Teile der Winterhauch-Schule wegen Brandschutz gesperrt

Gemeinderat Robin Bracht verlässt Waldbrunn und den Gemeinderat – Doris Hering profitiert und rückt nach – Bauplätze in Hahnenfeld II fast ausverkauft – Quadratmeterpreis bei 95 Euro –


Bürgermeister Markus Haas (Mitte) verabschiedet Gemeinderat Robin Bracht. Anschließend vereidigt er Ersatzkandidatin Doris Hering. (Foto: Hofherr)

Waldbrunn. Umrahmt von nicht-öffentlichen Tagesordnungspunkten fand am Montag die erste Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause statt.
Hier hatte sich das Gremium zunächst mit einem Personalwechsel zu befassen. Da der UBW-Vertreter Robin Bracht zum 01. September seinen Wohnsitz aus Waldbrunn weg verlegt hatte, konnte er dem Gemeinderat nicht mehr angehören. Diese Feststellung musste zunächst von den Kollegen des scheidenden Mitglieds getroffen werden. Anschließend verabschiedete Bürgermeister Markus Haas den 2014 direkt gewählten Bracht mit einer entsprechenden Urkunde. Er dankte namens der Gemeinde für das Engagement und wünschte ihm alles Gute.

Vom Ausscheiden profitierte Doris Hering (UBW), die aufgrund des von Robin Bracht gewonnenen Direktmandats als Ersatzbewerberin in den Gemeinderat nachrückte. Hering gehörte dem Gremium von 2009 bis 2014 schon einmal an, wurde dann aber nicht wiedergewählt.
Nachdem das Kommunalparlament formell festgestellt hatte, dass bei Doris Hering keine Hinderungsgründe für das Nachrücken sprechen, verpflichte Haas die Ersatzkandidatin auf die gewissenhafte Erfüllung ihrer Amtspflichten. Sie sei nur den Gesetzen und ihrem Gewissen verpflichtet, so die Vereidigungsformel weiter.

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Nachdem die Personalien geklärt waren, wurden die Ablösungsbestimmungen für die Bauplätze im Hahnenfeld II beschlossen. Anschließend legte der Rat den Preis für den Quadratmeter Bauland auf 95 Euro inklusive der Erschließungsbeiträge fest. Gemeindeoberhaupt Haas teilte dem Gremium noch mit, dass man erfreulicherweise bereits 13 Vormerkungen für 13 Bauplätze habe, sodass der Verkauf – auch angesichts der möglicherweise steigenden Grunderwerbsteuern – relativ schnell über die Bühne gehen sollte.

Für 54.000 Euro wurden anschließend Architektur- und Ingenieurverträge für die Ertüchtigung des Brandschutzes in der Winterhauch-Schule an die Büros Link/Schmitt aus Eberbach bzw. PSP-Planungsbüro Schmitt&Partner GmbH aus Mauer vergeben. Nach der Brandverhütungsschau mit dem Landratsamt wurde das obere Stockwerk der Schule für die Nutzung gesperrt. Während der Gemeinderat davon in nicht-öffentlicher Sitzung erfuhr, ist der Öffentlichkeit weder über die Sperrung, noch über das nun umzusetzende Brandschutzkonzept informiert.

Zum Preis von 70.000 Euro verkaufte der Gemeinderat anschließend ein Grundstück im Gewerbe- und Mischgebiet Waldbrunner Höhe. Da ein Viertel des knapp 2.600 Quadratmeter großen Grundstücks wegen eines Grünstreifens nicht bebaut werden darf, hatte der Rat bereits vorab – ebenfalls nicht-öffentlich – einem knapp 8.000 Euro hohen Rabatt zugestimmt, sodass die öffentliche Beschlussfassung lediglich Formsache war. Käufer ist Fuhrunternehmer Alexander Teller, der mit Abschluss des Kaufvertrags eine Bauverpflichtung innerhalb von fünf Jahren eingeht.

Nachdem der Gemeinderat den Bau von drei Garagen in Weisbach genehmigt und der Annahme von Spenden zugestimmt hatte, gab Bürgermeister Markus Haas die Niederschriften nicht-öffentlicher Sitzungen bekannt.

Anschließend verabschiedete er die wenigen Zuhörer und setzte die zuvor unterbrochene Sitzung wieder unter Ausschluss der Bürgerschaft fort.

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