Wenn Internisten zu Detektiven werden

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Dr. Nitsche bei einer Ultraschalluntersuchung in der GRN-Klinik Eberbach. Foto: (pm)

Ganzheitlicher Behandlungsansatz in der Abteilung für Innere Medizin

Eberbach. (pm) Ob Lungenentzündung, Magengeschwür oder Herzinfarkt: Internist sind bei unterschiedlichsten Symptomen und Krankheitsbildern gefragt. Die Innere Medizin zeichnet sich deshalb auch durch ein großes Spektrum an möglichen Diagnosen und Therapien aus.

„Wer diese Fachrichtung einschlägt, muss Spaß an Differenzialdiagnostik haben“, sagt Dr. Bernhard Nitsche, Chefarzt der Abteilung Innere Medizin der GRN-Klinik Eberbach. „Internisten leisten jeden Tag echte Detektivarbeit.“

Was der besondere Reiz für den Chefarzt dabei ist? „Wir Internisten sehen den Patienten als ganzen Menschen. Wir interessieren uns für seine medizinischen und sozialen Probleme, dabei müssen wir über den Tellerrand hinausschauen.

In Zeiten einer zunehmenden Spezialisierung der Medizin ist ein ganzheitlicher Behandlungsansatz von zentraler Bedeutung – auch um Behandlungen zu vermeiden, die nicht notwendig sind.“

„Mir ist nicht gut!“ Mit diesem Satz kommen viele Patienten zu Dr. Nitsche und seinem Team. Eine Verschlechterung des Allgemeinzustandes kann vielfältigste Ursachen haben: Infekte, Elektrolytstörungen, Austrocknung, Blutarmut, Schlaganfall, Tumorerkrankung, Nierenversagen, um nur einige zu nennen.

Nimmt man nun ein Symptom heraus wie z.B. eine Blutarmut ergeben sich auch hier wieder viele Differentialdiagnosen. Gerade ältere Menschen kommen oft mit unspezifischen Beschwerden.

Am Ende geht es darum, dem Patienten die richtigen Fragen zu stellen, sich ausführlich über Vorbefunde zu informieren, wenn es erforderlich ist, mit Angehörigen zu sprechen, körperliche Untersuchungen durchzuführen, anschließend weitere Untersuchungen und Labordiagnostik zu veranlassen, um dann die richtige Diagnose zu stellen und eine Therapie einzuleiten.

Dieser Prozess ist nicht immer einfach. Wichtig ist, nichts zu übersehen aber andererseits den Patienten nicht mit unnötigen Untersuchgen zu belasten. Dabei gilt zu beachten: „Jeder Patient ist anders, jeder Patient geht auch anders mit Schmerzen um“, weiß Dr. Nitsche.

Übrigens, kein anderes Fach bietet eine solche Auswahl an Spezialisierungen und Zusatzqualifikationen. Alleine in neun Schwerpunkten können sich Internisten weiterbilden: Die Schwerpunktweiterbildungen reichen von der Kardiologie über die Rheumatologie, Endokrinologie und Diabetologie oder Hämatologie und Onkologie bis hin zu Zusatzbezeichnungen wie Intensiv- oder Notfallmedizin, um nur einige Beispiele zu nennen.

„Unser Beruf wird nie langweilig. Jeder Tag hält neue Herausforderungen bereit und an jedem Tag lerne ich dazu“, so der erfahrene Facharzt, der primär seine Facharztausbildung zum Internisten absolvierte und sich später zusätzlich im Schwerpunkt Gastroenterologie spezialisierte.

Die Abteilung Innere Medizin umfasst die Fachbereiche Allgemeine Innere Medizin und Gastroenterologie sowie Kardiologie und Angiologie. Es werden hier nahezu alle internistischen Erkrankungen behandelt.

Ein Schwerpunkt liegt in der Diagnostik und Therapie von Herz-Kreislauferkrankungen sowie Erkrankungen des Verdauungssystems und der Lunge. Das Diagnose- und Behandlungsspektrum reicht von Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus und Schilddrüsenerkrankungen über Nierenerkrankungen sowie Krankheitsbilder aus dem rheumatologischen Formenkreis bis hin zu Tumorleiden und Erkrankungen des Blutbildes.

Patienten mit den unterschiedlichsten Beschwerden werden hier von einem sehr erfahrenen und kompetenten Team wohnortnah betreut. „So können wir unseren Patienten beispielsweise durch unser klinikeigenes Herzkatheterlabor viele kardiologische und angiologische Diagnoseverfahren auf hohem Niveau direkt vor Ort anbieten.

Wir führen auch fast alle endoskopischen Untersuchungen inklusive Bronchoskopie durch “, so Dr. Nitsche.

Das Sekretariat  der Abteilung für Innere Medizin ist von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr sowie am Freitag von 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr telefonisch unter 06271 83-300 erreichbar.

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