Zum Ehrenkreisjugendwart ernannt

14 09 19 verbandsversammlung 07

Die Geehrten und Ehrengäste der Verbandsversammlung des Kreisfeuerwehrverbands in Aglasterhausen. (Foto: Grimm)

Aglasterhausen. (mag)  Zur ordentlichen Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverband des Neckar-Odenwald-Kreises begrüßte Verbandsvorsitzender Andreas Hollerbach zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Feuerwehr. Nach der musikalischen Eröffnung durch die Feuerwehrkapelle Aglasterhausen konnte die Beschlussfähigkeit der Versammlung festgestellt werden.

Bürgermeisterin Sabine Schweiger hieß die Versammlung als Hausherrin in Aglasterhausen willkommen und bezeichnete die Feuerwehren als selbstlose Gemeinschaftshilfe in Zeiten des Wandels, der Single-Haushalte und einer Ellenbogengesellschaft. Die Feuerwehr sei ein Paradebeispiel ehrenamtlichen Engagements. MdL Georg Nelius nannte die Feuerwehrfrauen und -männer „Universalhelfer“, die in den 117 Abteilungen des Landkreises wahrhaft unbezahlbare Arbeit leisten. Steffen Blaschek erläuterte als Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Mosbach den neuen Rettungsdienstplan Baden-Württemberg, der die Zusammenlegung der Leitstellen vorsieht. „Es muss unser gemeinsames Ziel sein, die Leitstelle Mosbach zu erhalten“, so Blaschek.

Andreas Hollerbach ging im Jahresbericht des Vorsitzenden auf das Jahr der Feuerwehr und den Kreisfeuerwehrtag in Mosbach 2013 ein. 4873 Feuerwehrfrauen und -männer haben in 2013 1461 Einsätze abgearbeitet. In den Jugendfeuerwehren waren 811 Jugendfeuerwehrler aktiv, sowie 823 Alterskameraden in den Altersabteilungen. „Auch wenn die Mitgliederzahlen seit Jahren konstant sind, werden in den nächsten Jahren immer weniger Menschen immer mehr leisten müssen“, so Hollerbach. Überforderungen Einzelner müssen allerdings vermieden werden und man müsse sich auf kürzere Dienstzeiten in wichtigen Ämtern einstellen.

Die demografische Entwicklung stellt viele Vereine vor große Herausforderungen. In einem Flächenlandkreis ist die Feuerwehr ist nur ehrenamtlich leist- und bezahlbar. Ohne verständnisvolle Arbeitgeber können die Feuerwehren dauerhaft nicht überleben. Um dies zu sichern wurde das neue Fachgebiet „Nachwuchssicherung“ geschaffen. Unter der Leitung von Nikolaus Klasan sollen hier „Rezepte“ erarbeitet werden, um den Fortbestand der Feuerwehren dauerhaft zu sichern.

14 Gruppen haben in 2013 das Leistungsabzeichen in Bronze erworben. Leider musste das Geschicklichkeitsfahren für Einsatzfahrer in 2013 abgesagt werden. Der aktuelle Termin für 2014 findet am 03.10. in Osterburken statt. Zur Stärkung der Öffentlichkeitsarbeit wies der Vorsitzende auf die Möglichkeit der Veröffentlichung von Beiträgen und Einladungen auf der Webseite und der Facebook-Seite des Verbands hin. In Sachen PSNV lobte Hollerbach die Verantwortlichen, allen voran Michael Genzwürker und Markus Wohlfahrt für die geleistete Arbeit. Laut Statistik gibt es in Aglasterhausen, Elztal, Hüffenhardt, Osterburken, Waldbrunn und Mosbach Feuerwehrkapellen bzw. Spielmannszüge. Diese sollen zu einem gemeinsamen Termin eingeladen werden.

Der Landesfeuerwehrverband hat zur Förderung des Ehrenamts ein Strategiepapier veröffentlicht. Durch die vier „F“: F wie Feuerwehr, F wie Firma, F wie Familie und F wie Freizeit werden Ziele und Forderungen definiert. Gemeinsam mit allen Feuerwehren soll dieses Strategiepapier im November diskutiert und erweitert werden.

Der neue Kreisjugendwart Pierre Herre berichtete über die Aktivitäten der Kreisjugendfeuerwehr. Erstmals seit 2008 sei die Mitgliederzahl in den Jugendfeuerwehren wieder gestiegen. Weiter ging er auf verschiedene Aktivitäten, wie z.B. den Jugendgruppenleiterlehrgang, das Abenteuer in Rot, den Bus als Werbeträger, die Jugendflammenabnahme in Osterburken, die Abnahme der Jugendleistungsspange in Osterburken, das Dreiländertreffen in Mömlingen, das Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlager in Hettingen, die Skifreizeit, das Hüttenwochenende der Jugendsprecher und vieles mehr ein.

Kassier Gerd Mayer legte den Kassenbericht für das Jahr 2013 und den Wirtschaftsplan 2015 zur Genehmigung vor, der von der Versammlung einstimmig genehmigt wurde. Die Kassenprüfer Hilmar Hülser und Roland Bangert empfahlen die Entlastung. Im Anschluss beschloss die Versammlung die Änderung einer Formulierung in der Satzung des Kreisfeuerwehrverbandes.

„Feuerwehrleute sind bei der Bevölkerung am beliebtesten.“, stellte Landrat Dr. Achim Brötel fest und äußerte als bekennender Fan der Feuerwehren: „Unsere Feuerwehr sind da, wenn man sie braucht und wer die 112 wählt, ist immer richtig verbunden“. Die stabilen Mitgliederzahlen belegten, dass man richtig liege. Mit 3,4 % der Bevölkerung sei die Mitgliederzahl in den Feuerwehren des Landkreises überdurchschnittlich (Landesdurchschnitt: 2%). Leider mussten 2014 die finanzielle Förderung eines Gerätehauses und eines Großfahrzeugs zurückgestellt werden. Dennoch sind 2013 über 750.000 € vom Land in die Feuerwehren des Landkreises geflossen. Der Landkreis gibt seinerseits noch weiteres Geld dazu. Allerdings gebe es auch für 2015 wieder mehr Anträge als Geld.

Kreisbrandmeister Jörg Kirschenlohr konnte nach der Entlastung der Vorstandschaft eine Vielzahl von Kreisausbildern für die Lehrgänge, Truppmann 1, Truppführer, Sprechfunker, Atemschutzgeräteträge, Maschinist, Weiterbildung Zug- und Gruppenführer, Heiße Ausbildung und Absturzsicherung bestellen. Ihre Ernennungsurkunde erhielten: Rainer Albert, Martin Bodirsky, Thomas Bopp, Michael Daniel, Udo Engelhardt, Alexander Essig, Elmar Farrenkopf, Daniel Gramlich, Martin Gress, Michael Grimm, Uwe Hacker, Dieter Hafner, Jürgen Hartmann, Thomas Heck, Thomas Heilmann, Martin Henn, Michael Häring, Florian Höck, Frank Höckmann, Andreas Hollerbach, Joachim Johmann, Matthias Kampp, Wolfgang Karch, Sven Klohe, Sebastian Klos, Harry Kolmer, Helge Krämer, Erich Krahn, Silvio Lange, Andreas Leiblein, Thomas Link, Thomas Loncaric, Christan Lutz, Thorsten Lutz, Matthias Meidel, Florian Noe, Günther Noe, Markus Peiß, Roland Schäfer, Gerhard Schmitt, Peter Schmitt, Franz Schwing, Oliver Seitz, Michael Seyfried, Erwin Stadler, Pierre Stadler, Markus Stäudinger, Berthold Stang, Klaus Stang, Markus Stang, Thomas Stark, Walter Steinmann, Rolf Stumpf, Pierre Tarrey, Klaus Theobald, Thomas Vieten, Joseph Wegner.

Zu offiziellen Schiedsrichten wurden ernannt: Rainer Albert, Ludwig Backfisch, Helmuth Ebert, Alexander Essig, Steffen Fahrbach, Tobias Greulich, Peter Hartmann, Andreas Hollerbach, Erich Krahn, Thomas Link, Arno Noe, Gerhard Schmitt, Martin Schmitt, Franz Schwing, Berthold Stang, Klaus Stang, Markus Stang, Walter Steinmann, Klaus Theobald, Joseph Wegner.

Michael Genzwürker erhielt für sein langjähriges Engagement und sein vielschichtiges Wissen die bronzene Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes. Für seine vielen Dienstjahre als Abteilungskommandant, stellv. Abteilungskommandant, stellv. Kommandant, Gründer Jugendfeuerwehr, Jugendwart, Gründungsmitglied der ELW2-Gruppe, Ausbilder erhielt Udo Engelhardt aus Mörtelstein die Silberne Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbandes. Außerdem wurde Nikolaus Klasan, der seit 1995 Kreisjugendfeuerwehrwart des Altkreises Buchen war, 1997 die Fusion der beiden Landkreisjugendfeuerwehren erfolgreich abschloss und von 1997 bis 2013 Kreisjugendfeuerwehrwart war und seit 13 Jahren Regionalvertreter ist, zum Ehrenkreisjugendfeuerwehrwart ernannt.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ legte die Versammlung die nächste Verbandsversammlung fest. Die Verbandsversammlung findet am 25.09.15 in Osterburken statt. Der Kreisfeuerwehrverbande bietet die Möglichkeit die Bekleidung nach der aktuellen Verwaltungsvorschrift über den Verband zu bestellen.

14 09 19 verbandsversammlung 09
Der neue Ehrenkreisjugendfeuerwehrwart Nikolaus Klasan (2. v. r.) mit stellv. Kreisjugendwartin Pamela Hollerbach, Kreisjugendwart Pierre Herre und Verbandvorsitzender Andreas Hollerbach. (Foto: Grimm)

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: