Die Stadt Buchen spart Energie

(Symbolbild – Norbert Koch/Pixabay)
Buchen. (pm) Energieeinsparungen sind vor dem Hintergrund der Gasknappheit und der deutlich spürbaren Preissteigerungen für Energie aktuell das Gebot der Stunde. Dabei betritt die Stadt Buchen aber kein Neuland.

Bereits im Jahr 2009 hatte der Gemeinderat aus Gründen des Umweltschutzes und zur Schonung knapper Ressourcen eine Energieleitlinie beschlossen, die zu deutlichen Einsparungen geführt hat.

Nun hat der Bund auf Basis gesetzlicher Änderungen das Energiesparen für den Herbst und den Winter ab dem 01. September bzw. dem 01. Oktober verbindlich vorgegeben. Die Vorgaben werden auch bei der Stadtverwaltung Buchen und beim Eigenbetrieb Energie und Dienstleistungen Buchen, der die städtischen Bäder betreibt, umgesetzt.

Zudem haben sich die Verantwortlichen eigene Gedanken gemacht, wie der städtische Energieverbrauch gedrosselt werden kann. “Wir sind Teil der Gesellschaft und wir möchten mit gutem Beispiel voran gehen“, erklärt Bürgermeister Roland Burger dazu.

Die Straßenbeleuchtung wurde schon vor über zehn Jahren flächendeckend auf neue, energieeffiziente und insektenfreundliche Leuchtkörper umgestellt. Nach dem Schützenmarkt sollen die Straßenlaternen in der „Halb-Nachtschaltung“ schon ab 22 Uhr statt 23 Uhr leuchten.

Die schön anzusehende Beleuchtung öffentlicher Gebäude wird aus aktuellem Anlass dann ebenfalls abgeschaltet. Das betrifft Gebäude wie den Stadtturm, das Klösterle, die Stadthalle, den Wartturm oder auch den Götzenturm in Hettigenbeuern.

Da, wo aber aus Sicherheitsgründen eine Verkehrssicherungspflicht besteht (Beispiel: Durchgänge unter dem Alten Rathaus oder dem Stadtturm) bleibt das Licht an.

In allen städtischen Gebäuden werden in der ab dem 01. Oktober beginnenden Heizperiode nur noch die Temperaturen erreicht, die laut Verordnung vorgeschrieben sind.

Das bedeutet, dass es in den Büros nur noch 19 Grad warm wird. Für die Schulen sind die in der Verordnung genannten 20 Grad bereits seit 2009 intern durch die Energieleitlinie vorgegeben. Für Sporthallen gelten 15 Grad.

Diesbezüglich kümmern sich die städtischen Techniker und Hausmeister aktuell um eine Optimierung der komplexen Heizungsanlagen. Außerdem werden die Warmwasserboiler in den Toiletten ausgeschaltet. Denn Händewaschen kann man bekanntlich auch mit kaltem Wasser.

Viel Energie wird in den Bädern gebraucht. Das Buchener Waldschwimmbad freilich brauchte in dieser Saison bislang so gut wie gar kein Gas, weil es erst ab Juni und seit damals mit Sonnenenergie über die Solarthermie beheizt wurde.

Erst wenn die Beckentemperatur unter 21 Grad sinkt schaltete sich die Gasheizung ein. Aber auch hier hat man die übliche Temperatur bereits zu Saisonbeginn um ein Grad gesenkt.

Im Buchener Hallenbad, das planmäßig nach den Sommerferien wieder öffnet, wird künftig auf den Warmbadetag verzichtet, bei dem das Wasser auf immerhin 31 Grad erwärmt wurde. Geplant sind durchgängig 28 Grad Wassertemperatur.

Der Bürgermeister und der Betriebsleiter des EDB, Andreas Stein, werben um Verständnis für diese Maßnahmen: „Über die Jahre haben wir uns an immer mehr Bequemlichkeiten gewöhnt.

Abstriche zu machen ist nicht schön – aber machbar. Und mittlerweile einfach bitter nötig. Da appellieren wir an die Vernunft aller.“

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