Bundesverdienstkreuz für Simone Heitz

Staatssekretärin Dr. Bärbl Mielich (li.) überreicht in Aglasterhausen Urkunde und Bundesverdienstkreuz an Simone Heitz. (Foto: privat)

Herausragende Verdienste für Frieden und Bewahrung der Schöpfung in Kirche, Gesellschaft und Politik gewürdigt

Aglasterhausen. (pm) Simone Heitz (52) wurde gestern (6.2.2018) in Aglasterhausen für ihr außergewöhnliches Engagement in Kirche und Gesellschaft durch die Staatssekretärin des Sozialministeriums Baden-Württemberg, Dr. Bärbl Mielich (Stuttgart) das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

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Simone Heitz habe ein „großes Herz für die Bewahrung der Schöpfung und eine Welt, in die wir unsere Kinder guten Gewissens übergeben können“, sagte Mielich vor rund 200 Gästen in der Aglasterhauser Festhalle. Heitz Zielstrebigkeit sei „ansteckend“ und habe in 24 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit für Kirche, Umweltschutz und Politik nie nachgelassen. Zusätzlich habe Simone Heitz sich in den Gesundheitsbereich „eingearbeitet“ und sei seit 2009 im Aufsichtsrat der NeckarOdenwald-Kliniken tätig. In Aglasterhausen habe die studierte Diplom Verwaltungswirtin dafür gesorgt, dass die evangelische Kirche als erste in Baden das EU-Umweltzertifikat „Grüner Gockel“ erhielt.

Die Vorsitzende der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Ehefrau und Mutter ist außerdem im Organisationsteam der Klimamesse Aglasterhausen. „Sie sind beharrlich, wenn es um ökologische Fragestellungen geht. Unsere Gemeinde ist stolz auf Sie“, so Bürgermeisterin Sabine Schweiger beim Festakt zu Heitz, die seit 1994 Mitglied im Gemeinderat Aglasterhausen ist. Als „leidenschaftliche Streiterin“ wurde die Vorsitzende der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen von Landrat Dr. Achim Brötel gewürdigt. Brötel: „Wenn wir alle endlich beginnen in Sachen Naturschutz umzudenken, ist es noch nicht zu spät.“

Die evangelische Kirchengemeinderätin und Leiterin des kirchlichen Verwaltungs- und Serviceamtes Meckesheim sei eine „Pionierin in der Landeskirche und glaubwürdig in ihrem Reden und Handeln“, so Dr. André Witthöft-Mühlmann von der Evangelischen Landeskirche Baden (Karlsruhe) und überbrachte einen Gruß des Landesbischofs an die Geehrte.

Dekan Ekkehard Leytz, Vorstand des Verwaltungszweckverbandes Rhein-Neckar (Eberbach) hob Heitz „Blick für das Ganze“ hervor. Sie achte darauf, „dass Kirche ihre Mittel einsetzt, um Bedürftigen zu helfen, die gute Botschaft von Gottes Liebe weiterzusagen und um Gottes gute Schöpfung zu bewahren und zu feiern.“

Simone Heitz selbst mochte die höchste Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland gestern „nicht als Person entgegennehmen“. Sie sehe in der Ehrung vielmehr eine Würdigung der Umwelt- und Friedensarbeit an sich und der vielen Aktiven bundesweit. Ihr Engagement in Umwelt- und Friedensfragen sei vor allem durch eindrückliche Erlebnisse in der Kindheit geprägt worden, sagte Heitz in ihrer Dankesrede vor dem Auditorium aus Bund, Land, Kirche und Gesellschaft.

Erlebnisse und Erzählungen ihrer Großmutter aus Krieg, Fremdenhass und Verfolgung hätte dazu geführt, dass sie sich gegen Fremdenfeindlichkeit und für den Frieden einsetze. Umweltsünden, ein Zwischenfall im Atomkraftwerk Obrigheim und die Stationierung von Kurzstreckenraketen in der 80er Jahren seien „Schlüsselerlebnisse“ gewesen, die die gebürtige Mosbacherin dazu geführt hätten, sich in Kirche, Politik und Naturschutz einzusetzen. Heitz war von 2000 bis 2002 auch im Bundesvorstand des NABU tätig.

Heitz: „Umstände und Menschen haben mich geprägt. Mein Vater hat mich bestärkt, mich auch politisch einzubringen. Ich bin überzeugt davon, dass wir die Welt von unseren Kindern nur geliehen haben. Das Argument, ein Einzelner können nichts bewirken, darf keine Ausrede sein, etwas zu tun.“

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