Warken besucht Winzergenossenschaft Markelsheim

Markelsheim. (pm)  „Ohne den Weinbau wäre unser Taubertal gar nicht vorstellbar. Er gehört seit Jahrhunderten fest zu unserer Tradition und Kultur. Zweifelsohne gilt es denjenigen zu danken, die sich für dieses Stück unserer Heimat einsetzen“, so die Tauberbischofsheimer Bundestagsabgeordnete Nina Warken in ihren Willkommensworten bei ihrer Besichtigung der Genossenschaft der Weingärtner Markelsheim eG.“ Der Vorsitzende der Markelsheimer Genossenschaft, Michael Schmitt, führte die Abgeordnete, die u. a. von den Kreisräten Manfred Schaffert (Iggersheim), Dr. Gerti Willfarth (Creglingen) und  Dr. Urban Lanig (Markelsheim) sowie vom stellvertretenden CDU-Kreisvorsitzenden Andreas Lehr (Markelsheim) begleitet wurde, durch die Keller der Genossenschaft.

Während des Rundgangs erläuterte Schmitt, dass derzeit rund 300 Weingärtner aus sieben Weinbaugemeinden zur Genossenschaft Markelsheim, die zusammen eine Rebfläche von mehr als 150 Hektar bewirtschaften, der Genossenschaft gehörten. Die Ernte sei inzwischen in vollem Gange, wobei jedoch die asiatische Kirschessigfliege den Winzern einige Sorgen bereite. Dieser in diesen Breiten relativ neue Schädling greife anders als viele der hiesigen Schädlinge auch gesunde Trauben an. Vor einer Panikmache, wie unlängst in einigen Medien geschehen, warnte Schmitt allerdings: „Wir stehen in engem Kontakt mit Südtiroler Winzern, bei denen die Fliege schon seit einigen Jahren auftritt, und tauschen hier rege Erfahrungen aus. Ich bin mir sicher, dass wir das Problem in den Griff bekommen.“ Insgesamt sehe es nach einer sehr guten Ernte und damit auch nach exzellenten Weinen aus, so Schmitt.

Bei der Vermarktung des Weines fahre man eine zweigleisige Strategie, so Schmitt weiter. So produziere man sowohl Weine, die in Supermärken zum Verkauf ständen, als auch Spitzenweine, die unter dem Label „Lust, Genuss, Tradition“ lediglich dem Verkauf durch den Fachhandel vorbehalten seien. Besonders stolz sei man auf den berühmten Markelsheimer Tauberschwarz, bei dessen Anbau man in Markelsheim ein „echter Weltmarkführer“ sei.

Zum Ende der Führung, ließen es sich die Anwesenden nicht nehmen, selbst einige der erlesenen Tropfen zu versuchen. „Es freut mich ungemein, dass es in Markelsheim vielen Genossenschaftsmitgliedern gelungen ist, ihre Betriebe an die junge Generation weiterzugeben. Das garantiert uns, dass eine uralte Tradition auch weiterhin bei uns erhalten bleibt und wir auch in den kommenden Jahrzehnten die hervorragenden Weine aus unserer Heimat genießen dürfen. Denn wie sagt man so schön ‚Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme‘, dies ist hier in vorbildlicher Weise gelungen“, so Nina Warken zum Abschluss.

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