Facebook-Party fand keine Anhänger

Mosbach. Die vom Polizeirevier Mosbach und der Stadt Mosbach ergriffenen Maßnahmen nach Bekannt werden einer für den Samstag Abend geplanten so genannten „Projecet-X-Party“, zu der ein bislang Unbekannter auf Facebook eingeladen hatte, haben gegriffen. Den Aufruf habe man, so Bürgermeister Michael Keilbach, zum Anlass genommen und sich mit den für Sicherheitsaufgaben betrauten Institutionen wie Feuerwehr, THW, DRK und der Gruppe der leitenden Notärzte im Neckar-Odenwald-Kreis abgestimmt.


„Unser Konzept ist aufgegangen“, ist sich auch der Leiter des Polizeireviers Mosbach, Polizeioberrat Richard Zorn, sicher. Frühzeitig ließ man die Facebookseite löschen, erließ eine Verbotsverfügung mit Androhung von Bußgeldern und betrieb eine intensive Öffentlichkeitsarbeit. Anders als z.B. in Backnang oder Konstanz, wo mehrere Hundert meist Jugendlicher dem Facebookaufruf gefolgt waren, die Partys aus dem Ruder liefern und es zu Sachbeschädigungen und Körperverletzungen kam, waren in Mosbach glücklicherweise keine Störungen zu vermelden.

Und das obwohl im Vorfeld zahlreiche Facebook-Nutzer als Reaktion auf die Partyeinladung auf „gefällt mir“ geklickt und ihr Kommen signalisiert hatten. Das schnelle und gemeinsame Agieren seitens der Sicherheitsbehörden war laut Keilbach und Zorn Ziel führend: „Die Erfahrungen anderer Städte hat uns gelehrt, im Zweifel lieber zu vorsichtig zu sein, statt hinterher mit dem Vorwurf konfrontiert zu werden, man habe nichts unternommen.“


Noch offen ist, wer die mit dem Einsatz verbundenen Kosten zu tragen hat – der Initiator der Party oder letztendlich doch die Allgemeinheit. Noch ist der Verursacher unbekannt, sobald er jedoch ausfindig gemacht werden kann, hat er mit Schadenersatzforderungen zu rechnen.

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