„Jann zeigt sich nicht bürgernah“

(Screenshot: Hofherr)

Leserbrief zur OB-Wahl in Mosbach

Mosbach. Am Sonntag, den 26 Juni, wurde Julian Stipp mit 80 Prozent im ersten Wahlgang zum neuen Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Mosbach gewählt. Der Amtsinhaber Michael Jann kam lediglich auf knapp 20 Prozent der Stimmen (NZ berichtete).

Nun erreicht uns zum Wahlausgang folgender Leserbrief:

Auch wenn der Wahlausgang nicht genau einzuschätzen war, zeichnete sich schon einige Zeit vorher ein Sieg für den Kandidaten Stipp ab. Amtsinhaber Jann hat sich leider nicht bürgernah gezeigt und band meines Erachtens die Menschen meist nicht in wichtige Entwicklungen ein.

Auch vorausschauende Planungen im Interesse der Stadt ließen zu wünschen übrig. Irritierend ist für mich daher die Aussage von Landrat Dr. Brötel, dass Herr Jann ‚hervorragende Arbeit‘ geleistet habe und ein Generationswechsel der Hauptgrund für das Wahlergebnis sei. Zudem fehlte im Rathaus häufig, gerade in leitenden Funktionen, die Identifikation mit der Stadt Mosbach und der Dienstleistungsgedanke.

Der klare Wahlausgang richtete sich in meinen Augen wohl auch gegen die örtlich dominierende CDU, die den Kandidaten bis zuletzt unterstützt hat.

Herausforderer Stipp hat mit seinen Wahlaussagen, vor allem dem Einbeziehen der Menschen und der Klammer für eine gute Gemeinschaft in ganz Mosbach wie auch einem planvollen Vorgehen der Stadt, offenbar die richtigen Schwerpunkte gesetzt. Das allein wird nicht reichen, vielmehr sollte er sich im Stadtrat und in der Verwaltung nun deutlich für ein klar bürgerorientiertes Arbeiten einsetzen.

Warum nicht überfraktionell feste Bürgersprechstunden einrichten, bei denen man mit den Vertretern aus dem Gemeinderat ins Gespräch kommen kann? Wenn dem neuen Oberbürgermeister solche Maßnahmen für mehr Bürgerorientierung gelingen, wird er neben den Wählern, die jetzt für ihn gestimmt haben, auch weitere Unterstützung gewinnen.

Bis in acht Jahren erneut eine Oberbürgermeisterwahl ansteht, gibt es für die Mosbacher noch zwei Mal die Gelegenheit, den Gemeinderat so zu wählen, dass er die Interessen der Stadt Mosbach und der Bürgerinnen und Bürger bestmöglich vertritt.

Reinhold Berberich, Mosbach

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