„Es geht um den Klassenerhalt!“

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(Foto: pm)
Mosbach.  Die Handballerinnen des TV Mosbach haben durch das vorzeitige Ende der Runde 19/20 den Klassenerhalt gesichert. Kurz vor Ende der Runde hat Jonas Pfauser das Traineramt übernommen. Vor Beginn der neuen Runde stellte sich der neue Übungsleiter unseren Fragen.

NZ:  Bedingt durch den Abbruch der Runde und die eingeschränkten Trainingsbedingungen in der Vorbereitung war es für einen neuen Trainer sicher schwierig, eine Beziehung zur Mannschaft und zum Verein aufzubauen. Haben Trainer, Spielerinnen und Vorstand dennoch inzwischen zueinander gefunden?

Jonas Pfauser:  Dadurch, dass wir schon vor dem Abbruch der Runde im Februar einige gemeinsame Trainingseinheiten und Spiele absolvieren konnten, war das glücklicherweise kein großes Problem. Zudem hat uns der verspätete Saisonstart im Bezirk Heilbronn-Franken mehr Zeit für ein intensiveres Kennenlernen gegeben, sei es durch Trainingstage, Trainingslager oder Testspiele. Grundsätzlich wurde ich vom Verein, dem Vorstand und insbesondere von der gesamten Mannschaft unglaublich schnell und herzlich aufgenommen, sodass wir uns auf jeden Fall „gefunden“ haben.

NZ: Die Mannschaft hat den Klassenerhalt durch den Rundenabbruch sicherstellen können. Sind die Spielerinnen alle an Bord geblieben und konnte die Vorbereitung ohne Verletzungen absolviert werden? Gibt es Zu- und/oder Abgänge?

Pfauser:  Die lange Pause hat sicherlich insofern gutgetan, als dass sich alle Spielerinnen ausreichend regenerieren und erholen konnten. Außerdem haben die Mädels in der Coronapause selbstständig viele Lauf- und Fitnesseinheiten durchgeführt. Davon haben wir nun in der Vorbereitung profitiert, die ohne nennenswerte Blessuren oder Verletzungen ablief.

Abgänge gab es mit Ina Irmler und Mathilda Kurz nur zwei, dem gegenüber stehen allerdings durch die Integration von insgesamt sieben A-Jugendspielerinnen einige interne „Neuzugänge“, die in den Testspielen schon ihre ersten Einsatzminuten bei den Aktiven bekamen. Mit einem Kader von über 20 Spielerinnen ist die Mannschaft auf jeden Fall gut aufgestellt.

NZ: Wie haben sich die Corona-Bedingungen auf das Training ausgewirkt? Kann man unter diesen Umständen eine Mannschaft zielgerichtet vorbereiten?

Pfauser:  Die Einschränkungen waren eigentlich nur organisatorischer Natur, in vielen Bereichen muss man aktuell einfach flexibel sein. So haben unsere Trainingseinheiten bis Anfang August ausschließlich auf dem NKG-Außengelände durchgeführt. Trotz allem konnten wir uns größtenteils wie geplant auf die Saison vorbereiten.

Die Damen des TV haben bereits Verbandsligaerfahrungen, wenn auch keine Spielerinnen aus dieser Ära noch aktiv mitspielen.

NZ: Ist das Erreichen der Verbandsliga der Herren ein Ansporn für die Damen auch wieder einmal nach oben zu schielen?

Pfauser:  Gerne würde man da auch nach oben schielen, allerdings müssen wir doch sehr demütig sein und erstmal realistisch feststellen, dass wir nur aufgrund der abgebrochenen Saison die Klasse gehalten haben. Sportlich wären wir voraussichtlich abgestiegen. Als Profiteur des Abbruchs wollen wir in jedem Spiel zeigen, dass wir trotz allem zurecht in der Liga sind.

Mit der aktuell sehr jungen, entwicklungsbereiten und hochmotivierten Mannschaft sowie einigen guten Talenten im Nachwuchsbereich kann man auf jeden Fall optimistisch in die nächsten Jahre gehen.

NZ:  Die Damen spielten in der letzten Saison, wie die Herren, immer vor einem gut gefüllten Haus. Nun stehen Geisterspiele bzw. Spiele vor einigen wenigen Zuschauern an. Es fehlt doch die wichtige Unterstützung von den Rängen, wird sich das auf die Leistung niederschlagen?

Pfauser:  Das ist richtig, die Frauenspiele in der Jahnhalle sind immer gut besucht und die Unterstützung von den Rängen bringt sicherlich den einen oder anderen zusätzlichen Motivationskick. Auf die Leistung wird sich das aber bestimmt nicht auswirken, da wir nun schon zahlreiche Testspiele ohne jegliche Zuschauer absolviert haben. Die Mädels werden sich von der Bank aus die nötige Unterstützung und Anfeuerung zukommen lassen.

Außerdem gibt es nun voraussichtlich eine begrenzte Anzahl an Zuschauern, sodass wir auf jeden Fall nicht vor leeren Rängen spielen werden.
Sie konnten sich mittlerweile auch ein Bild von den anderen Mannschaften machen und können Ihr Team auf Grund der Ergebnisse der Testspiele beurteilen.

NZ: Wo steht Ihr Team und was erwarten Sie für die nächste Runde?

Pfauser:  Die anderen Mannschaften aus der Bezirksliga kann ich auf Grundlage der Vorbereitung nicht beurteilen, da wir fast ausschließlich gegen Teams aus der badischen Landes- und Bezirksliga gespielt haben. Mit unseren Leistungen in der Trainingseinheiten und den Testspielen können wir absolut zufrieden sein. Wir wollen in der nächsten Runde aus einer veränderten Abwehr heraus ein höheres Tempo gehen und auch in Sachen Aggressivität eine Schippe zulegen. Dafür haben wir die ersten Grundlagen gelegt, über allem steht aber natürlich der Spaß am Handball und die individuelle Weiterentwicklung der jungen Mannschaft. Sportlich geht es für uns erstmal einzig und allein darum, nicht abzusteigen.

NZ:  Welche Mannschaften erwarten Sie am Ende der Runde ganz oben?

Pfauser:  Schwer zu beurteilen, nominell kann man am Ende der Saison aber bestimmt die SG Degmarn/Oedheim ganz oben erwarten.

NZ: Herr Pfauser, wir danken für das Gespräch und wünschen Ihnen viel Erfolg für die Runde.

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