Johannes-Diakonie und DHBW begründen Partnerschaft

Mietvertrag für rund 2000 m² Fläche unterzeichnet – Studiengang Bauwesen zieht Anfang Februar um

Unterzeichnung Mietvertrag

Michael Greiner (li.), Dr. Hanns-Lothar Förschler (Mitte) und Prof. Reinhold R. Geilsdörfer (re.) unterzeichnen den Mietvertrag zwischen DHBW Mosbach und Johannes-Diakonie. (Foto: pm)

Mosbach. (pm) Viele reden darüber, die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach „lebt“ sie: die Inklusion.  Ab 4. Februar 2013 wird der Studiengang Bauwesen mit insgesamt 244 Studierenden in die Räume des Berufsbildungswerks (BBW) der Johannes-Diakonie Mosbach ziehen und damit Tür an Tür mit Menschen mit Behinderungen lernen. „Dieser Austausch ist eine vorzügliche Idee. An der DHBW  studieren die absoluten Leistungsträger. Sie haben oft bessere Abiturnoten als die Studierenden an Universitäten und Fachhochschulen. Hier haben sie die Chance, neben ihrer Fachkompetenz auch eine hohe Sozialkompetenz zu lernen und zu beweisen. Nur ein Mix aus Fach-, Sozial- und weiteren persönlichen Kompetenzen führt zum Erfolg“, ist Prof. Reinhold R. Geilsdörfer, Präsident der DHBW, überzeugt. Auch Dr. Hanns-Lothar Förschler, Vorstandsvorsitzender der Johannes-Diakonie Mosbach, freut sich über das künftige Miteinander. Gemeinsam mit Michael Greiner, dem Leiter des Heilbronner Amtes Vermögen und Bau Baden-Württemberg, wurde am 17. Dezember 2012 der Mietvertrag für die rund 2000 Quadratmeter große Fläche im BBW unterzeichnet.




„Hiermit ist eine Wendemarke für die Johannes-Diakonie und die DHBW Mosbach erreicht“, sagte Dr. Förschler feierlich. Es habe eine „Partnerschaft begonnen, die weit über diesen Mietvertrag hinausgeht“. Förschler hofft, dass nicht nur die DHBW Mosbach in das Gelände der Johannes-Diakonie hineinwächst und eines Tages weitere Flächen nutzen möchte, sondern dass auch die „imaginäre Mauer“, die weite Teile der Bevölkerung um die Johannes-Diakonie zögen, einbreche. Für uns ist die Partnerschaft mit der DHBW Mosbach ein großer Schritt in Richtung Inklusion“, sagte Förschler. „Vielleicht werden die Studierenden hier eines Tages sogar wohnen können“, stellte Jörg Huber, Vorstand der Johannes-Diakonie in Aussicht. „ Von den liegenschaftlichen Gesamtmöglichkeiten ist diese die vielversprechendste“, betonte auch Michael Greiner, dessen Amt „viele Optionen geprüft“ habe. Fakt sei, so Greiner, dass die Container auf dem Campus Mosbach abgebaut werden müssen und dort neben dem geplanten Ersatzbau kein Platz mehr für weitere Neubauten ist.

 „Ohne diese neuen Räumlichkeiten hätte die DHBW Mosbach nicht mehr wachsen dürfen“, sagte Prof. Geilsdörfer und wies darauf hin, dass die DHBW jetzt insgesamt mehr als 30 000 Studierende habe. Obwohl in der kleinsten Stadt, ist die DHBW Mosbach nach Stuttgart und Mannheim drittgrößter von insgesamt acht DHBW-Standorten. Im vergangenen Jahr ist die DHBW Mosbach mit mehr als 60 Prozent am meisten gewachsen. Für die kleinen und mittelständischen Unternehmen sei es wichtig, „ihre Studierenden direkt an der Schule abzuholen und dezentral im ländlichen Raum an sich zu binden“.

 Prof. Dr. Dirk Saller, Rektor der DHBW Mosbach, freut sich über die positive Resonanz des betroffenen Studiengangs und die gemeinsame Perspektive mit der Johannes-Diakonie: „Die gemieteten Flächen des BBW und der bevorstehende Baubeginn des Ersatzbaus am Lohrtalweg, der 2014 fertig gestellt sein soll, entlasten unseren Standort sehr. Für 2012 mussten wir leider die Aufnahmekapazität begrenzen, denn für mehr als 1200 Studienanfänger hätten wir unseren hohen Anspruch an die Qualität der Lehre nicht gewährleisten können. Uns ist es wichtig, jetzt einen konsolidierten, nachhaltigen Zustand zu schaffen.“

Siegfried Glier, Verwaltungsdirektor der DHBW Mosbach, ist dankbar, dass auch schon ohne Vertrag der Umbau der Etage im BBW beginnen konnte. „Am 18. Januar soll das Mietobjekt mit neun Vorlesungsräumen, einem EDV-Raum, Arbeits- und Aufenthaltsräumen für Studierende, acht Büroräumen, einem Besprechungsraum und diversen Technik-, Neben- und Lagerräumen an die DHBW Mosbach übergeben werden“, erklärte Siegfried Glier. Technik und Mobiliar sind schon bestellt.

 

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