Verfolgungsjagd nach Automaten-Sprengung

Polizei, Blaulicht
(Symboldbild Polizei: K. Weidlich)

FLuchtfahrer und Unbeteiligte schwer verletzt

Heilbronn. (ots) Am 11. November kam es in Wiernsheim (Enzkreis) gegen 2 Uhr zur Sprengung eines Geldausgabeautomaten (GAA). Nach Tatvollendung flüchteten drei Tatverdächtige in einem dunkelblauen Volkswagen des Typs Golf 8 R.

Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen wurde das Fahrzeug gegen 2.40 Uhr im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Heilbronn lokalisiert. Den Anhaltesignalen leisteten die mutmaßlichen Täter keine Folge, vielmehr versuchten sie sich der Festnahme durch Flucht zu entziehen.

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Beim Versuch an der Anschlussstelle Sinsheim-Steinsfurt auf die BAB 6 in Richtung Mannheim aufzufahren, rammte der Volkswagen einen Streifenwagen und fuhr dann in die entgegengesetzte Richtung auf die A6 in Fahrtrichtung Nürnberg auf.

Das Fahrzeug wurde kurzfristig auf dem Rastplatz Bauernwald, bei Bad Rappenau, gestoppt. Dort setzten zwei Tatverdächtige die Flucht zu Fuß fort, konnten jedoch durch Kräfte des Polizeipräsidiums Heilbronn und Mannheim festgenommen werden.

Der Fahrzeugführer setzte seine Fahrt in entgegengesetzter Fahrtrichtung in Richtung Untereisesheim fort. Kurz darauf kollidierte das Fluchtfahrzeug in Höhe Heilbronn-Biberach frontal mit einem unbeteiligten Fahrzeug. Durch die Kollision wurden zwei Fahrzeuginsassen eines Kleintransporters, ein 45-jähriger bzw. 47-jähriger Mann sowie der Fahrer des Volkswagens schwer verletzt.

Wegen des Frontalzusammenstoßes ist aktuell die BAB 6 zwischen Bad Rappenau und Heilbronn-Untereisesheim in beiden Fahrtrichtungen seit 3 Uhr nach wie vor in Richtung Mannheim gesperrt. Der Fahrer des mutmaßlichen Tatfahrzeuges erlitt ebenfalls schwere Verletzungen. Alle Unfallbeteiligten wurden zur weiteren medizinischen Versorgung in umliegende Krankenhäuser verbracht.

Im Tatfahrzeug wurde Sprengstoff gefunden. Neben dem hinzugezogenen Entschärfungsdiensts des Landeskriminalamtes (LKA) Baden-Württemberg befindet sich die Tatortgruppe des LKA am Unfallort zur 3D-Tatortvermessenung.

Der Entschärfungsdienst bargen bislang ein Sprengstoffpaket aus dem Fahrzeug und entschärfen es. Die Maßnahmen am Ereignisort sowie am stark unfallbeschädigten Tatfahrzeug dauern noch an.

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In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Karlsruhe – Außenstelle Pforzheim und den Polizeipräsidien Pforzheim und Heilbronn wurden die Ermittlungen durch das LKA übernommen.

Die zwei zu Fuß geflüchteten 21-jährigen niederländischen Tatverdächtigen werden im Verlauf des Wochenendes dem Haftrichter vorgeführt. Bezüglich des schwer verletzten Fahrers ist die weitere Entwicklung seines Gesundheitszustandes abzuwarten.

Auf Grund des laufenden Ermittlungsverfahrens und der noch nicht abgeschlossenen Spurensicherungsmaßnahmen können über die Pressemeldung hinaus keine weitergehenden Auskünfte erteilt werden. Die Ermittlungen dauern an.

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