Rekorderlös für 190 Jahre alte Eichen

Erfolgreiche Holzsubmission – Steigende Preise bei Eiche 

Eiche Submission2015

Raimund Graf zu Erbach-Fürstenau neben dem Spitzenstamm der Submission, einer 190 Jahre alten Eiche. (Foto: LRA)

 (lra) Ende März fand die 36. Eichen- und Buntlaubholzsubmission des Neckar-Odenwald-Kreises und des Hohenlohekreises statt. Mit insgesamt 869 Festmetern (Fm) stieg die Holzmenge gegenüber dem letzten Jahr (826 Fm) leicht an. Die Preise erhöhten sich trotz etwas schlechterer Qualitäten deutlich.

An der Submission nahmen 38 Forstbetriebe aus dem Neckar-Odenwald-Kreis, dem Hohenlohekreis und dem Main-Tauber-Kreis teil. Den Schwerpunkt des Angebots bildete Eiche mit 770 Fm (beziehungsweise 535 Fm für den Neckar-Odenwald-Kreis), gefolgt von Roteiche mit 41 Fm (40 Fm), Kirsche mit 23 Fm (21 Fm), Bergahorn mit 16 Fm (9 Fm) und Esche mit 14 Fm (8 Fm). Daneben wurden in geringeren Mengen noch Elsbeere, Spitzhorn, Ulme, Nuss und Speierling angeboten.

Die Forstbetriebe konnten sich über ein gestiegenes Interesse freuen. Das Holz ging an 27 Furnierhersteller, Säger, Fassholzkäufer und Holzhändler – insgesamt sieben Käufer mehr als im vergangenen Jahr. Lediglich vier Lose mit insgesamt vier Festmetern blieben ohne Gebot.

Der Gesamterlös je Festmeter über alle angebotenen Baumarten stieg gegenüber dem Vorjahr von 442 auf 509 Euro. Der Durchschnittserlös bei der Eiche erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 501 Euro je Fm auf 540 Euro (543 Euro für den Neckar-Odenwald-Kreis). Das ist insofern bemerkenswert, als die Qualität des angebotenen Holzes tendenziell schlechter als im Vorjahr war.

Den höchsten Erlös je Festmeter erbrachte eine Eiche aus der Forstverwaltung des Grafen Erbach-Fürstenau mit 2439 Euro. Seit über 15 Jahren wurde bei den Versteigerungen (bis zum Jahr 2008) und Submissionen (ab dem Jahr 2009) kein höheres Gebot für diese Baumart erzielt. Der Baum mit einem Alter von knapp 190 Jahren stammte von der Gemarkung Beerfelden-Finkenbach aus dem Revier Rauhbach. Bei einer Masse von 3,35 Festmeter erlöste der Stamm 8170 Euro und war damit auch der teuerste Stamm insgesamt.

Die Förster sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. „Eichenholz ist momentan sehr gefragt, die Nachfrage nach guter Eiche übersteigt das Angebot bei Weitem“, erklärte der Leiter der Forstbetriebsleitung Adelsheim, Oberforstrat Martin Hochstein. Man könne schon fast von einer Überhitzung des Marktes sprechen. Leider würden aber die guten, erntereifen Eichen in den Wäldern des Landkreises immer seltener. Viele der Alteichen weisen inzwischen Holzschäden beispielsweise durch Pilzbefall auf, wodurch der Verkaufswert erheblich gemindert würde. 

 

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