Hüffenhardt: Armin Hagendorn tritt an

(Foto: privat)
(pm) Armin Hagendorn kandidiert bei der Bürgermeisterwahl in Hüffenhardt. Schließlich gehöre zu jeder Wahl eine Auswahl, findet der 51jährige Diplom-Verwaltungswirt, der bisher im Kultusministerium des Landes Baden-Württemberg arbeitet. Durch seine Bewerbung bekommt die Bevölkerung nun eine personelle Alternative zum amtierenden Gemeindeoberhaupt Walter Neff geboten. Im Falle seiner Wahl würde Armin Hagendorn manches anders angehen wollen.

Hüffenhardt wählt am 14. Januar seinen Bürgermeister für die nächsten acht Jahre. Je näher der Wahltermin rückte, desto häufiger war Hagendorn angesprochen worden, er möge kandidieren. In den Augen vieler Bürgerinnen und Bürger fehle es an der Spitze des Hüffenhardter Rathauses an Führungsstärke, an Tatkraft, an Standfestigkeit und an Visionen, bekam Armin Hagendorn häufig zu hören. Der verheiratete Vater eines erwachsenen Sohnes kann das durchaus nachvollziehen.

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Seit 2011 im Ortsteil Kälbertshausen wohnhaft, hat der gebürtige Berliner durch sein Engagement in der Bürgerinitiative „Pro Lebensraum Großer Wald“ e.V. Einblick in die örtliche Kommunalpolitik bekommen. Seitdem findet er, dass man an der Spitze der Gemeindeverwaltung einiges besser machen könnte.

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Apropos Verwaltung: „Auch wenn es ‚Gemeindeverwaltung‘ heißt, geht es längst nicht nur um das bloße Verwalten einer Gemeinde“, findet Hagendorn. Vielmehr sei aktives Gestalten gefragt, das Entwickeln von Ideen, Visionen und realistischen Perspektiven: „Aber bitteschön nicht hinter verschlossenen Rathaustüren oder über die Köpfe und Bedürfnisse der Menschen hinweg, sondern offen, transparent und möglichst gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern.“

Dass die Bevölkerung via Bürgerentscheid die Gemeindeverwaltung in Sachen Windkraft ausbremsen musste, wertet Armin Hagendorn als Indiz, dass die Verwaltungsspitze viel zu lange ignorierte, was die Bevölkerung wirklich wünscht. Dabei sei es doch in einer 2.100-Seelen-Gemeinde für den Bürgermeister vergleichsweise einfach, das Ohr dicht an den Bürgern zu behalten, um deren Bedürfnisse und Befindlichkeiten zu kennen.

„Spätestens seit unser Ministerpräsident Winfried Kretschmann heißt, ist die Politik des Gehörtwerdens zur behördlichen Selbstverständlichkeit geworden“, verweist Armin Hagendorn auf den Chef der Landesregierung, für die er selber seit der Jahrtausendwende arbeitet, derzeit im Referat 41 des Kultusministeriums, wo er mit einschlägigen Verwaltungsangelegenheiten und Schulrecht befasst ist.

Im Falle seiner Wahl zum Bürgermeister würde Armin Hagendorn den Hüffenhardter Gemeinderat keine derart grundlegenden Entscheidungen mehr fällen lassen, ohne zuvor die Bevölkerung zu Wort kommen zu lassen. „Wenn unseren Gemeinderäten bewusst ist, wie die Bürgerschaft zu diesem oder jenem Vorhaben steht, tut sich das Gremium mit Beschlüssen wesentlich leichter“. Anstatt das Gremium Weichen ins Blaue hinein stellen zu lassen, möchte der erfahrene Verwaltungsfachmann den gewählten Bürgervertretern immer erst verlässliche Entscheidungsgrundlagen verschaffen. Zum Beispiel durch zeitig einberufene Bürgerversammlungen.

Armin Hagendorn kann Rathaus.

Dass der Bewerber Rathaus kann, beweist sein beruflicher Werdegang. Von 1996 bis 2000 durchlief er die Ausbildung zum gehobenen Verwaltungsdienst. Neben dem Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Ludwigsburg lernte er in den Rathäusern von Mosbach und Heilbronn sämtliche Ämter und Aspekte kommunaler Daseinsvorsorge kennen. Nach bestandener Prüfung zum Diplom-Verwaltungswirt – mehr als drei Viertel aller Bürgermeister in Kommunen vergleichbarer Größenordnung sind Diplom-Verwaltungswirte – trat Hagendorn in den Dienst der Landesverwaltung und ist seitdem in wechselnden Referaten des Kultusministeriums tätig, derzeit unter politischer Leitung von Susanne Eisenmann (CDU).

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Armin Hagendorn ist parteilos. Im Falle seiner Wahl zum Bürgermeister soll es dabei auch bleiben: „Ich möchte allen Bürgerinnen und Bürgern ein gleichermaßen guter, neutraler, unvoreingenommener Ansprechpartner werden.“ Selbstverständlich gehört dann auch Hagendorns Engagement in der Bürgerinitiative „Pro Lebensraum Großer Wald“ e.V. der Vergangenheit an. Seit er sich zur Bewerbung um das Bürgermeisteramt entschlossen hat, ruht Hagendorns Vorsitz. Die Initiative wird deshalb in ihrer nächsten Mitgliederversammlung einen neuen Vorsitzenden bestimmen.

Ehe er die Verwaltungslaufbahn einschlug, hatte Armin Hagendorn bereits beim Markgräflich Badischen Forstamt Zwingenberg die Ausbildung zum Forstwirt durchlaufen. Als Zeitsoldat (zwölf Jahre) trug er in der Personalhauptverwaltung des Luftwaffenversorgungsregiments 4 in Mosbach Führungsverantwortung.

Aufgewachsen in Waldbrunn, ist Armin Hagendorn seit 17 Jahren in zweiter Ehe mit Angela Hagendorn verheiratet, die aus Kälbertshausen stammt. Über seine zweite Frau fand er nach Kälbertshausen, wo es ihm außerordentlich gut gefällt. Vor sechs Jahren haben sie dort ihr Eigenheim bezogen und gemeinsam Wurzeln geschlagen.

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