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Alle Teilnehmenden bestehen ihre Abschlussprüfung
Buchen. (pm) Großer Jubel in der Aula des Schulzentrums Buchen: Alle fünf Teilnehmenden des C3-Lehrgangs zum Blasorchesterdirigenten haben am Samstag, ihre Abschlussprüfung bestanden.
Fabian Bayer (Musikkapelle Oberlauda), Benedikt Fontes Volk (Musikverein Götzingen), Edmund Link (Musikverein Schloßau), Simon Link (Musikverein Rinschheim) und Bettina Schubert (Musikkapelle Eberstadt) haben damit die Qualifikation des Bundes Deutscher Blasmusikverbände (BDB) für die Leitung eines Blasorchesters erworben. Der Lehrgang wurde von Verbandsdirigent Steffen Siegert organisiert und geleitet.
Monatelange Ausbildung in Theorie und Praxis
Dem Prüfungstag ging ein intensiver Lehrgang mit zehn Phasen voraus, der im Januar 2026 begann. Der Kurs war hybrid angelegt. Fast jedes Präsenzwochenende wurde durch eine Online-Einheit ergänzt. Die Wochenenden fanden reihum in den Heimatvereinen der Teilnehmenden statt. Neben Dirigiertechnik und Probenpädagogik standen Musiklehre, Harmonielehre, Gehörbildung, Rhythmik, Stilkunde und Methodik auf dem Programm. Hinzu kamen Hospitationen in den Proben erfahrener Dirigenten sowie ein Tagesworkshop mit dem Probenpädagogen Michael Stecher.
Die theoretischen Inhalte wurden von Bernd Heß (Musiklehre, Harmonielehre und Stilkunde), Rüdiger Schenk (Gehörbildung und Rhythmik) sowie Horst Berger (Gesang) vermittelt. Sie nahmen auch die Theorieprüfung am 17. Oktober ab, die aus schriftlichen Klausuren und mündlichen Einzelprüfungen bestand.
Prüfung vor hochkarätiger Kommission
In der praktischen Prüfung mussten sich die Teilnehmenden einer hochkarätig besetzten Kommission stellen: Matthias Wolf, Bundesmusikdirektor des BDB, Marc Lange, der an der BDB-Akademie in Staufen für die C3-Lehrgänge verantwortlich ist, sowie der Lehrgangsleiter Steffen Siegert.
Zunächst dirigierte jeder Prüfling ein ausgelostes Pflichtstück: „Hibiki“, „Flight of the Pegasus“ oder Sätze aus „In the Forest of the King“. Anschließend probte er mit dem Orchester ein selbst gewähltes Werk. Bewertet wurden neben Schlagtechnik und Werktreue vor allem Kommunikation, Methodik und das Probenergebnis. Hinzu kam eine schriftliche Ausarbeitung mit Werkanalyse.
Das Prüfungsorchester bestand aus rund 50 Musikerinnen und Musikern aus Vereinen des gesamten Verbandsgebiets. Es hatte die Pflichtstücke bereits im Oktober an zwei Probentagen gemeinsam mit den Teilnehmenden erarbeitet.
In der praktischen Ausbildung brachten Christian Simonides, Klaus Zimmermann und insbesondere Peter Pfeiffer ihre Erfahrung ein, gemeinsam mit Steffen Siegert. Die Einführung ins Schlagwerk übernahm Martin Scheffel.
Gewinn für die Vereine
„Alle haben sich im Lehrgang auf ihre eigene Weise weiterentwickelt“, freute sich Lehrgangsleiter Steffen Siegert. „Mit fünf neuen Dirigentinnen und Dirigenten gewinnt die Blasmusik in unserer Region enorm.“
Der Blasmusikverband Tauber-Odenwald-Bauland dankt der Prüfungskommission, allen Dozenten, dem Prüfungsorchester und dem Schulzentrum Buchen für die Gastfreundschaft. Im Anschluss an die Prüfung feierten die Teilnehmenden ihren erfolgreichen Abschluss. Die Urkunden werden den neuen Dirigenten in den kommenden Wochen überreicht, etwa im Rahmen von Konzerten ihrer Vereine.



