„Die nachhaltige Integration in den Beruf gelingt“

Regierungspräsidentin Nicolette Kressl informierte sich am Berufsbildungswerk Mosbach-Heidelberg

Kressl Johannes Diakonie

Rundgang durch das BBW. Unser Bild zeigt von links: Eckhard Müller, Andreas Hannak, Jörg Rother (Regierungspräsidium), Christoph Fenner, Nicolette Kressl, Wilhelm Kronawetter. (Foto: pm)

Mosbach. (pm) Dass das Zeichnen einer Obstkiste in der Draufsicht eine knifflige Aufgabe ist, davon konnte sich Regierungspräsidentin Nicolette Kressl bei ihrem Rundgang durch das Berufsbildungswerk (BBW) Mosbach-Heidelberg überzeugen. Der Gast aus Karlsruhe schaute dabei  Auszubildenden und Schülern über die Schulter, die im BBW die Grundlage für eine künftige Berufsausübung legen. Und dabei ist auch der Blick aufs Detail von besonderer Wichtigkeit – wie beispielsweise beim Zeichnen einer Obstkiste.

Zuvor wurde die Regierungspräsidentin von BBW-Leiter Albert Stelzle, Schulleiter Andreas Hannak, Abteilungsleiter Wilhelm Kronawetter und Unternehmensentwickler Christoph Fenner empfangen und über die aktuellen Entwicklungen der Bildungseinrichtung für junge Menschen mit ihren zwei Standorten in Mosbach und Heidelberg informiert. 2013 wurden demzufolge nach zuvor schwächeren Jahren wieder mehr Teilnehmer im Berufsbildungswerk begrüßt, sodass aktuell rund 280 Jugendliche mit Lern- und Mehrfachbehinderungen gefördert werden.




Jeder dritte Absolvent erreiche unmittelbar nach Verlassen des BBWs den Einstig in den Arbeitsmarkt, so Albert Stelzle. „Mit zunehmender Zeitdauer steigt die Erwerbstätigenquote auf etwa 70 Prozent an“. Berufsbildungswerke zeigten, dass eine Berufsausbildung für fast alle Jugendlichen mit einer Behinderung möglich ist und eine nachhaltige Integration in Erwerbstätigkeit gelingt. Das Berufsbildungswerk Mosbach-Heidelberg bietet aktuell Ausbildungen in 20 staatlich anerkannten oder sondergeregelten Berufen sowie darüber hinaus berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen an.

Große Bedeutung hat für das BBW auch die Kooperation mit verschiedenen Förderschulen in der Region. Hier konnte der stellvertretende Schulleiter der Mosbacher Hardbergschule, Eckhard Müller, der Regierungspräsidentin von der guten Zusammenarbeit mit dem BBW berichten. „Wir haben schnell gemerkt, dass das zusammenpasst“. In einem „Mentoren-Konzept“ bekommen Hardbergschüler die Möglichkeit, an einem Vormittag in der Woche Berufsfelder kennenzulernen. Dazu werden ihnen Auszubildende als Mentoren zur Seite gestellt. Außerdem unterrichten auch Lehrer der Hardbergschule am Berufsbildungswerk. Bürokratische Hürden hätte es dabei keine zu überwinden gegeben, antwortete Müller auf eine Frage Nicolette Kressls. „Durch die Zusammenarbeit erreichen viele Schüler unserer Schule einen Berufsabschluss“, so der Konrektor. „Getreu dem Schulmotto: Übergänge erleichtern.“

Um einen solchen Abschluss zu erreichen, ist allerdings eine gehörige Portion Fleiß gefragt. Das wissen auch Auszubildende und Schüler des BBWs, die mit ihrer Obstkisten-Zeichnung beschäftigt sind. Eine schwierige Aufgabe, wie die Regierungspräsidentin den jungen Leuten bescheinigt. „Das wird noch schwieriger“, wissen die wiederum zu berichten. „So soll das aber auch auf dem Weg in den Beruf sein“, gibt die Regierungspräsidentin den jungen Menschen schließlich mit.

 

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