Kreis-Grüne für „Ja zum Ausstieg!“

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Grüner Kreisvorstand mit Aktionen und Vortrag für die Volksabstimmung

Mosbach. (pm) „Ja zum Ausstieg!“ – unter diesem Motto besprach der Grüne Kreisvorstand bei seiner gestrigen Sitzung in Mosbach seine Aktionen zur Volksabstimmung über den Ausstieg aus „Stuttgart 21“. „Viel Geld für wenig Nutzen“ fassten die beiden Kreisvorsitzenden Christine Denz und Christine Böhm den Bericht des designierten Kreisgeschäftsführers Boris Cotar zusammen. Schlimmer noch: Die für „Stuttgart 21“ anfallenden unkalkulierbaren Kosten könnten nur zu Lasten des Schienenverkehrs auch in unserer Region finanziert werden. Cotar berichtete von einem Fachgespräch der Metropol-Grünen in Heidelberg. Dort referierten zwei kompetente Fachleute, nämlich Felix Berschin von der Nahverkehrsberatung Südwest, der sich bereits beim Schlichtungsverfahren mit Dr. Heiner Geißler als Experte einen Namen gemacht hatte, und Jürgen Heß vom „Verkehrsforum 2000“ (NZ berichtete).


Wenn alle Gelder nach Stuttgart fließen müssen, um dort „viel Geld für wenig Bahnhof“ auszugeben, fehlten die Mittel für kleinere, für die Region aber wichtige Infrastrukturmaßnamen, so die einhellige Meinung der Experten. Bereits jetzt seien die Mittel für Nahverkehrsbaumaßnahmen der kommenden Jahre fast ausgeschöpft. Notwendige Gleiserweiterungen, wie der viergleisige Ausbau der Strecke Heidelberg-Mannheim (der Kreistag des NOK hat dafür bereits Mittel bewilligt) und die Gleiserweiterung im Mannheimer Hauptbahnhof könnten dann auf Jahre hinaus nicht mehr in Angriff genommen werden. Das bedeutet, dass die Bahnkunden manchmal noch mehr warten müssten als bisher schon. Die Taktzeiten würden nicht verbessert; im Gegenteil: die Strecke Stuttgart – Würzburg über Osterburken könne dann weiterhin nur im Zwei-Stunden-Takt bedient werden. Besonders treffe es auch Mosbach-Neckarelz mit dem Anschluss an die Stadtbahn Heilbronn; die Bedienung verschlechtere sich sogar, die direkte Verbindung nach Stuttgart werde gekappt – eine „nicht-akzeptable Entwicklung“, so die einhellige Meinung des Kreisvorstandes der Grünen.


Man beschloss Informationsstände in Mosbach, Osterburken und Buchen; dort werde man die Bevölkerung über die möglichen Konsequenzen aufklären. „Der ländliche Raum wird dann noch weiter abgehängt“, so Kreisvorsitzende Christine Denz. Die Bevölkerung sei aufgerufen, sich konsequent an der Volksabstimmung am 27. November zu beteiligen und mit einem „Ja zum Ausstieg!“ diese unheilvolle Entwicklung zu stoppen. Dr. Toni Hofreiter, Mitglied des Bundestages und als Nachfolger von Winfried Hermann Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, wird am 15. November in Mosbach zum Thema sprechen.

Infos im Internet:
www.ja-zum-ausstieg.de

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