Kurse zur Resilienz-Stärkung von Kindern

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(Foto: pm)

Förderpreis-Gelder ermöglichen Angebote an Mosbacher Schulen

Mosbach. (pm) Die Große Kreisstadt Mosbach wurde im April mit dem B 52-Förderpreis „Gesunde Kommune“ ausgezeichnet. Das erhaltene Preisgeld von 5.200 Euro wird eingesetzt, um den Mosbacher Schulkindern (Klasse 2 bis 5) Kursangebote im Rahmen der Resilienz-Stärkung zu ermöglichen.

Die offizielle Verleihung fand im Beisein von Oberbürgermeister Michael Jann, Gesundheitsmanagerin Jennifer Amend und den Gemeinderatsvertretern Walter Posert und Georg Nelius im Mosbacher Rathaus statt. Frank Winkler vom Verband der Ersatzkassen, vdek-Landesvertretung Baden-Württemberg, überreichte die Urkunde mit dem Preisgeld. „Wir waren von dem Projekt zutiefst überzeugt und sind gespannt, wofür die Mittel eingesetzt werden “, erklärte Winkler in seiner Laudatio.

Die Bewerbung für den Förderpreis hat das schulische Gesundheitsmanagement der Großen Kreisstadt Mosbach eingereicht. Dort zeichnet seit Oktober 2020 Jennifer Amend verantwortlich, deren Stelle zu 50 Prozent von Johannes Marx, Geschäftsführer der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, gefördert und unterstützt wird.

Amend bringt Zielgruppen und Kooperationspartner in Dialog und setzt verschiedenste Projekte in den Handlungsbereichen Ernährung, Bewegung und Alltag um. Dabei stehen die Beteiligung, die Bedürfnisse und das gemeinsame Miteinander der Kinder und Jugendlichen im Vordergrund.

Mit der Umsetzung eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagements will sie einen nachhaltigen und positiven Einfluss auf die Lebensgewohnheiten der Kinder und Jugendlichen geben.

Zum ganzheitlichen Ansatz zählt auch die psychische Gesundheit. In den vergangenen zwei Jahren verging kein Tag ohne neue Nachrichten zum Corona-Virus.

Für Kinder sind ganze Lebenswelten weggebrochen: Kitas, Schulen, Vereine, Spielplätze wurden geschlossen, der Kontakt zu Familienangehörigen und Freunden wurde lange versagt. Wie einschneidend dies für die mentale Verfassung ist, zeigen verschiedene Studienergebnisse – psychische Auffälligkeiten und psychosomatische Beschwerden sind keine Seltenheit.

Die gesellschaftliche Stigmatisierung von seelischen Erkrankungen ist problematisch, insbesondere, wenn dies dazu führt, dass Betroffene aus Angst nicht nach Hilfe und Unterstützung suchen.

Das Schweigen um das Tabuthema muss gebrochen, Stigmatisierung überwunden und die Erfahrungen und Sorgen der Kinder und jungen Menschen ernst genommen werden. Hier setzt der B 52-Förderpreis „Gesunde Kommune“ an.

Um Kinder und junge Menschen zu fördern, schützen und unterstützen, fließen die Gelder des Förderpreises zu 100 Prozent in Kursangebote zur Resilienz-Stärkung. Dies sind Maßnahmen, die soziales und emotionales Lernen der Kinder fördern, u.a. gewaltfrei zu kommunizieren, Gefühle auszudrücken und den Umgang mit Ängsten und Wut zu lernen.

Die Kurse werden von fünf verschiedenen Projektpartnern aus der Region und seitens des Gesundheitsmanagements zusammengestellt. Mit dabei sind Dipl.-Psychologin Christine Nößner, Gewaltschutztrainer Manfred Lustig, Tina Fodermayer-Krück mit Coaching, Sandro Grasso vom Freefight-Fitness-Studio und Dr. med. Carmen Dimitriadis von der Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie.

Für die Mosbacher Schulen ist der Zugang zu diesen Angeboten niederschwellig mit einer Anmeldung über das schulische Gesundheitsmanagement der Stadt Mosbach möglich.

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