4. Runden – „Neue Medien – Fluch oder Segen?“

Neckar-Odenwald-Kreis. Im Jahr 2009 hat die Kommunale Kriminalprävention des Neckar-Odenwald-Kreises in Zusammenarbeit mit dem Kreismedienzentrum und der Fachstelle Sucht das Projekt „Neue Medien – Fluch oder Segen“ konzipiert. Seitdem wurden über 3.500 Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse sowie zahlreiche Eltern und Lehrkräfte geschult. Jetzt geht das Projekt im kommenden Schuljahr in die vierte Runde.

Um was geht es? Handys und Internet sind aus der heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken und ebenso die Probleme und Gefahren, die gerade für Jugendliche hieraus erwachsen. Die junge Generation wächst bereits wie selbstverständlich mit den neuen Medien auf und ist dabei aber auch vielen unterschiedlichen Gefahren und Einflüssen ausgesetzt. Viele Eltern sind überfordert und können der schnellen Technik  kaum folgen. Hier setzt das Projekt „Neue Medien – Fluch oder Segen?“ an. Es soll Jugendlichen an die neuen Medien heranführen und gleichzeitig die Eltern befähigen, die Gefahren zu erkennen und erzieherisch entgegen zu wirken.




Im Rahmen des Schulunterrichtes erhalten die Schülerinnen und Schüler durch Referenten der Polizeidirektion Mosbach, des Kreismedienzentrums und der Fachstelle Sucht wertvolle Tipps zum verantwortungsvollen Umgang mit den neuen Medien. Hier kommt zum ersten Mal der s.g. NOK-Stick (Neckar-Odenwald-Kreis-Stick) zum Einsatz. Dahinter verbirgt sich ein eigens für dieses Projekt kreierter USB-Stick, der mit allerhand nützlichen Tipps für Jugendliche und Eltern bestückt, aber auch für den täglichen Gebrauch geeignet ist. Dem Unterricht schließt sich eine Abendveranstaltung für Eltern an. Ziel dieses Termins ist es, die Eltern zu sensibilisieren, ihre Kinder beim Umgang mit  Medien nicht alleine zu lassen.

Von Beginn an war die Resonanz auf dieses Projekt überwältigend. Nach einer Pilotphase an drei Schulen meldeten zahlreiche Schulen ihr Interesse an. Inzwischen  ist die Kommunale Kriminalprävention im ganzen Landkreis unterwegs. Auch außerhalb des Landkreises hat das Projekt für Schlagzeilen gesorgt und wurde auf dem Deutschen Präventionstag 2010 in Berlin einem fachkundigen Publikum vorgestellt. Besonderen Gefallen findet vor allem der NOK-Stick. Die Verantwortlichen bei der Polizeidirektion Mosbach und dem Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis sind sich einig: „Darin unterscheidet sich dieses Projekt von anderen. Das ist Prävention zum Anfassen!“ Dankenswerterweise hat der Rotary Club Neckar-Odenwald-Kreis das Projekt mehrere Jahre finanziell unterstützt. Neuerdings wird dies der Förderverein „Sicherer Neckar-Odenwald-Kreis“ übernehmen. Die Vorbereitungen auf das neue Schuljahr laufen bereits. 

Ziel ist es wieder, rund 1000 Schülerinnen und Schüler zu erreichen. 

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