Sieg trotz dünner Personaldecke

Symbolbild

SpVgg Neckarelz – VfR Mannheim 0:5

 Neckarelz. (mk) Der VfR Mannheim hat mittlerweile richtig Fahrt aufgenommen: Eine Woche nach dem höchsten Saisonsieg (7:1 gegen den FC Germania Friedrichstal) folgte mit einem 0:5-Kantersieg bei der Spielvereinigung Neckarelz der zweithöchste Saisonerfolg und damit verbunden auch der deutlichste Auswärtssieg in dieser Spielzeit.

Cheftrainer Hakan Atik dürfte sich vor dem Spiel über die Mannschaftsaufstellung kaum den Kopf zerbrochen haben. Auf der Ersatzbank nahm neben Keeper Steven Ullrich mit Nediljko Kovacevic nur ein Spieler Platz, der in dieser Verbandsligasaison bereits zum Einsatz kam. Bei solch einer dünnen Personaldecke stellt sich die erste Elf fast schon von alleine auf.

Der Auftakt der Begegnung verlief etwas holprig. Die Gastgeber aus Mosbach wirkten spritzig, suchten die Zweikämpfe und hielten die Partie in der Anfangsphase offen, ohne dabei nennenswerte Torchancen herauszuspielen. Der VfR agierte in den ersten Minuten hingegen etwas nervös, was sich auch an einer ausbaufähigen Passgenauigkeit widerspiegelte. Allerdings erhöhten die Blau-Weiß-Roten mit fortlaufender Spieldauer die Schlagfrequenz und erzielten nach einer guten Viertelstunde auch das 0:1 durch Blerton Muca, der eine Hereingabe Eric Schaafs artistisch im Neckarelzer Gehäuse unterbrachte (17.). Die Führung tat den Mannheimern spürbar gut. Der Tabellendritte drängte auf das zweite Tor und schnürte den ehemaligen Regionalligisten in der eigenen Hälfte regelrecht ein. Folgerichtig ergaben sich in den kommenden Minuten ein paar gute Torgelegenheiten, die der VfR jedoch nicht zu nutzen wusste. Zunächst konnte Neckarelz Keeper Edoardo de Pizzol mit seinen Fingerspitzen im letzten Moment Cihad Ilhan vom Ball trennen, nachdem der robuste Mannheimer Mittelstürmer bereits zwei Verteidiger ansehnlich umkurvte und auch den Schlussmann um ein Haar ausgedribbelt hätte. (33.). Auch ein Distanzschuss des erneut bärenstark auftretenden Eric Schaafs war nicht ungefährlich. De Pizzol konnte den Ball nicht fangen, sondern musste das Leder mit der Faust nach vorne abwehren, allerdings lauerte kein Gästespieler auf den Abpraller (37.). Dass der von Max Denefleh perfekt bediente Marc-David Thau in der 42. Minute nicht das längst überfällige 0:2 erzielen konnte, ging vor allem auf de Pizzols Konto, der mit einer sensationellen Fußabwehr das Spiel offenhielt. Thaus Abschluss war nicht schlecht, de Pizzols Parade allerdings bravourös. Defensiv legte der VfR sicherlich den stabilsten Auftritt der Rückrunde hin. Für die größte Chance der Gastgeber sorgte Alessandro Hatzis, dessen Distanzschuss aus halblinker Position knapp am Tor vorbeisegelte und von Marcel Lentz auch pariert worden wäre (26.). Ansonsten ließ die Mannheimer Defensivreihe nichts anbrennen.

Der zweite Durchgang glich von der ersten Sekunde an einer Fortsetzung der ersten Halbzeit. Mannheim drückte und wollte möglichst früh für klare Verhältnisse sorgen, während Neckarelz mit aller Kraft aber letztlich aussichtslos versuchte, den blau-weiß-roten Angriffen etwas entgegenzusetzen. In der 50. Minute bediente der geistesgegenwärtige Eric Schaaf mit einem schnellausgeführten Freistoß in die Tiefe seinen Mitspieler Blerton Muca, der wiederum für den im Rückraum positionierten Selim Jungmann glänzend auflegte. Der Winterneuzugang ließ sich nicht zwei Mal bitten und vollendete mit einem trockenen Abschluss zum 0:2 (50.).

Dass in dieser Partie ein Meisterschaftsanwärter auf einen Abstiegskandidat traf, war mittlerweile in keiner Minute mehr zu übersehen. Daraus resultierend gelang es dem VfR, seinen Vorsprung weiter auszubauen. Nach einer knappen Stunde rannte Eric Schaaf erneut seinen Gegenspielern davon und legte mit einer präzisen Hereingabe perfekt für den freistehenden Cihad Ilhan auf, der nur noch per Kopf aus kurzer Distanz einnicken musste (58.). Auch Furkan Cevik, der wenige Tage vor der Partie in Neckarelz verpflichtet wurde, konnte nach der Einwechslung seine spielerische Klasse unter Beweis stellen. Der ehemalige U-17 und U-19 Bundesligaakteur bewies beim 0:4 hohe Spielintelligenz und setze mit einem Pass in die Schnittstelle Cihad Ilhan in Szene. In der darauffolgenden Situation blieb zunächst der Keeper Gewinner, doch Ilhan bekam den zweiten Ball und schob diesen ins leere Tor ein (78.). Den Schlusspunkt einer einseitigen Partie setzte Furkan Cevik, der vom ebenfalls eingewechselten Kovacevic gut bedient wurde (90.).

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