Gute Zusammenarbeit von Kreis und Kirchen

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Beim Antrittsgespräch zwischen der neuen Wertheimer Dekanin Wibke Klomp, dem Ersten Landesbeamten Christoph Schauder sowie Sozialdezernentin Elisabeth Krug (von links) wurde der aktuelle Familienbericht des Main-Tauber-Kreises überreicht. (Foto: pm)

Neue Wertheimer Dekanin Wibke Klomp zum Antrittsbesuch im Landratsamt

(pm) Die neue Dekanin des evangelischen Kirchenbezirks Wertheim, Wibke Klomp, war zu einem Antrittsbesuch im Landratsamt Main-Tauber-Kreis zu Gast. Dort wurde sie vom Ersten Landesbeamten Christoph Schauder sowie Gesundheits- und Sozialdezernentin Elisabeth Krug empfangen. Schauder sicherte eine weiterhin sehr gute Zusammenarbeit zwischen Kreis und Kirchen zu. „Die Zusammenarbeit mit den Kirchen ist uns unglaublich wichtig“, sagte Schauder.

Erster Landesbeamter Schauder und Dekanin Klomp stellten Gemeinsamkeiten ihrer Lebenswege fest, denn beide haben „das Land beruflich vom Süden bis in den Nordosten durchquert“, fasste Schauder zusammen. Er selbst war nach dem Studium in Heidelberg zunächst beim Landratsamt Bodenseekreis, dann beim Regierungspräsidium Stuttgart und später beim Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis tätig, bevor er im Jahr 2019 zum stellvertretenden Landrat des Main-Tauber-Kreises ernannt wurde.

Wibke Klomp wuchs in Bremerhaven auf und studierte in Hannover, Bethel, Freiburg, Basel und ebenfalls Heidelberg. Sie war im Rahmen eines Sondervikariats Seelsorge in Emmendingen, als Pfarrvikarin im badischen Mühlheim, als Pfarrerin in Waldkirch und zuletzt als Pfarrerin und stellvertretende Dekanin in Walldorf tätig. Sie ist ihrem Ehemann, dem Kirchenmusiker Professor Carsten Klomp, von Bremerhaven nach Freiburg gefolgt. Nun ist er im Gegenzug mit seiner Ehefrau nach Wertheim gezogen. Von dort pendelt er zur Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg, an der er tätig ist. „Wir freuen uns in Wertheim zu sein, hier zu leben und bringen uns gerne ein“, sagte Wibke Klomp.

Im Rahmen ihres Studiums widmete sich Wibke Klomp vier Semester lang der katholischen Dogmatik, denn „mir ist wichtig, dass man voneinander weiß“, sagte sie. In diesem Zusammenhang machte Erster Landesbeamter Schauder deutlich, dass er ein großer Anhänger der Ökumene sei: „In aufgeregten Zeiten kommen wir nur gemeinsam voran“, erklärte er.

Die aktuelle Corona-Situation war eines der Themen des Gesprächs. Erster Landesbeamter Schauder zeigte sich überzeugt, dass die Kirchen die Hygienekonzepte sehr gut umsetzen, so dass ein Gottesdienstbesuch ohne größere Infektionsgefahr möglich sei. Dekanin Klomp bezeichnete es als persönliches Anliegen, bei der Umsetzung der Hygienevorgaben mit Verantwortung voranzugehen. Auch die Aussetzung des Abendmahls in der gewohnten Form aus Gründen des Infektionsschutzes trage sie mit: „Unser Glaube ist größer als der Vollzug“, fasste sie zusammen. Insgesamt sehe sie die Pandemie auch als Chance, sich neu zu ordnen, Prioritäten anders zu setzen und zu überlegen, was wirklich wichtig ist. Die Kirchen seien von Corona auch finanziell hart getroffen. „Dies müssen wir jedoch ohne Verluste für die Menschen auffangen.“

Sozialdezernentin Krug wies darauf hin, dass die Arbeit der kirchlichen Gruppen, Arbeitskreise sowie Helferinnen und Helfer – beispielsweise in der Flüchtlingsbetreuung – weiterhin enorm wichtig seien und auch in der aktuellen Krise gebraucht würden. In diesem Zusammenhang wurde der Dekanin der Familienbericht 2019 des Landkreises überreicht.

Erster Landesbeamter Schauder stellte fest, dass er die Landkreisverwaltung vorwiegend als Dienstleister sehe: „Das klassische Über-Unterordnungsverhältnis gibt es nicht mehr, vielmehr muss eine moderne Verwaltung ihr Handeln gut erklären. Wenn dies frühzeitig geschieht, kann in vielen Situationen Druck aus dem Kessel genommen werden.“ Der Main-Tauber-Kreis habe viele Vorteile, beispielsweise durch seine geografisch günstige Lage. Diese müssten entsprechend herausgestellt werden.

„Infolge der Corona-Pandemie wird beispielsweise der Inlandstourismus einen neuen, noch höheren Stellenwert bekommen“, sagte er. Auch die Arbeitswelt werde sich verändern, mit einem weit größeren Anteil an Homeoffice-Tätigkeiten. „Dies wird das ‚Wohnen im Grünen‘ erleichtern, so dass der ländliche Raum mit Sicherheit profitieren wird.“

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