Zahnfehlstellungen bei Erwachsene

(Symbolbild – Pixabay)

von Dr. med. dent. Petra Hinz

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Aligner: So sieht die moderne kieferorthopädische Behandlung von Zahnfehlstellungen bei Erwachsenen aus

Schöne Zähne und ein strahlendes Lächeln vermitteln einen positiven Eindruck bei den Mitmenschen. Doch was tun, wenn die eigenen Zähne schief sind und man sich damit unwohl fühlt? Früher gab es für die Korrektur von Zahnfehlstellungen nur feste und lockere Zahnspangen. Beide sind jedoch für andere deutlich sichtbar und dem Träger nicht selten unangenehm. Die moderne Zahnmedizin bietet mit der Aligner-Behandlung eine Möglichkeit, die Zähne ohne sichtbare Spange wieder in die richtige Position zu bringen.

Was ist ein Aligner?

Die spezielle Schiene wurde vor allem für die Erwachsenenbehandlung entwickelt. Sie besteht aus transparentem und biokompatiblem Kunststoff und ist kaum sichtbar. Ein Aligner korrigiert die Zähne schonend sowie sanft und kommt ganz ohne Klammern, Schrauben oder Brackets aus. Sie können die Schiene jederzeit herausnehmen und auf einfache Weise reinigen.

Ablauf der Aligner-Behandlung

Ihr Kieferorthopäde fertigt die Schiene individuell für Sie an. Nach jedem Fortschritt gibt es eine neue Kunststoffschiene, so dass die Zähne Schritt für Schritt korrigiert werden.

Insgesamt kommen drei verschiedene Materialstärken über vier Wochen zum Einsatz. Das bedeutet, dass Sie pro Behandlungsschritt drei Schienen in unterschiedlichen Stärken tragen: Soft, medium und hart. Durch diese konstante Verstärkung der Kraft kann man die Zähne effektiv und gleichzeitig auf sanfte Weise anpassen.

Wann kann eine Aligner-Behandlung zum Einsatz kommen?

Grundsätzlich kann man mit einer Aligner-Behandlung viele Zahnfehlstellungen korrigieren. Ob eine Kunststoffschiene zum Einsatz kommt, kann der Kieferorthopäde immer erst nach einer individuellen Anamnese entscheiden.

Vorteile der Aligner-Behandlung

Gerade für Erwachsene ist diese Art der Zahnkorrektur sehr angenehm, da die Schiene nahezu unsichtbar ist. Zudem können sich keine Essensreste in Brackets oder Metallklammern verhaken. Die kurze Behandlungsdauer von vier Wochen ist  ein weiterer Pluspunkt.

Nachteile der Aligner-Behandlung

Da die Schienen herausgenommen werden können, besteht die Gefahr, dass man sie nicht kontinuierlich trägt. Eine Tragedauer von 22 Stunden pro Tag sollten Patienten auf jeden Fall einhalten.

Jedes Mal, wenn man die Kunststoffschiene entfernt, muss man die Zähne vor dem erneuten Einsetzen reinigen, da es sonst zu oberflächlichen Verfärbungen der Zähne kommen kann.

Am Anfang der Behandlung kann es bei einigen Patienten zu einer lispelnden Aussprache kommen, bis man sich an die Schienen gewöhnt hat.

Die Aligner-Behandlung wird nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Wer allerdings privat versichert ist, hat gute Chancen die Kosten erstattet zu bekommen.

Zur Autorin

Dr. med. dent. Petra Hinz

• Fachzahnärztin für Kieferorthopädie

• Zertifizierte Zahnärztin für Lingualtechnik und Schienenapparaturen

Dr. Hinz absolvierte das Studium der Zahnmedizin in Göttingen. Seit 1999 ist sie in der kieferorthopädischen Praxis Prof. Hinz & Kollegen niedergelassen. Spezialisiert hat sich Dr. Hinz auf die Behandlung von Zahnfehlstellungen mit Lingualtechnik und Schienenapparaturen. Dr. Hinz bildet sich regelmäßig fort und veröffentlicht wissenschaftliche Publikationen in Fachmedien.

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