Weg vom Bildschirm:

Upcycling als Hobby entdecken

Durch die Corona-Pandemie ist die Bildschirmnutzung in allen Generationen weiter gestiegen. Dabei gibt es viele Hobbies jenseits von Computer und Smartphone, die sich lohnen – zum Beispiel das kreative Basteln.

Papier, Schere und Stempel statt Smartphone

Die Zahl erschreckt zunächst: Seit Beginn der Corona-Pandemie ist die tägliche Bildschirmzeit in Deutschland von acht auf zehn Stunden täglich gestiegen. Ein Teil davon entfiel auf Videokonferenzen und -telefonate, mit denen während der Kontaktbeschränkungen und Lockdowns persönliche Kontakte gepflegt wurden. Doch auch das Streaming diverser Videos und das Gaming haben weiter zugenommen. Viele Menschen werden sich auch nur schwer wieder vom Bildschirm weglocken lassen, doch andere haben sich fest vorgenommen, ihre Bildschirmzeit nach dem Ende aller Restriktionen wieder zu reduzieren.

Ein Hobby, das in jedem Alter Entspannung und Unterhaltung bietet, ist das Basteln, das heute auch gerne mal als Upcycling verpackt wird. Beim „echten“ Upcycling werden Gegenstände mit etwas Kreativität und Geschick einer neuen Bestimmung zugeführt. Aus alten Marmeladengläsern werden mit Pinsel und Farbe hübsche Blumenvasen oder Teelichter und aus alter Kleidung neue Beutel und Kissenbezüge.

Für kreative Arbeit braucht es nicht viel

Ein Vorteil des Bastelhobbys ist der geringe Bedarf an Ausstattung und diese gibt es auch noch günstig in jedem Bastelgeschäft. Zum Nähen reicht sogar der Inhalt des eigenen Nähkörbchens mit Nadel und Faden. Zum Malen sind je nach Untergrund einfache Wasserfarben ausreichend. Acrylfarben haften jedoch besser auf Glas, einem besonders beliebten Stoff für Upcycling-Projekte. Eine andere Möglichkeit sind kreative Stempel und Stempelkissen in mehreren Farben. Mit ihnen lassen sich komplizierte filigrane Muster ganz leicht auf Papier, Stoff und andere Untergründe aufbringen. Eine Möglichkeit für fortgeschrittene Bastler ist die Herstellung eigener Stempel, mit denen zum Beispiel der eigene Name oder die Initialen in wunderschöner Schrift in Bücher und andere persönliche Gegenstände gestempelt werden.

Die Grenze zwischen Basteln und Handwerksarbeiten verschwimmen beim Upcycling schnell. So widmen sich viele Bastler irgendwann kleinen Möbelstücken. Sie zaubern farbenfroh bemalte Regale aus alten Weinkisten oder führen die verstaubte Holzkommode von Omas Speicher einer neuen Bestimmung zu.

Reparieren als Hobby

Im Rahmen des Upcyclings werden auch gerne ältere elektrische Geräte liebevoll repariert und erneut verwendet. Für den Umgang mit Elektroschrott braucht es allerdings ein wenig Vorwissen. Entsprechende Initiativen gibt es allerdings schon in verschiedenen Teilen der Gesellschaft von engagierten Studierenden bis zu Rentnern, die ihr Wissen in sogenannten Repaircafes zur Verfügung stellen. Da wird das uralte Radio dann auf einmal weit spannender als der Streamingservice auf dem Smartphone.

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