Mudau lehnt Christbaum-Plantage ab

Neue Kulturen sollen wegen des Landschaftsbilds mindestens 250 Meter von der Bebauung entfernt angelegt werden – Gemeindeverbindungsstraßen erhält Ausweichstellen
  Mudau. (lm) Die Ausbauarbeiten in der Prof.-Albert-Straße in Steinbach werden wegen Aufnahmen von zusätzlichen Sanierungsprojekten im Umfeld der Straße, die sich im Rahmen der bisherigen Sanierungsmaßnahmen als unumgänglich erwiesen haben, deutlich teurer als geplant und zwar um rd. 129.000 Euro. So beschloss der Gemeinderat nach einigen Diskussionen die Auftragserteilung für die Zusatzaufträge „Brückensanierung Winterberg“, Fahrbahnsanierung Poststraße und Quellwasserleitung Poststraße an die bereits mit dem Straßenbau beschäftigte Firma August Mackmull zum Bruttogesamtpreis von 112.876 Euro. Zugestimmt wurde auch den überplanmäßigen Ausgaben gegenüber dem Haushaltsplan in Höhe von 21.732 Euro, die im Nachtragshaushalt zu finanzieren sind. Wie Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger mitteilte, sollen die Hauptarbeiten der gesamten Baumaßnahme bis zum Jahresende abgeschlossen sein.
 
 Die Kanal- und Wasserleitungsarbeiten seien im Unterdorf und am „Kirchenbuckel“ bis auf Höhe der kath. Kirche abgeschlossen. Und der Arbeit der Firma Mackmull galt ein besonderes Lob des Planungsbüros für die umsichtige und zuverlässige Arbeit. Edgar Kraft als Vertreter des Planungsbüros Walter + Partner erläuterte den Bauablauf und insbesondere auch die Notwendigkeit der Brückensanierung beim Steinbächlein sowie der Fahrbahnsanierung/Quellwasserableitung in der Poststraße Teil 1 und 2.
 
 Schließlich ist u.a. noch der Bereich beim Brunnen im Unterdorf zu sanieren. Dies betrifft vor allem die Sandsteinstützmauer, die sich auch aufgrund der Tiefbauarbeiten im Umfeld des Brunnens als nicht mehr standsicher darstellt. Der Brunnen soll durch die Neuanlage eines Bassins aufgewertet werden. Als Spendenmittel beteiligt sich die Dorfgemeinschaft Steinbach an dieser Maßnahme mit 10.000 Euro. Die Gemeindeverwaltung rechnet mit zusätzlichen Mitteln aus der Förderung Wasserwirtschaft von 10.000 Euro, wobei der Rest aus Eigenmitteln zu finanzieren ist.
 
 Beim Ausbau der Prof.-Albert-Straße entstehen folgende Mehrkosten: Für Straßenbau einschließlich Platzgestaltung Brunnen und Beleuchtung 20.664 Euro, Kanalsanierung 17.560 Euro und Wasserleitung 11.581 Euro.
 
 In einem weiteren Tagesordnungspunkt erteilte man der Firma Meny Bau aus Mosbach den Auftrag zur Durchführung der Feldwegsanierung „Hard“ in Reisenbach zum Brutto-Angebotspreis von 43.939 Euro, die bereits im Verwaltungshaushalt eingestellt sind.
 
 Die recht schmale Gemeindeverbindungsstraße Schloßau-Mörschenhardt verfügt auf Mörschenhardter Gemarkung über mehrere Ausweichstellen, auf Gemarkung Schloßau dagegen sind keine Ausweichstellen vorhanden, sodass es vor allem beim Begegnungsverkehr mit dem Schulbus öfters zu Problemen kommt. Aus diesem Grund stimmte der Gemeinderat einer Anlegung von fünf Ausweichstellen auf der Gemeindeverbindungsstraße Schloßau-Mörschenhardt. Die Kosten belaufen sich auf 30.000 Euro.
 
 Auf insgesamt 251 ar Fläche möchte ein Privatbesitzer auf Schloßauer Gemarkung Weihnachtsbaumkulturen anlegen, wofür er einen Antrag eingereicht hatte. Vor dem Hintergrund der noch zu erstellenden neuen Weihnachtsbaumsatzung hatte der Ortschaftsrat und hat nun auch der Gemeinderat diesen Antrag abgelehnt. Der Beschluss beinhaltet: „Die Gemeinde verweigert gegenwärtig das Einvernehmen zu den beantragten Kulturen. In Kürze werden erste Grundsätze für die Weihnachtsbaumsatzung Schloßau vorliegen und so erfolgt eine abschließende Entscheidung erst, wenn eine entsprechende „Planreife“ erlangt ist.“ Um dies zu erreichen beschloss das Gemeindegremium im Anschluss die Einleitung eines Verfahrens zur Erstellung einer Satzung für Gebiete ohne Weihnachtsbaumkulturen für die Gemarkung Schloßau.
 
 Die Verwaltung wurde beauftragt, Vorschläge für die Besetzung einer Kommission einzuholen. Im Hinblick auf bereits vorliegende Aufforstungsanträge wurde als Planungsgrundsatz für die zu erarbeitende Satzung festgelegt, dass Weihnachtsbaumkulturen aus Gründen des Erhalts des Landschaftsbildes einen ausreichenden Abstand (mind. 250 Meter), vorbehaltlich einer Einzelfallprüfung, von der Bebauung einhalten müssen.
 
 Der Ortschaftsrat von Schloßau/Waldauerbach soll zunächst eigene Vorstellungen in Bezug auf die Rahmenbedingungen für eine Ausweisung formulieren. Zu gegebener Zeit wird dann im Gemeinderat die ‚Beauftragung an das Büro Simon aus Mosbach erfolgen und die Mittel dafür als außerplanmäßige Ausgaben bereitgestellt.
 


Prof.-Albert-Straße in Richtung Kirchenbuckel. (Foto: Liane Merkle)
 

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