Natur von Norbert Scheurig

Natur

Natur, Natur du trauerst schon,

du müsstest sterben jammerst du,

diesmal kämst du nicht davon,

man drücke dir die Kehle zu.

Deine Adern, die Bäche, Flüsse und Seen,

dein Körper, die Wälder, Wiesen, Berg und Tal,

vergifte man mit Säure und Arsen,

selbst die Tiere wittern deine Qual.

Deine Nahrung, der Regen wäre sauer und schwer,

deine Atemluft stänke nach Rauch und Benzin,

Natur, Natur du willst nicht mehr,

so hätte dein Leben keinen Sinn.

Aber Natur, du wirst schon sehen,

lass nur noch einige Zeit vergehen,

dann wird der, der dir so große Wunden schlug,

sich selber schlagen, Zug um Zug.

(Norbert Scheurig 1983)

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