Spatenstich für neues Wohn-Pflegeheim

Zum ersten Spatenstich anlässlich des Neubaus eines Pflege- und Wohnheimes der Johannes-Diakonie an ihrem Standort Schwarzach legten Vertreter von Bund, Land, Landkreis, Gemeinde und der Johannes-Diakonie Hand an. (Foto: Walter)

Neubau der Johannes-Diakonie sichert Wohn- und Lebensqualität für Menschen mit Behinderung

Schwarzach. (mw) Während viele Schmetterlinge derzeit in südliche Gefilde fliegen, hat ein so genannter Schmetterlingsbau seinen festen Standort über alle künftigen Wechsel der Jahreszeiten hinweg gefunden: Für ein neues Wohn-Pflegeheim der Johannes-Diakonie wurde jetzt der symbolische Akt des Spatenstichs auf dem Areal zwischen dem Standort Schwarzacher Hof und der Gemeinde vollzogen. Es ersetzt bisherige Wohnräume, die der neuen Landesheimbauverordnung nicht mehr entsprechen. Deshalb wird ab Anfang 2020 hier ein Wohnangebot für 48 Menschen mit Behinderung und pflegerischem Bedarf bereitgehalten. Hinzu kommen 18 Plätze im tagesstrukturierenden Angebot. Die Kosten für den Neubau betragen rund 9 Millionen Euro.

Werbung

Obwohl die Johannes-Diakonie den „Schmetterlingsbau“ unabhängig von einer Landesförderung in Eigenregie errichtet, betonte Jörg Huber in der Eröffnung des Grußwortreigens gleichfalls im Namen seines Vorstandskollegen Dr. Hanns-Lothar Förschler: „Dass dieses Gebäude gebaut werden kann, dafür haben sich viele Menschen eingesetzt.“ Unterstützung habe es vor allem von Seiten des Landkreises und der Gemeinde Schwarzach gegeben.

Bundestagsabgeordneter Alois Gerig sah in der Wahl des Standortes einen wichtigen Beitrag der Johannes-Diakonie für die ländliche Umgebung und ein starkes Signal an die Menschen, die auf dem Schwarzacher Hof leben und arbeiten. Nicht nur ein „schönes Gelände“ war es für Dr. Björn-Christian Kleih, Erster Landesbeamter des Neckar-Odenwaldes, der zudem die besten Wünsche des Landrats Dr. Achim Brötel und der Sozialdezernentin Renate Körber übermittelte. Für Kleih war es ebenso eine sinnvolle Standortwahl: Bewohner des Schwarzacher Hofes könnten ihr gesetzliches Wunsch- und Wahlrecht ausüben und hier wohnen bleiben.

Ein Bekenntnis zur Gemeinde und einen sichtbaren Ausdruck gemeinsamer Ziele der Johannes-Diakonie und Schwarzachs sah Bürgermeister Mathias Haas in dem Bauprojekt. Seinen Dank sprach er dem Gemeinderat aus. Professor Gerhard Bosch vom Architekturbüro Herrmann und Bosch wies auf Synergieeffekte hin, die Erfahrungs- und Kostenvorteile böten – an ihrem Komplexstandort in Mosbach baut die Johannes-Diakonie das gleiche Gebäude. Dort stehe bereits „die Rohfassung“. Bald werde sich auch in Schwarzach ein neues Haus harmonisch in die Landschaft einfügen und mit lichten Räumen sowie umliegenden Bewegungsflächen eine hohe Wohn- und Lebensqualität ermöglichen.

Dass es am Ende „so schön wird, wie der heutige Tag“, wünschte Natalie Zwanziger vom Bewohnerbeirat an diesem warmen Sonnentag. Dass der Neubau zwingend erforderlich sei, hob Manfred Amend, Geschäftsbereichsleiter Wohnen der Johannes-Diakonie, noch einmal abschließend hervor. Mit diesem würden die Wohn- und Lebensbedingungen den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderung zeitgemäß angepasst.

„Komm bau ein Haus, das uns beschützt“ war eines der Lieder der „Band of Mountain School“, das von Rednern wiederholt aufgegriffen und von Gästen mit viel Applaus bedacht wurde. Dass zu Gemeinschaft des neuen Hauses Gott gehöre, daran hatte Diakon Joachim Szendzielorz in der Eröffnungsandacht erinnert. Im Bewusstsein zu behalten, für was und für wen dieses Haus gebaut wird, wünschte sich Pfarrerin Erika Knappmann.

© www.NOKZEIT.de


Werbeanzeigen

Artikel empfehlen:

1 Kommentar

  1. Hey,
    also alles eigenfinanziert! ich halte das grundsätzlich für eine gut Sache es bleibt ja nichts anders übrig wenn man die Vorschriften umsetzen will. Man stellt sich nur mal vor über wie viel Geld die Organisation verfügt! Also ich habe nichts dagegen wen die drei mal so viel
    Geld einstreichen wie sie für die Betreuungen aufwenden. Nur zwei Sachen das geht dann natürlich nicht, erstens darf man den betroffen nicht immer sagen es währe kein Geld da wenn mal was außer der reihe veranlasst werden soll. Das zweite ist natürlich wesentlich dramatischer wenn man die Menschen par tu nicht auf ein selbständiges leben vorbereiten möchte „weil Widerspruch; Behinderter Weg Geld für Behinderten Weg!“
    Natürlich weiß ich das das nicht bei allen geht! Ich bin ja nicht auf der Suppe daher geschwommen. Klar irgendwann ist es dann zu spät dann kommt man dann nicht mehr raus, Zeitplan gibt’s da nicht aber es gibt Menschen die das nicht wissen wie schon das ist wenn man unabhängig lebt, also frei.
    Gruß Peter Ertl

Kommentare sind deaktiviert.