Umgang in extremen Wettersituationen

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Unterricht bei Schnee, Eis, Sturm, Hochwasser und auch bei extremer Hitze

Neckar-Odenwald-Kreis. (lra) Wer im Neckar-Odenwald-Kreis lebt, der weiß, dass hier vor allem in den höheren Lagen im Winter durchaus mit sehr kalten Temperaturen, heftigem Schneefall und dadurch bedingt mit Glatteis und sonstigen widrigen Straßenverhältnissen zu rechnen ist. Auch der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist grundsätzlich darauf eingestellt. Dennoch hat es in der Vergangenheit – zuletzt am 20. Dezember 2010 – immer wieder Situationen gegeben, in denen die Witterungslage so extrem war, dass es zu ganz erheblichen Behinderungen im Bahn- und Busverkehr gekommen ist. Diese Behinderungen wirkten sich auch auf die Schülerbeförderung und den Schulbetrieb aus, zumal ein sehr großer Teil der Schülerinnen und Schüler im Landkreis für ihre teils weiten Schulwege Bus oder/und Bahn im Rahmen des ÖPNV nutzen. Im Nachbarlandkreis Miltenberg war sogar ein Todesopfer zu beklagen. Nun wurde ein Leitfaden im Landratsamt vorgestellt, der in den letzten Monaten entstanden ist und der verhindern soll, dass es zu ähnlichen Situationen wie im letzten Dezember kommt.


Denn in der Nachbetrachtung war festgestellt worden, dass insbesondere kurze Informations- und Kommunikationswege fehlten, die das letztlich eingetretene Chaos hätten verhindern können. Verkehrsunternehmen, Schulen und Eltern wussten letztlich nicht, wie und wo sie Informationen abrufen bzw. weitergeben konnten. Um ein entsprechendes Informations- und Kommunikationsnetz zu knüpfen und den Betroffenen fixe Handlungsempfehlungen sowie eine Darstellung der Zuständigkeits- und Verantwortungsbereiche  an die Hand zu geben, wurde im Februar 2011 nach einem Gespräch zwischen Landrat Dr. Achim Brötel und Leitendem Schulamtsdirektor Hartwig Weik die „Arbeitsgruppe Leitfaden Extreme Witterungslage (ALEW)“ ins Leben gerufen. Dabei mitgewirkt haben als Vertreter des Landratsamtes Markus Appenzeller, Elmar Brümmer, Dirk Schäfer und Harald Steinbach, Schulrat Peter Frey vom Staatlichen Schulamt Mannheim, Hans-Eberhard Müller (Buchen) und Peter Deobald (Mosbach) als geschäftsführende Schulleiter, Edgar Brauch vom Neckar-Odenwald Verkehrsverbund (NOV) und als kommunaler Vertreter Dr. Wolfgang Hauck, Beigeordneter der Stadt Buchen.


Flirten, Chatten & Freunde treffen


In insgesamt drei Sitzungen ist der nun vorgestellt Leitfaden, der neben allgemeinen Hinweisen zum Umgang bei Schnee, Eis, Sturm, Hochwasser und auch bei extremer Hitze („Hitzefrei“) eine ganze Reihe von Kontaktlisten enthält, entstanden. Im Juli 2011 wurde der Leitfaden zusätzlich mit den Schulen abgestimmt, die nicht dem Staatlichen Schulamt unterstehen.

Die endgültige Fassung liegt seit September 2011 vor. Rechtzeitig vor Beginn des kommenden Winters wurde der Leitfaden nun von Landrat Dr. Achim Brötel in einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Staatlichen Schulamt und im Beisein von Ilse Petilliot-Becker vom Regierungspräsidium Karlsruhe der Presse vorgestellt. Dabei lobten sowohl der Landrat als auch Schulrat Peter Frey die gute Zusammenarbeit: „Das war ein gutes Kooperationsmodell.“ Tatsächlich hätte es große Informationsdefizite auf allen Seiten gegeben. „Die sind nun bereinigt und dank der ständigen Aktualisierung des Leitfadens sollte es bei der Kommunikation keine Probleme mehr geben“, so der Landrat, der betonte, dass der Leitfaden durchaus auch als landesweites Muster dienen könne. Im Anschluss wird der Leitfaden allen Schulleiterinnen und Schulleitern sowie den im ÖPNV tätigen Verkehrsunternehmen zur Verfügung gestellt.

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