Naturparkmarkt zu 500 Jahren Marktrecht

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Manuela König (2.v.re.) führte MdB i.R. Alois Gerig (li.), Landrat Dr. Achim Brötel (2.v.li.), Bürgermeister Markus Haas (3.v.re.) und Naturparkgeschäftsführer Paul Simes (3.v.li.) über den Naturparkmarkt in Strümpfelbrunn. Auch die Verkostung des Winterhauch-Whiskys durfte dabei nicht fehlen. (Foto: Hofherr)
Strümpfelbrunn. Ein klein bisschen Normalität erlebten am Sonntag die Besucher und die Standbetreiber auf dem ersten und einzigen Naturparkmarkt in diesem Jahr in der Alten Markstraße rund um das Waldbrunner Rathaus in Strümpfelbrunn. Da auch das Wetter mitspielte und der goldene Oktober mit strahlend blauem Himmel und viel Sonnenschein seinem Namen alle Ehre machte, war es eine rundum gelungene Veranstaltung.

Nachdem sich im Verlauf der Sommermonate eine Entspannung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie abzeichnete, frage Manuela König, von Quercus – Büro für Wald und Umwelt, bei Waldbrunns Bürgermeister Markus Haas nach, ob man sich am Katzenbuckel zutraue, innerhalb weniger Wochen den dritten Naturparkmarkt auf dem Winterhauch zu organisieren. Nach kurzer Bedenkzeit und Rücksprache mit Bauhof, Gemeindeverwaltung und Tourismusbüro sei man dann bereit gewesen, die Veranstaltung zu schultern.

Da man in diesem Jahr ursprünglich 500 Jahre Marktrecht Strümpfelbrunn feiern wollte, beschloss man jedoch, den Naturparkmarkt in diesem Jahr nicht rund um den Kurpark in Mülben, sondern in der Alten Marktstraße rund um das Waldbrunner Rathaus zu feiern. Auch Ortsvorsteher Lothar Reinhard war von der Idee begeistert und brachte sich gemeinsam mit dem Ortschaftsrat und der örtlichen Feuerwehr in die Vorbereitungen ein.

Manuela König war es bis am Sonntag dann gelungen, 44 Marktbeschicker zu motivieren, die eine vielfältige Auswahl an Produkten mit der Auszeichnung „Made in Naturpark NeckartalOdenwald“ präsentierten. Einzige coronabedingte Einschränkung war die Maskenpflicht auf dem Marktgelände.

Zur offiziellen Eröffnung, die von den Jagdhornbläsern des Hegerings 3 musikalisch umrahmt wurde, begrüßte Gemeindeoberhaupt Markus Haas neben dem langjährigen Bundestagsabgeordneten Alois Gerig, auch den Vorsitzenden des Naturparks Neckartal-Odenwald, Landrat Dr. Achim Brötel, den neuen Naturpark-Geschäftsführer Paul Simes, zahlreiche Bürgermeister-Kollegen, Kreis-, Gemeinde- und Ortschaftsräte in Strümpfelbrunn.

Mit dem Naturparkmarkt habe man somit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, nämlich den ersten Markt seit Beginn der Pandemie und das Jubiläum zum 500-jährigen Marktrecht auf dem Winterhauch gefeiert. Wie bedeutsam die Verleihung dieses Rechts im Jahr 1521 auf dem Reichstag in Worms gewesen sei, könne man auch daran erkennen, dass auf dem Gebiet des heutigen Neckar-Odenwald-Kreises lediglich 12 Ortschaften über ein solches Privileg verfügten. Dadurch sei die zentralörtliche Bedeutung von Strümpfelbrunn erkennbar, führte Markus Haas aus.

Auch Landrat Dr. Achim Brötel und MdB i.R. Alois Gerig freuten sich über den ersten Naturparkmarkt seit fast zwei Jahren. Dass man mit Strümpfelbrunn den richtigen Veranstaltungsort gewählt habe, zeige die enorme Anzahl an Besuchern, lobte Brötel die Veranstaltergemeinde. Alois Gerig hob hervor, dass man mit der Eröffnung des Markts einen Schritt in Richtung der lange vermissten Normalität gegangen sei.

Beim anschließenden Rundgang über das Marktgelände konnten sich die Ehrengäste selbst von Qualität, Frische und Vielfalt der Erzeugnisse im Naturpark Neckartal-Odenwald überzeugen. Besonders überzeugend war der Winterhauch-Whiskey der Berberischen Rosenbrennerei Einbach, aber auch der ersten Bio-Honig der Imkerei Willared aus Hardheim. Darüber hinaus informierten sich die Politiker über das Konzept der Solidarischen Landwirtschaft des Biohofs Scheurig aus Robern, über den derzeit 100 Familien ihr regional angebautes Gemüse beziehen. Derzeit haben man noch Kapazitäten für zehn weitere Kunden, erfuhren die Besucher.

Auch an vielen anderen Ständen gab es schmackhafte und gesunde Lebensmitteln aus der Naturparkregion sowie handwerklich gefertigten Waren zu entdecken. Außerdem standen alle Marktbeschicker gerne zu Gesprächen rund um ihre Produkte bereit.

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