Magische Momente und musikalische Freudenritte

Tramer und Autenrieth planen ihre 7. Saison – Zwei Open Air im Juni

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Ronald Autenrieth (li.) und Hartmut Tramer. (Foto: privat)

Waldbrunn/Mosbach. (ra) Nach zwei Planungstreffen in Mosbach und Waldbrunn steht das Veranstaltungsprogramm der 7. Konzertsaison des Tastenduos Hartmut Tramer und Ronald Autenrieth.

Am Samstag, 22. Juni werden auf dem grünen Turnierrasen des RSC Pferdeland Oberdielbach „Musikalische Freudenritte“ erklingen. Statt Hufgetrappel wird der Sound von Tramers großer Viscount-Orgel und Autenrieths Stagepianio die anbrechende Nacht erfüllen, wobei das Publikum den Sonneuntergang „live“ und in landschaftlich prominenter Stelle erleben kann. Hartmut Tramer spielt eine Collage, in der von Rossinis bis Radetzki musikalisch Rittiges den Abend einläutet, dazu kommen Sätze aus Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“, bei denen der Ochsenwagen „Bydlo“ natürlich nicht fehlen darf. Auch Autenrieths Werkauswahl orientiert sich am Umfeld. Tierisches, wie die lustige „Spatzenparade“, aber auch eindrucksvolle Naturschilderungen, wie Oscar Petersons „Canadiana Suite“ sollen den Abend zum Erlebnis werden lassen. Bei Regen wird in der Reithalle gespielt.




Am Samstag, den 29.Juni wird dann der Burggraben in Neckarelz zur musikalischen Freiluftbühne, wenn das Tastenduo „magische Momente“ zelebriert. Schüler der Clemens-Brentano-Schule spielen die Wolfsschluchtszene aus Webers „Freischütz“, von Hartmut Tramer an der Orgel kommentiert. Neben Auszügen aus Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ interpretiert Tramer die „Feuervogel-Suite“ von Igor Stravinsky, ein an magischen Momenten überreiches hochvirtuoses Stück. Autenrieth gestaltet die „Meditation“ aus Massenets „Thais“, das unsterbliche „Nessun dorma“ aus Puccinis letzter Oper „Turandot“ oder gewährt Einblicke in „das Reich des Pan“. Auch dieses Konzert findet bei jedem Wetter statt, als Ausweichquartier steht das Tempelhaus zur Verfügung. Wie schon beim Pferdeland-Konzert ist der Eintritt frei, um Spenden wird jedoch gebeten, die im Falle des Burggraben-Konzerts der Clemens-Brentano-Schule zugute kommen, deren Rektorin mittlerweile Annette Schabbeck ist, die Lebenspartnerin von Hartmut Tramer. Die Initiative zu beiden Open-Air-Veranstaltungen ging von ihr aus.

Am Jahrestag der Pogromnacht, dem 9. November, stehen dann musikalische „Stolpersteine“ in der Eberbacher Michaelskirche auf dem Plan. Bei dem Konzert wird auch die neue Gedenkstätte auf dem Synagogenplatz mit einbezogen. Autenrieth spielt Klavierwerke jüdischer Komponisten, Hartmut Tramer wird Collagen präsentieren, die zum Nachdenken anregen.

Zu guter Letzt wird es noch einen Klavierabend im September geben, dessen genauer Termin noch veröffentlicht wird. Die beiden Musiker verzichten hier erstmals auf alle Technik, spielen quasi „unplugged“ und teilen sich einen Flügel, was der Originalität ihrer Darbietungen allerdings keinen Abbruch tun wird.

 

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