Eberbach muss Trinkwasser weiter abkochen

Trinkwasser

Auch MdL Charlotte Schneidewind-Hartnagel (Bündnis 90/Grüne) kocht derzeit ihr Trinkwasser ab. (Foto: pm)

Eberbach. Am Freitagnachmittag wurde durch das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis gegen 17.15 Uhr  mitgeteilt, dass in einem Untersuchungsbefund einer Trinkwasserprobe an einem  zentralen Hausanschluss in Eberbach erhöhte Werte für coliforme Bakterien und E. coli  festgestellt wurden. Es kann daher laut Auskunft des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis eine Verunreinigung des Ortsnetzes Eberbach nicht sicher ausgeschlossen werden. Trinkwasser muss frei von Krankheitserregern sein. Dieses Erfordernis gelte als nicht erfüllt,  wenn Trinkwasser E. coli enthält.

Aus diesem Grund wurden vom Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis folgende vorbeugende  Maßnahmen angeordnet und durch die Stadtwerke Eberbach umgesetzt:

  • Beprobung des Ortsnetzes in Eberbach zum Nachweis der Keimfreiheit
  • Vorbeugende Chlorierung des Ortsnetzes Eberbach
  • Vorbeugendes Aussprechen eines Abkochgebots für das gesamte Ortsnetz Eberbach
  • Betroffene Bereiche: Eberbach, Lindach, Pleutersbach (nur Neckarrain)

 Die Bevölkerung wurde mittels Lautsprecherdurchsagen gewarnt. Weitere Schritte zur Abklärung der Befunde sind durch die Stadtwerke Eberbach bereits in die Wege geleitet worden.

Die ersten Ergebnisse der am Wochenende im Ortsnetz Eberbach entnommenen Wasserproben sind mittlerweile in Zusammenarbeit zwischen Stadtwerke und Gesundheitsamt ausgewertet und das weitere Vorgehen besprochen. Die Ergebnisse sind tendenziell gut.

Am Montag, dem 15.09.2014 wurden seitens der Stadtwerke nochmals Wasserproben entnommen, um die Ergebnisse vom Wochenende zu bestätigen. Sobald diese Ergebnisse ausgewertet sind und bei den Stadtwerken vorliegen, voraussichtlich am Mittwoch, den 17.09.2014 erfolgt die weitere Abstimmung mit dem Gesundheitsamt.

Bis zur Klärung und offiziellen Aufhebung muss das Abkochgebot aus Sicherheitsgründen bestehen bleiben.

Die bündnisgrüne Landtagsabgeordnete MdL Charlotte Schneidewind-Hartnagel, die in Eberbach wohnt, ist ebenfalls vom Abkochgebot betroffen. Sie hebt in diesem Zusammenhang aber auch hervor, dass Trinkwasser des Lebensmittel ist, das am besten kontrolliert wird. Gerade in Eberbach könnten die Verbraucher sehr gutes Wasser konsumieren. Man dürfe daher nicht in Panikmache verfallen. Vielmehr zeige sich durch das Abkochgebot, dass die Kontrollen funktionieren. Außerdem hob sie hervor, dass die Behörden hart daran arbeiten, dass die Bevölkerung das Wasser bald wieder ohne Bedenken genießen kann. 

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