Ausbau der Neckarschleusen

_ Hirschhorn von oben – rechts sieht man die Schleuse. (Foto: Archiv/WSV)

2,5 Milliarden Euro gegen den Verkehrskollaps

Buchen.  (pm) In das Thema der dringend erforderlichen Sanierung und des Ausbaus der Neckarschleusen kommt wieder Bewegung. Das berichtete Klaus Michels, Leiter des Amts für Neckarausbau Heidelberg, vergangene Woche dem Ausschuss für Wirtschaft, Umwelt und Verkehr bei einer Sitzung in Buchen. „Nachdem sich jahrelang nichts oder nicht viel getan hatte, wird das Jahrhundertprojekt jetzt erfreulicherweise umgesetzt“, führte Landrat Dr. Achim Brötel ein. Zugleich unterstrich Brötel die enorm wichtige verkehrliche Bedeutung des Neckars: „Der Neckar muss eine zukunftsfähige Wasserstraße bleiben. Anderenfalls droht schlichtweg ein Verkehrskollaps auf den Autobahnen und Bundesstraßen der Region.“

Hier setzte auch Michels an. „Im Vergleich mit anderen Verkehrsträgern hat das Binnenschiff einfach den geringsten Energieverbrauch, ist am sichersten, am umweltfreundlichsten und auch am wirtschaftlichsten“, so der Amtschef. Allerdings sei der Neckar für den Güterverkehr zunehmend unattraktiver geworden, da die Schleusenkammern für die nun bis zu 135 Meter langen Schiffe zu kurz seien. Dies habe zu einem Rückgang der transportierten Tonnage von insgesamt 14,3 Millionen Tonnen (1970) auf mittlerweile gerade noch rund 5,4 Millionen Tonnen (2017) geführt. Es sei davon auszugehen, dass sich ein nicht unerheblicher Teil dieser Verkehrsströme auf die Straße verlagert habe. Mit der geplanten Verlängerung der Schleusenkammern könnte deshalb ein wichtiger Beitrag zur Entlastung der Straßen geleistet werden. Denn ein 135-Meter-Schiff könne die Transportmenge von 130 LKWs aufnehmen.

Anschließend verdeutliche Michels mit Fotos eindrücklich den enormen Aufwand einer Schleusensanierung und -verlängerung. Auch hier sei es zunehmend schwieriger, Fachfirmen zu finden. Ziel ist es, alle 27 Schleusen zwischen Mannheim und Plochingen so auszubauen, dass auch die langen Binnenschiffe diese problemlos nutzen können. Nach aktuellem Zeitplan gehe man davon aus, so Michels weiter, dass dieses Großprojekt im Jahr 2050 abgeschlossen sein werde. Denn es müssten dabei nicht nur die Schleusen selbst, sondern auch Wehre und Hochwassersperrtore instandgesetzt werden. Ebenso werde man durch den Bau von Fischaufstiegsanlangen die Eingriffe ökologisch abfedern. Das Gesamtinvestitionsvolumen liege bei 2,5 Milliarden Euro.

Die Kreisrätinnen und Kreisräte nahmen den Bericht mit großem Interesse zur Kenntnis und waren sich einig, dass dieses Projekt in vielerlei Hinsicht auch konkret vor Ort wichtig sei und langfristig positive Auswirkungen auf den Verkehr zeigen werde. Deshalb forderten sie wie vorgeschlagen den Bund auf, die Realisierung der dringend erforderlichen Sanierung, des Ausbaus und der Verlängerung der Neckarschleusen mit Nachdruck weiterzuverfolgen. Der Landrat dankte abschließend Michels für die umfassenden Informationen aus erster Hand.

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