Kartoffelfest im Odenwälder Freilandmuseum

Gottersdorf. (pm) Am Sonntag, 21.September, steht im Odenwälder Freilandmuseum Walldürn-Gottersdorf wieder das große Kartoffelfest auf dem Programm, das erneut von breitem bürgerschaftlichem Engagement in Gottersdorf getragen wird. Es ist dies die große Herbstveranstaltung des Museums mit jahreszeitlich abgestimmten landwirtschaftsgeschichtlichen Themen, die sich zu einer der besucherstärksten entwickelt hat. Eröffnet wird die Veranstaltung um 10.30 Uhr mit  einem  Fassbieranstich durch den Walldürner Bürgermeister Markus Günther und den kaufmännischen Leiter der Brauerei Faust, Johannes Faust,  zugunsten des Odenwälder Freilandmuseums.

Einer der Schauplätze ist wieder der Museumskartoffelacker. Die Ernte wird durchgeführt nach alter Art mit Pferd und Pflug und Traktor und Schleuder. Eine mühselige Arbeit war das Einsammeln der Kartoffeln früher, zu denen man neben allen Mitgliedern des bäuerlichen Haushalts einschließlich der Kinder auch Taglöhner herbeizog. Die Kinder, die heute an diesem Tag in spielerischer Weise auf dem Museumsacker die Kartoffeln einsammeln und mitnehmen dürfen, bekommen doch gleichzeitig eine Ahnung davon, wie mühevoll es früher gewesen sein muss, volle Säcke zu bekommen. Und von dem Ergebnis der Ernte hing das Überleben ab. Für die Kinder, die an diesem Tag das Museum besuchen, gibt es übrigens auch die Möglichkeit, sich an dem beliebten Kartoffeldruck zu beteiligen. Neben der Möglichkeit, beim Kartoffeldruck auf Stoff die Phantasie walten zu lassen, sind übrigens weitere Kinder-Attraktionen geboten: Kartoffelwettspiele, Kartoffelstrohfeuer ebenso wie bei gutem Wetter nicht zuletzt eine Strohhüpfburg.

Die Kartoffelwaschmaschine, die in Betrieb ist und ebenfalls selbst bedient werden darf, vermittelt den Eindruck eines weiteren Arbeitsgangs, der notwendig war, um die Kartoffel zuzubereiten. Und zubereitet darf man die Kartoffel im Museum dann auch genießen: Den Hunger, den man beim Einsammeln bekommt und den alle Besucherinnen und Besucher auch von vorneherein mitbringen dürfen, kann man stillen bei einer Vielfalt traditioneller Kartoffelgerichte. Kartoffeln hat man früher übrigens nicht selten auch mit Butter verzehrt und so ist es nur folgerichtig, auch vorzuführen, wie man Butter auf früheren Bauernhöfen selbst herstellte.

OFLM Kartoffelfest4

Auch die angebotenen Getränke richten sich nach der Jahreszeit, und damit stehen hier Apfelsaft und Most im Mittelpunkt. Das Keltern des Apfelsafts wird vorgeführt, und man kann ihn frisch von der Kelter weg genießen. Mit dem vergorenen Apfelsaft, dem Most, füllten sich die Odenwälder Bauern früher die wenigen Fässer im Keller. Das Herstellen des Mosts war Sache des Küfers und so stammt der ausgeschenkte Most denn auch vom im Dorf ansässigen alteingesessenen Küfereibetrieb Link.

Wieder einmal ist das Prinzip dieses Tages Vorführung landwirtschaftsgeschichtlicher Ernte- und Produktionsmethoden, kombiniert mit gleichzeitigem Angebot entsprechender Speis und entsprechendem Trank.

Einige Bauern im Odenwald hatten auch Waldbesitz und besaßen das Jagdrecht. So wird, wie schon seit einigen Jahren, auch die Kreisjägervereinigung Buchen wieder mit von der Partie sein. Sie ist mit einem eigenem Stand „Lernort Natur“, der gerade auch für Kinder gedacht ist, vertreten und gibt mit naturgetreuen Präparaten Einblick in die heimische Tierwelt. Für die musikalische Umrahmung dieses Themenbereichs sorgen die Jagdhornbläser der Kreisjägervereinigung Buchen.

Damit nicht genug: Erstmals beteiligt sich die Greifvogelwarte der Burg Guttenberg am Event im Odenwälder Freilandmuseum mit einem Falkner und einer  Greifvogelschau am Nachmittag. Einlass ins Museum ist ab 10.00 Uhr, geöffnet ist bis 18.00 Uhr.

Infos im Internet:

www.freilandmuseum.com

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: