Es begann im Schienenbus

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(Foto: Liane Merkle)

Seckach. (lm) Im Schienenbus von Seckach nach Osterburken lernte der Bahnbeamte Horst Klier den Fahrgast Hildegard Schwing kennen und da sich die beiden auf Anhieb sehr sympathisch waren, folgten viele Verabredungen – unter anderem zum Tanzen im Lamm – bis sich die beiden an einem sehr verregneten 19. Juni im Jahr 1971 in der Pfarrkirche St. Sebastian bei Pfarrer Becker das Ja-Wort gaben.

Erfüllt von Dankbarkeit für 50 schöne und gemeinsame Jahre feierten die beiden am Samstag im Kreis ihrer Lieben und im ehemaligen Elternhaus der Jubelbraut das Fest der Goldenen Hochzeit.

Hildegard Klier, geb. Schwing (Jahrgang 1951), ist in diesem ehemals landwirtschaftlichen Anwesen als jüngste von drei Schwestern aufgewachsen. Ihr Wunschberuf war Damenschneiderin, und obwohl ihre Handarbeitslehrerin „mangels Begabung“ dringend von dieser Berufswahl abgeraten hatte, schaffte sie ihre Ausbildung bei der Walldürner Firma WaBa mit Bravour und wurde gerne übernommen. Später wechselte sie zur Seckacher Firma Klaab & Co und danach zuKunst & Mode Ammermann. Als Mutter von zwei Kindern setzte sie einige Jahre aus, um danach im örtlichen Edeka-Markt bis zu Rente eine Anstellung zu finden.

Horst Klier wurde 1949 als ältestes von insgesamt sieben Geschwistern in Zimmern geboren. Er ist stolz, dass er das Eisenbahnerhandwerk von der Pike auf am Seckacher Bahnhof erlernen durfte. Und diesen Beruf als Beamter im mittleren Dienst übte er an den Bahnhöfen in Mannheim, Neckarelz, Oberschefflenz, Seckach und dann bis zu Pensionierung in Bödigheim aus.

Spaß am Sport und unzählige Ehrenämter im kirchlichen Umfeld haben das Paar zusammengeschweißt. Hildegard Klier war über 30 Jahre im Kindergottesdienst-Team und aktiv bei der Erstkommunion- und Firmvorbereitung, während ihr Mann über Jahrzehnte als Lektor, Kommunionhelfer, Pfarrgemeinde- und Stiftungsrat aktiv war. Aktuell nimmt er noch mit Begeisterung am Männerbibelkreis teil und beide sind sehr engagiert in der Bücherei der Pfarrkirche St. Sebastian tätig.

Wandern lieben beide, wobei die Jubelbraut locker 25 Kilometer hinter sich bringen kann, und ihr Ehemann eher kürzere Laufstrecken bevorzugt und dafür außerordentlich fleißig mit dem Rad unterwegs ist. Zum einen mit der Adelsheimer Radgruppe, aber auch alleine. So sind 300 Kilometer in der Woche kein Problem für ihn. Des Weiteren sind seine handwerklichen Fähigkeiten im Bekanntenkreis und darüber hinaus außerordentlich gefragt.

Gefragt nach weiteren Hobbys schwärmen die beiden von zwei Amerika-Reisen mit dem Sohn und jährlichen Reisen mit Pfarrer Schneider und der Seelsorgeeinheit, bei denen sie Europa kennengelernt haben. Als jüngstes Hobby wäre dann noch „Verwöhnen des Enkelkinds“ zu nennen.

Unsere Redaktion schließt sich nachträglich den sicherlich zahlreichen Glückwünschen zum Jubelfest gerne an.

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