Mosbach untersagt Facebook-Party

Teilnehmern drohen bis zu 5.000 Euro Geldbuße

Mosbach. Die Stadt Mosbach verbietet eine Party im Stil des Films „Projekt X“ auf dem Marktplatz in Mosbach, zu welcher für Samstag, den 04. August um 18.00 Uhr anonym auf der Internetplattform Facebook aufgerufen wurde. Zusammen mit den für Sicherheitsaufgaben betrauten Institutionen wurden seit Bekanntwerden des öffentlichen Aufrufs zur sogenannten Facebook-Party Vorbereitungen zur Umsetzung der Verbotsverfügung getroffen.

Party und „Spaß haben“ stehen bei den Jugendlichen an den Wochenenden hoch im Kurs. In jüngerer Vergangenheit macht jedoch ein fragwürdiger Trend die Runde: der öffentliche Aufruf zu sogenannten Facebook-Partys. Auch Mosbach ereilte dieser Aufruf. So wurde Anfang Juli unter dem Motto „Projekt X Party? Mosbach kann’s auch!“ für eine Party auf dem Marktplatz in Mosbach am 4. August geworben. Anonym und unter falscher Identität erfolgten Einladungen, bei denen sich Besucher auf unorganisierten, unüberschaubaren und illegalen Partys in der Öffentlichkeit treffen. Nach den oftmals ausufernden Festen sind die Veranstaltungsorte und ihr Umfeld meist verwüstet und oft für längere Zeiten nicht benutzbar. Die Kosten trägt immer die Allgemeinheit, sofern der Verursacher nicht festgestellt werden kann.


Die Polizeidirektion Mosbach und die Stadt Mosbach haben den Aufruf zum Anlass genommen und sich bereits im Vorfeld mit den für Sicherheitsaufgaben betrauten Institutionen wie Feuerwehr, THW, DRK und der Gruppe der leitenden Notärzte im Neckar-Odenwald-Kreis abgestimmt. Aufgrund der bei einer solchen unkoordinierten Massenveranstaltung regelmäßig ausgehenden Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung wurde die Veranstaltung verboten. Das Verbot umfasst darüber hinaus alle über soziale Netzwerke organisierten Partys am 04. und 05.08.2012 im Bereich des Altstadtkerns und der öffentlichen Grün- und Erholungsanlage Stadtgarten, Kleiner und Großer Elzpark. Für letztgenannten Bereich wurde zusätzlich noch ein Aufenthalts- und Betretungsverbot erlassen.

Stadt und Polizei weisen ausdrücklich auf die Konsequenzen hin, welche den Teilnehmern verbotener Partys drohen: Personalien-Feststellung und Geldbußen bis zu 5.000 Euro können auf die Partygäste zukommen, wenn sie das städtische Verbot der Veranstaltung missachten. Darüber hinaus drohen auch Schadensersatzforderungen, wobei Eltern auf die Wahrnehmung ihrer Pflichten als Erziehungsberechtigte im Sinne des Jugendschutzgesetzes hingewiesen werden.


Stadt und Polizei schließen nicht aus, dass trotz des Verbots, der angedrohten Strafen und der zwischenzeitlich gelöschten Seite auf Facebook zahlreiche, zumeist jugendliche „Partygäste“ kommen werden und richtet die Zahl der Einsatzkräfte daran aus.

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1 Kommentar

  1. Ist ja süss! Beim Schlagwort „Facebook“ kommt das Ordnungsaffentheater ganz schön in Fahrt. Bei den alljährlichen Abi-Parties an den Neckarbrücken in Neckarelz, bei denen das Gelände regelmässig in ein Müll- und Scherbenmeer verwandelt wird, lässt sich von denen niemand blicken. Weder vom „Ordnungs“amt noch von der Polizei. Dabei ist das jedes Jahr das gleiche Theater dort, dessen Folgen regelmässig von der Stadtreinigung beseitigt werden müssen: auf Kosten aller. Ist aber nur Neckarelz. Kaum trifft es Mosbach, schon tanzen die Affen Tango.

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