Fachdienst Landwirtschaft mit neuem Leiter

Fachdienst Landwirtschaft

Landrat Dr. Achim Brötel (re.) und Erster Landesbeamter Martin Wuttke (li.) gratulieren Bernhard Heim zum Amtsantritt. (Foto: LRA)

Neckar-Odenwald-Kreis. (lra) Bernhard Heim ist als Nachfolger von Gerhard Kohler, der kürzlich in den Ruhestand verabschiedet wurde, zum neuen Leiter im Fachdienst Landwirtschaft beim Landratsamt des Neckar-Odenwald-Kreises berufen worden. Zum Amtsantritt gratulierten neben Landrat Dr. Achim Brötel auch der Erste Landesbeamte, Martin Wuttke. Der Fachdienst Landwirtschaft gehört zu dessen Zuständigkeitsbereich.

Bernhard Heim ist in diesem Fachdienst, der seinen Sitz in Buchen hat, kein Unbekannter. Schon seit 2003 ist er dort unter anderem für die Bereiche Agrarstruktur, Betriebswirtschaft sowie die Fachschule für EDV-gestützte Unternehmensführung verantwortlich. „Die Landwirtschaft ist sehr vielseitig und nach wie vor ein bedeutender Wirtschaftssektor in unserem ländlich geprägten Kreis.  Die Strukturen ändern sich permanent und so spannend wie diese Entwicklung sind auch unsere Verwaltungsaufgaben“, erklärt der neue Leiter: „Unsere Landwirtschaft hat im Kreis ein gutes Potential, um regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze zu sichern und sogar neu zu schaffen.“  Mit einer verlässlichen Verwaltung und vor allem mit neuen Impulsen in Beratung und Fortbildung will Heim zur Stärkung der Landwirtschaft und des ländlichen Raumes beitragen: „Denn Landwirtschaft kann so viel mehr sein als nur die Erzeugung von Nahrungsmitteln und von nachwachsenden Rohstoffen“.




Verbessern helfen will er auch den Dialog zwischen Landwirten und Nichtlandwirten, die oft zu wenig Verständnis für die gegenseitige Situation aufbrächten: „Die Bürger müssen besser informiert werden. Ein Beispiel ist der verantwortungsvolle Spritzmitteleinsatz oder die  Gülleausbringung, die einfach sinnvoll und notwendig sind. Manche Landwirte dagegen müssen gerade diesbezüglich lernen, Rücksicht zu nehmen, speziell in der Nähe von Wohngebieten oder Gärten oder an den Wochenenden, wenn die Leute draußen sein wollen. Ein verantwortungsvoller Landwirt nimmt diese Dinge ernst und verstößt bei seiner Arbeit auch nicht gegen Auflagen und Gesetze, weil er weiß, dass er damit die Umwelt oder vielleicht sogar die Gesundheit von Menschen gefährdet und außerdem dem Ruf der Landwirtschaft schadet. Wer das dennoch tut, für den habe ich keinerlei Verständnis.“

Heim stammt selbst aus einem landwirtschaftlichen Betrieb und ist im benachbarten Main-Tauber-Kreis aufgewachsen. Nach dem erfolgreichen Studium der Agrarwissenschaften in Stuttgart-Hohenheim und dem Referendariat im Kreis Biberach übernahm er im damaligen Landwirtschaftsamt in Radolfzell am Bodensee das Referat Betriebswirtschaft. Von 1992 bis 1996 kümmerte er sich als Staatlich Landwirtschaftlicher Unternehmensberater überregional um Höfe in wirtschaftlich schwieriger Situation. In Rottweil war er vier Jahre lang für Tierhaltung und Agrarstruktur zuständig, bevor er in den Landkreis Schwäbisch Hall wechselte, wo er bis zu seinem Wechsel in den Neckar-Odenwald-Kreis 2003 vor allem als Lehrkraft an der Fachschule für Landbau in Kupferzell tätig war. Zuletzt konnte er sich während einer 18-monatigen Abordnung zum Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg im dortigen Referat für Agrarpolitik und Europaangelegenheiten weiter qualifizieren.

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