„Beide Klinikstandorte erhalten“

Neckar-Odenwald-Klinik Mosbach
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(Archivbild)

SPD-Kreistagsfraktion tagt zur Vorbereitung auf den Kreistag – Jede Privatisierungstendenz verhindern

Mosbach.  (pm) „Das Kliniken-Thema wird uns weiterhin intensiv begleiten“! Mit diesen Worten begann die notwendig gewordene weitere Sitzung der SPD-Kreistagsfraktion im Bürgerbüro in Mosbach, um die neuesten Zahlen und Entwicklungen zu diskutieren. Einig war man sich, dass die ärztliche Versorgung im gesamten Neckar-Odenwald-Kreis gewährleistet sein muss. Der überwiegende Teil der Bevölkerung fährt immer schon weit und muss dies auch in Zukunft tun. Daher müssen beide Klinikstandorte erhalten werden und um die Breite des bisher bestehenden Angebots zu erhalten, ist auch jede Privatisierungstendenz zu verhindern.

„Dafür brauchen wir Mehrheiten im Kreistag“, so der Tenor der SPD-Fraktion. Georg Nelius erläuterte die positive Entwicklung der letzten Wochen und berichtete vom festen Willen seitens der Klinikleitung, die Hausaufgaben kaufmännisch in den Griff zu bekommen. Per elektronischer Post unterstrich Karlheinz Graner, der nach seiner Operation im heimischen Krankenhaus nun das Gehen wieder übt, die Unsicherheit und Verängstigung, aber auch die motivierenden Stimmung in der Belegschaft. Ihr müsse man unbedingt zur Seite stehen.

In der Diskussion wurde deutlich, dass viele Fraktionsmitglieder wünschten alles so lassen zu können, wie es war. Aber bewusst wurde allen, dass das leider unrealistisch und nicht finanzierbar ist. „Könnten wir steuern, zu welchen Ärzten und in welche Kliniken die Menschen im Kreis gehen, wäre manches anders. Aber es besteht die freie Arzt- und Krankenhauswahl – und viele Menschen fahren dafür auch weit über die Kreisgrenze hinaus. Das ist Realität“, so Norbert Bienek. „Eine große Herausforderung ist es, bei der Fülle und Komplexität der unterschiedlichen Informationen, das herauszufiltern, was zur Entscheidungsfindung beiträgt“, so Gaby Teichmann und erinnerte an die vielen Gespräche, die auf allen Ebenen auch mit der Belegschaft und insbesondere der Bürgerschaft geführt werden.

+„Oberstes Ziel ist“, fasste Heide Lochmann den zum Teil auch kontroversen Meinungsaustausch zusammen, „die Kliniken in eigener Hand zu behalten und keine Privatisierung zuzulassen, um steuern zu können, dass die Grund- und Regelversorgung im Kreis für jung und alt, Frauen, Männer und Kinder flächendeckend gewährleistet werden kann“. Dazu ist es notwendig, dass die Kliniken vorrangig und zügig ihre hauseigenen Probleme in den Griff bekommen, das Riesendefizit abbauen und dafür alle Personalkapazitäten einsetzen. Erst später- Ende Juni – sollten dann nach Erreichen von Verbesserungen neue Ziele ins Auge gefasst werden. Der andere Weg, bereits jetzt strukturelle Veränderungen einzuleiten um zusätzlich weitere Verbesserungen zu erzielen, die eine Privatisierung vermeiden, ist umstritten.

Die gelben Tonnen waren das zweite Thema, über das die Fraktion aus aktuellem Anlass debattierte. Denn auch das gehört zur Wirklichkeit, es gibt sehr viele weitere Themen, denen sich der Kreistag zu widmen hat, auch wenn die Kliniken derzeit im absoluten Mittelpunkt der zu entscheidenden Punkte stehen. Die anderen Themen dürfen darüber aber nicht vernachlässigt oder hintangestellt werden. Auch dazu sind Verwaltung und Kreistag aufgefordert.

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