Thomas Ludwig und man einigte sich einvernehmlich.

Otto Schmutz, Franz Brand, Louisa Pols, Gertrud Scheuermann, Torsten Nehring, Michael Schäfer und Bernhard Aumüller werden als Team den Seckacher „Verband Wohneigentum“ – ehemals Siedlerbund – übergangsweise für maximal ein Jahr weiterführen und sich bemühen, eine neue Vorstandschaft auf die Beine zu stellen, die den Verein auf sicheren Bahnen in die Zukunft führen kann oder wie es Bürgermeister Ludwig ausdrückte „ … nach Können und Vermögen alle Aktivitäten durchzuführen, die sie glauben, bewältigen zu können und die Vorstandswahlen vorzubereiten.“

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