Erlebnistour „global.lokal.erleben“

(Foto: pm)

Buchen.  (pm) Am Freitag fand die erste Tour „Flucht, Ernährung, Klimawandel – aus der Geschichte für die Zukunft lernen“ statt

Eine Gruppe interessierter Teilnehmenden traf sich am Freitag am Bahnhof in Buchen, um gemeinsam die erste Erlebnistour „Flucht, Ernährung, Klimawandel – aus der Geschichte für die Zukunft lernen“ mit dem Fahrrad zu begehen. Dort empfang der Tourguide Christopher Wieser die Gruppe mit einem großen Banner zu den 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung.

Die Ziele wurden 2015 von den Vereinten Nationen beschlossen und deren Umsetzung soll bis zum Jahr 2030 erreicht werden. Auf Englisch heißen sie „Sustainable Development Goals“ und werden daher häufig auch kurz „SDGs“ genannt. Durch das Zieljahr 2030 sind sie häufig auch unter dem Namen „Agenda 2030“ bekannt.

Globale Zusammenhänge auch vor Ort zu entdecken, war das Leitmotiv der Fahrradtour, bei der immer wieder auf einzelne der 17 Ziele wie etwa „Kein Hunger“, „Handeln für den Klimaschutz“ und das Thema Flucht hingewiesen wurde. Der erste Teil des Weges führte die Gruppe nach Hettingen, zum Eiermann-Magnani-Haus. Der Vorsitzende des lokalen Vereins Hans-Eberhard Müller führte die Gruppe durch das Haus und zeigte eindrücklich auf, wie geflüchtete Menschen in der Nachkriegszeit im Rahmen einer Gemeinschaftsleistung des Dorfes integriert wurden.

Ein Projekt, das auf Initiative des damaligen Ortspfarrers Heinrich Magnani nach Plänen des damals in Buchen ansässigen Architekten Egon Eiermann zustande kam. Aktuelle Bezüge zum Thema Flucht und Fluchtursachen weltweit wurden an dieser Station ebenso gemeinsam besprochen.

Nach der sehr interessanten Führung machte sich die Gruppe weiter auf den Weg durch schöne Landschaften nach Buchen-Rinschheim. Dort besichtigte die Gruppe eine Grünkerndarre und bekam eine Einführung und Einblick in die Geschichte – erzählt von einem Rinschheimer Ortsvorsteher Bernhard Bechtold, der sich selbst noch an die Nutzung der Grünkerndarre in Kindheitstagen erinnert.

Durch ungünstige Wetterperioden, die sich negativ auf die Ernten auswirkten, entwickelte sich die Idee, Dinkel vor der Reife zu ernten, den Grünkern. Um den Grünkern zu Trocknen, wurde dieser gedarrt, traditionell über Buchenfeuer, so blieb er haltbar und erhielt ein typisches Aroma. Inwieweit Hunger und Ernährung im globalen Kontext nach wie vor eines der drängendsten globalen Themen sind, erläuterte Tourguide Christopher Wieser – 2,3 Milliarden Menschen haben weltweit aktuell regelmäßig nicht genug zu essen.

Weiter ging die Tour mit einem kurzen Fahrradabschnitt und einer Pause zur Stärkung an der Fit-am-See-Anlage in Götzingen. Anschließend folgte der längste Abschnitt auf dem Fahrrad – zur Eberstadter Tropfsteinhöhle. Vor dem Eingang hat die Gruppe einige interessante Fakten zu den Auswirkungen des Klimawandels erfahren – sowohl hier bei uns als auch in Bezug auf die Länder des Globalen Südens. Mit Ideen zu Handlungsmöglichkeiten für uns alle endete eine spannende Tour.

Die Erlebnistour ist ein entwicklungspolitisches Bildungsangebot von Engagement Global im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) und dem Verband Region Rhein-Neckar. Sie tragen die Botschaft von den 17 Zielen ins Land und verbinden sportliches Erleben, Spaß und Lerninhalte.

Die nächsten Touren in Buchen finden am 25. Juni (14:00 Uhr), 30. Juli (11:00 Uhr), 27. Oktober (14:00 Uhr) und 28. Oktober (11:00 Uhr) statt. Eine Anmeldung erfolgt über die Tourist-Information Buchen, per Telefon 06281 2780 oder per E-Mail unter info@verkehrsamt-buchen.de. Auf Anfrage sind auch andere Termine für Gruppen möglich.

Weitere Erlebnistouren rund um die 17 Ziele und Themen wie etwa Klimawandel, Ernährungssicherheit, Gewässerschutz, Biodiversität, Ressourcen, Welthandel und Fluchtursachen finden in weiteren sechs Landkreis der Metropolregion Rhein-Neckar statt. Unter dem Motto „global.lokal.erleben“ werden globale Herausforderungen im regionalen Raum erlebbar. Die Erlebnistouren finden zu Fuß, per Fahrrad und auf dem Wasser statt.

Umwelt

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