Seckach berät weitere Baugebiete

Das ehemalige Milchhäusle am Wasserschloss Großeicholzheim soll mit LEADER-Mitteln aufgewertet werden. (Foto: Liane Merkle)
Seckach.  (lm)  Neben der neuen Wasserkonzeption, den Hochwasserschutzmaßnahmen und der allgemeinen Infrastrukturverbesserungen, steht auch die Schaffung von weiteren Wohnbauplätzen im Mittelpunkt der Investitionen der Gemeinde Seckach.

Als wichtiger Baustein in der mittel- bis langfristigen Zukunftsplanung steht dabei der Bebauungsplan „Steinigäcker-Gänsberg II“ im Ortsteil Seckach im Fokus der planerischen Unternehmungen. Hierbei geht es um besagten Bebauungsplan, mit dessen Entwurfsplanung zur Durchführung der Offenlegung aus Beteiligung der Öffentlichkeit und Behörden, mit dem sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung befasste.

Wie Bürgermeister Thomas Ludwig betonte, wurden inzwischen die eingegangenen Anregungen und Einwendungen eingearbeitet und somit könne der Bebauungsplan zur Offenlegung freigegeben werden. Die Inhalte des Entwurfs erläuterte H. Bergmann vom Büro IFK aus Mosbach. Demnach wurde vor allem Wert auf nicht zu massige Bauten, auf die Vermeidung von Schottergärten und -Aufschüttungen sowie auf gesteigerten Naturschutz gelegt. Die bisherige Zufahrt wird als ausreichend erachtet, wenn auch eine weitere Zufahrt zur Waidachshofer Strasse für die Zukunft eingeplant wurde.

Beim Bebauungsplan „Steinigäcker-Gänsberg II“ handelt es sich um eine Grundstücksfläche von knapp 10 Hektar, auf der 140 bis 170 Wohneinheiten entstehen sollen. Errechnet wurden die Kosten für die Erstellung des Bebauungsplanes mit rd. 75.000 Euro und für die Erstellung der Grünordnungsplanung mit rd. 32.000 Euro, die durch die Einnahmen aus den Bauplatzverkäufen refinanziert werden sollen. Eine Planeinsichtnahme ist im Bürgerbüro des Rathauses Seckach im Zeitraum vom 09.03. bis 17.04.2020 möglich.

Bis Ende Januar wurden Öffentlichkeit und Behörden auch über den Bebauungsplan „Röhrig-Teiländerung Grabenweg 22“ im Ortsteil Großeichholzheim informiert. Aus der Bevölkerung wurden keine Stellungnahmen vorgebracht. Die Anregungen von Seiten der Träger öffentlicher Belange wurden und werden in den neuen Bebauungsplan eingearbeitet, so dass der Gemeinderat seine Billigung zu einem Satzungsbeschluss geben konnte.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um die Beschaffung von Ortseingangsschildern für die Gesamtgemeinde. Bürgermeister Ludwig informierte hierzu, dass bei der bereits im Oktober 2018 durchgeführten Vereinsvertreterbesprechung durch die örtlichen Vereine erstmals und danach noch zweimal angeregt wurde, für alle Ortsteile einschl. Kinder- und Jugenddorf Klinge neue und einheitliche Ortseingangsschilder zu beschaffen. Als Begründung wurde angegeben, dass die Gemeinde damit ihre Willkommenskultur weiter verbessern könne. Zudem würde das „wilde Plakatieren“ der örtlichen Vereine entbehrlich werden, was auch zu Kostenersparnis und zur Verbesserung des Ortsbildes beitragen würde.

Nach aktueller Sachlage würden elf Aufsteller benötigt. In enger Kooperation mit den Vereinen sollen für die rd. 14.000 Euro teure Maßnahme mindestens zwei Angebote eingeholt werden. Die relevanten Vereine erklären sich schriftlich dazu bereit, künftig auf anderweitige Plakatierungen oder sonstige Werbemaßnahmen im öffentlichen Raum zu verzichten.

Der Tennisclub Großeichholzheim will sich dem neuen Trend „Beachtennis“ anschließen und beabsichtigt daher, einen seiner vier Plätze umzubauen. Der badische Sportbund hat bereits bei einem förderfähigen Aufwand in Höhe von 15.700 Euro eine Förderung von 4.710 Euro zugesagt. Unter Anwendung der mittlerweile schon seit vielen Jahren üblichen Praxis schloss sich der Gemeinderat an und gewährte die gleiche Summe dazu.

Das Milchhäusle in Großeicholzheim ist inzwischen in die Jahre gekommen und kann sich nicht mehr den Anforderungen eines solchen zentralen Ortes stellen, so der Tenor des Ortschaftsrates, der nun eine Modernisierung des ehemaligen Milchhauses am örtlichen Wasserschloss als zentralen Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft fordert.

Vordergründig geht es hierbei um die Beantragung von Fördermitteln im Rahmen eines LEADER-Kleinprojektes. Bei errechneten Gesamtkosten in Höhe von ca. 18.000 Euro könnten 14.400 Euro als Förderung erwartet werden. Der Restbetrag soll aus dem Finanzhaushalt der Gemeinde bereitgestellt werden. Ortsvorsteher Reinhold Rapp stellte das Vorhaben vor, das in bürgerschaftlicher Eigenleistung durchgeführt werden soll. Man will das ortsprägende Gebäude streichen, das Dach entmoosen, die wilde Plakatierung unterbinden, Sitzbänke und eine Mitfahrerbank aufstellen, eine Fotoausstellung der früheren Nutzung anbringen, evtl. Bücherschränke und falls es die Finanzierung noch erlaubt, auch noch Regio-Automaten aufstellen.

Die Verwaltung wurde beauftragt zusammen mit dem Ortschaftsrat weitere Schritte zu unternehmen. Abschließend der öffentlichen Sitzung gab Bürgermeister Ludwig noch bekannt, dass die Aktion „1.000 Bäume für 1.000 Gemeinden“ in Seckach wie eine Bombe eingeschlagen habe. Schon jetzt seien über 100 Kinder und fast ebenso viele Erwachsene für 13. Und 14. März angemeldet. Treffpunkt sei an beiden Tagen jeweils 10 und 11 Uhr an der Schloßgartenhalle Großeicholzheim, von wo aus der Bustransfer zur Baumpflanzaktion startet.

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