MGV Schloßau bewältigt bewegtes Jahr

Schloßau. (lm) Ein ungewöhnlich bewegtes Jahr voll wichtiger Entscheidungen und Neuerungen haben die Sänger des Männergesangvereins „Harmonie 1921“ Schloßau hinter sich. Deutlich wurde das im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Probenraum des Rathauses, zu der 1. Vorsitzender Alfred Roos neben den Sängern auch Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, Ortsvorsteher Herbert Münkel, Dirigent Joachim Kirchgeßner, Ehrenmitglieder und Ehrenvorsitzenden Wilhelm Hemberger begrüßte.

Begonnen hatte das Berichtsjahr mit der sehr emotionalen Verabschiedung von Dirigentin Ina Traube, die den Chor aus beruflichen Gründen aufgeben musste. Und wie aus den Berichten deutlich wurde, war wohl das ganze vergangene Jahr sehr gefühlsgeladen gewesen. Da war die Grundsatzentscheidung über den Fortbestand des Chores. Sollte man als reiner Männerchor weitermachen und riskieren, dass die „Mannstärke“ vielleicht schon bald nicht mehr ausreicht, oder sollte man sich mit einem Frauenchor zusammenschließen. Und überhaupt galt es noch, einen geeigneten Dirigenten zu finden.

Dem Bericht von Alfred Roos war  zu entnehmen, wie schwer diese Entscheidungen der Vorstandschaft und den Sängern gefallen sind, und wie froh man inzwischen sei, den offensichtlich richtigen Weg gegangen zu sein. Mit dem neuen Dirigenten Joachim Kirchgeßner habe man wohl den „richtigen Mann“ gefunden, obwohl die Umstellung auf die neue Technik schwierig und er gesangstechnisch genauso pingelig sei wie seine Vorgängerin. Auch dass der „Reine Männerchor“ das Rennen gemacht hat, sei gut gewesen, denn inzwischen habe man zwei weitere Sänger dazu gewinnen können und die neue musikalische Leitung habe dem Klangkörper einen enormen Motivationsschub gegeben. Die Auftritte waren als durchweg positiv zu bezeichnen, wobei die Präsentation als Großchor mit dem MGV Hettingen zusammen beim Weihnachtskonzert des Sängerkreises Buchen in der Mudauer Pfarrkirche als Highlight zu sehen sei. Roos appellierte an die Sänger, sich ein Fehlen in den Proben nicht so einfach zu machen, denn man habe 2013 viel vor und „Larifari-Auftritte gibt es nicht“.




Damit sprach er Schriftführer Joachim Gornik aus dem Herzen, der die 42 Zusammenkünfte, davon 33 Singstunden, resümierte. Er nannte den Polterabend von Klaus Scholl, Auftritte in Scheidental, Schollbrunn und beim Seniorennachmittag, drei Kirchenauftritte und neben dem gut besuchten Familiennachmittag auch die gemeinsamen Essen und den Sieg beim örtlichen Vereinsvergleichsschießen. Derzeit sei man stolz auf 24 aktive und 49 passive Mitglieder. Auch er mahnte regelmäßigen Probenbesuch an, weil für das vergangene Jahr lediglich Paul Mechler, Leo Trunk und er selbst ein Sängerglas erhielten für nur einmaliges Fehlen.

Trotz hoher Ausgaben im vergangenen Jahr konnte Kassier Klaus Scheuermann über eine stabile Finanzlage des Vereins berichten. Nachdem die Kassenprüfer Martin Stuhl und Paul Mechler keinerlei Beanstandungen zu vermelden hatten, fiel die Entlastung seitens der Mitglieder einstimmig aus.

Unter der Wahlleitung von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger brachten die turnusmäßigen Neuwahlen zur Vorstandschaft folgendes einstimmiges Ergebnis: 2. Vorsitzender Roland Baier, Schriftführer Joachim Gornik, Kassenprüfer Martin Stuhl und Manfred Galm, Beisitzer Hans Androsch, Reinhold Gornik, Norbert Henn, Gerhard Scheuermann. Beitragskassier Bernd Grünwald und Vertreter Reinhold Gornik, Fahnenträger Klaus Gramlich, Karlheinz Schork, Begleiter Gerhard Galm, Norbert Henn, Notenwarte Joachim Gornik und Gerhard Scheuermann.

In den Grußworten brachte der Bürgermeister seinen Stolz und seine Wertschätzung über die Leistung der Schloßauer Sänger zum Ausdruck, deren hohe musikalische Qualität auch Ortsvorsteher Münkel hervorhob. Gleichzeitig gab er ihnen auch das Schmankerl mit auf den Weg, dass die Gemeinde eine neue Bestuhlung für die örtliche Schulturnhalle angeschafft habe.

Dirigent Kirchgeßner erläuterte sein Ziel, gefälliges und gutes Liedgut – sowohl für die Sänger als auch für ihr Publikum – neu und möglichst auswendig einzustudieren und betonte: „Singen wie es der Chor tun sollte, ist alles andere als einfach. Es ist konzentriertes Arbeiten“, das aber auch voll Faszination stecke und nachweislich gut für Körper und Seele sei. Er lobte aber auch dieses erste Jahr in Schloßau: „Ihr dürft stolz sein, die Auftritte so gemeistert zu haben.“

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