Grüne Delegation besucht Flüchtlinge

Logogruene

Humanität hat Vorrang“

Hardheim. (pm) Gespräche standen im Mittelpunkt des Besuchs der Grünen Bundestagsabgeordneten Ingrid Hönlinger, des Bundestagskandidaten Hans-Detlef Ott und der KommunalpolitikerInnen Christine Böhm, Christine Denz, Simone Heitz und Dorothee Roos aus dem Landkreis, die in der vergangenen Woche in die Asylbewerberunterkunft in Hardheim gekommen waren, um sich vor Ort ein Bild über die aktuellen Baufortschritte der Gemeinschaftsunterkunft zu machen. Gespräche mit Vertretern des Landratsamtes und des Flüchtlingsrates Baden-Württemberg, aber natürlich auch Gespräche mit den Flüchtlingen selbst, die – unterstützt von Andreas Linder und Ulrike Duchrow vom Flüchtlingsrat – die Grüne Delegation bereits am Eingang der Gemeinschaftsunterkunft mit einem Transparent auf die drohende Abschiebung einer mazedonischen Familie aus der Flüchtlingsunterkunft Hardheim aufmerksam machten.




Die Grüne Landtagsfraktion hatte sich bereits seit längerem nachdrücklich für die Aussetzung der Abschiebungspläne engagiert, nachdem klar war, dass sich unter dem zur Abschiebung vorgesehenen Personenkreis auch Familien mit Kindern befinden. Nach intensiven Diskussionen war Innenminister Gall nunmehr bereit, die Abschiebungen von Familien bis Weihnachten auszusetzen. Die Grünen zeigten sich überzeugt, dass es auf Basis aktueller Berichte zu einer Neubewertung der Situation von Roma und anderen Minderheiten in ihren Herkunftsländern kommen muss. „Humanität hat Vorrang“, lautet die eindeutige Devise nicht nur der Landtagsfraktion, sondern auch von MdB Ingrid Hönlinger, die sich in ihrer Bundestagsarbeit für Bürger- und Menschenrechte einsetzt.

Begrüßt wurden MdB Hönlinger sowie die VertreterInnen der Grünen Kreistagsfraktion und des Kreisvorstands vom Ersten Landesbeamten Martin Wuttke und Fachdienstleiter Manfred Schärpf sowie dem zuständigen Sozialbetreuer Frank Fülbier. Unter der Gesprächsleitung der Kreisvorsitzenden Christine Böhm und Christine Denz entstand eine rege Diskussion, die mit einer Führung durch die von Umbau- und Renovierungsarbeiten geprägten Räume der Gemeinschaftsunterkunft beschlossen wurde. Dabei ergaben sich zahlreiche Besuche und Kontakte mit den AsylbewerberInnen, die diese zu Einzelgesprächen mit den Grünen PolitikerInnen nutzten. Die Besucherinnen werteten die Baumaßnahmen und die verstärkte Betreuung in der Gemeinschaftsunterkunft insgesamt als positiv – es habe sich in den letzten beiden Jahren viel getan. 

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: