Sag nicht „Ja!“, wenn du „Nein!“ meinst

Großes Frauenfrühstück in Walldürn

von Regina Köhler


(Foto: Sieglinde Fach)
Walldürn. Auf Einladung der Katholischen Frauengemeinschaften (kfd) aus Walldürn, Hornbach und Rippberg kamen 100 Frauen in den Pfarrsaal in Walldürn.

Nach der Begrüßung von Sieglinde Fach und einer Improvisation am Klavier von Marcel Dittrich gab es ein reichhaltiges Frühstück. Bald hallte der Saal wieder von den angeregten Gesprächen. An jedem Tisch sorgte eine Verantwortliche, dass es immer genügend Kaffee und Brötchen als Nachschub gab. Das Küchenteam hatte außerdem schöne Wust- und Käseplatten, Obst und verschiedenen Aufstriche vorbereitet.

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Im zweiten Teil referierte Regina Köhler, Referentin für Frauenpastoral, Hainstadt, zum Thema: Sag nicht Ja, wenn du lieber Nein sagen willst. Ein Thema, das doch immer noch überwiegend ein Frauenthema zu sein scheint. „Wie oft haben Sie sich schon darüber geärgert, dass Sie zu schnell, zu oft etwas zugesagt oder versprochen haben?

Mit vielen Beispielen aus dem Alltag erläuterte die Referentin mögliche Gründe, warum das Nein-Sagen manchmal so schwer fallen kann. Das Ja-Sagen erforderte den geringeren Widerstand, zudem lasse „frau“ sich von einer guten Sache schnell begeistern und überreden. Köhler wollte die Frauen nicht zum notorischen Nein-Sagen ermutigen, sondern durch die Haltung der Pro-Aktivität zu mehr Eigenverantwortung aufrufen.

Es gehe darum, nicht nur auf andere zu reagieren, sondern unabhängig davon, was andere sagen, die jeweilige Situation eigenverantwortlich zu gestalten. Abschließend bekamen die Zuhörerinnen einige konkrete Tipps, wie das Nein-Sagen gut gelingen kann. Einige Stichworte dazu waren: Nein zur Sache – Ja zur Person, die Bedeutung des Zeitgewinns, die Sandwich-Methode und das Bemühen um eine Lösung, von der beide Seiten Gewinn haben.

„Wir sagen immer zu etwas Nein, wir können uns nie alle Türen offen halten. Das Gute kann uns auch vom Besten abhalten.“
Nach zweieinhalb Stunden beendete Sieglinde Fach die Veranstaltung mit herzlichem Dank an ihre Mitstreiterinnen Christine Dörr, Helga Walter, Brigitte Münig und Eva-Maria Kötter.

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