Diakon mit Leib und Seele feiert 85.

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(Foto: Liane Merkle)
Seckach.  (lm)  Wenngleich er nicht mehr ganz so viele Gottesdienste und Beerdigungen und Eheschließungen nur noch auf ausdrücklichen Wunsch abhält, so ist er immer noch Diakon mit Leib und Seele. Die Rede ist von Joseph Depta, der am heutigen Donnerstag unter sicherlich zahlreichen Gratulationen seinen 85. Geburtstag feiert.

Nach über 20 Jahren im Dienste der Krankenhausseelsorge, der zeitweiligen Begleitung des Besuchsdienstkreises, der Mitarbeit in der Pfarrei St. Kilian in Osterburken, der seelsorgerischen Betreuung von fünf Seniorenheimen, Krankenbesuche- und Kommunion sowie Predigtdiensten u.v.m. widmet sich der Jubilar heute mehr seinen gärtnerischen Aktivitäten rund um seine vier großen und gut bestückten Gewächshäuser. Im eigenen Garten überwintert er so u.a. 800 Geranien, darunter echte Raritäten aus dem Jahr 1953, und baut Gemüse an.

Joseph Franz Adolf Depta erblickte als Sohn des oberschlesischen Gartenbauinspektors und Betriebsleiters Alfred Depta und dessen Ehefrau Anna-Maria am 14. Mai 1935 in Weeze (Niederrhein) das Licht der Welt. Nach der Schulzeit – zuletzt im Internat St. Benedikt in Kornelimünster bei Aachen trat er in die Fußspuren des Vaters und absolvierte sein erstes Gärtnerlehrjahr unter dessen Obhut in der Gräflich von Loeschen Gartenverwaltung von Schloss Wissen bevor er seine Lehrzeit in der Rheinischen Lehr- und Versuchsanstalt für Gemüse-, Obst- und Gartenbau in Straelen abschloss, wo er später auch mit einem Meisterlehrgang die höhere Fachschulreife erlangte.

Ständige Weiterbildung neben der Arbeit in den Obstplantagen, Baum- und Rosenschulen Wilhelm Ley in Meckenheim bei Bonn und später in seinem einstigen Lehrbetrieb im Schloss Wissen waren ihm ebenso wichtig wie seine Tätigkeit als Gruppenleiter bei den Pfadfindern und die Mitarbeit in der katholischen Landjugend. Bereits 1964 bereitete er sich dann mit dem Besuch der Deutschen Landjugendakademie Klausenhof in Dingden/Westfalen auf seine mehrjährige Tätigkeit in den Entwicklungsländern Zimbabwe und nach seiner Eheschließung mit Rita Pröll im Juni 1968 mit ihr zusammen bis 1976 in Malawi vor.

Während sein Schwerpunkt damals auf Gemüse- und Obstbau sowie Forstbaumschulen, Ackerbau und Viehzucht, Zugochsentraining, Geflügelhaltung und Forstwirtschaft lag, engagierte sich seine Frau als Meisterin der Hauswirtschaft und Erziehung mit Erfahrung als Leiterin einer Krankenschwesternschule nun als Heimleiterin einer solchen Einrichtung. Ob als ehrenamtliche Gartenbauberater, für die Kranken, Schwachen, Behinderten oder Alten und natürlich im Gottesdienst. Sie halfen, wo sie gebraucht wurden. Und dann führte den Jubilar während eines Deutschlandurlaubs 1972 der Weg über Diakon Hannes Kramer zum Besuch eines internationalen Gemeinwesenkurses erstmals in Richtung Diakonat.

Zurück in Deutschland wurde das Paar heimisch im Kinder- und Jugenddorf Klinge, wo Joseph Depta als Gartengestalter sein ganzes Wissen um den besonderen „grünen Daumen“ in den gesamten Außenanlagen einbringen konnte. Gleichzeitig wurde er als Lektor und Kommunionhelfer in der Dorfkirche beauftragt und in den Pfarrgemeinderat gewählt. Etliche theologische und diakonische Weiterbildungen folgten bis er 1983 zum ständigen Diakon geweiht wurde. Inzwischen hatte sich das Paar entschieden, in Seckach zu bleiben und hier ein Eigenheim zu bauen.

Den zahlreichen Glück- und Segenswünschen schließt sich NOKZEIT gerne an.

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